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Trennung mit Kind – Wegweiser/Umzug,wie Kind sagen,Finanzen!

Du stehst gerade kurz vor einer Trennung? Doch habt Ihr beide ein gemeinsames Kind bzw. Kinder? Und nun weißt Du nicht so recht, wie es weitergehen soll? Was jetzt zu tun ist? Was Dir zusteht?

Wir wollen Dir in Sachen Trennung mit Kind helfen. Deshalb haben wir einen ausführlichen Wegweiser für Dich erstellt. Der Dir alles Wichtige sagt, was Du in der Hinsicht wissen und umsetzen solltest!

Was genau erwartet Dich in diesem Beitrag? Dies hier:

1) Tipps, was bei einer Trennung mit Kind zu beachten ist

2) Trennung mit Haus oder gemeinsamer Wohnung: Das steht Dir zu

3) Was bei einer Trennung mit Kindern mit und ohne Ehe zu beachten ist

4) und unser Fazit zum Thema


Trennung mit Kind – was ist zu beachten, wie solltest du vorgehen, wie geht es weiter?

Am wichtigsten ist das Wohl der Kinder. Was ist am besten für dein/euer Kind?

Wie das Wohl der Kinder bei einer Trennung gewährleistet werden kann!

Trennungen können für Kinder traumatische Erfahrungen sein. Aus diesen traumatischen Erfahrungen können sich Neurosen entwickeln.

Wie können Langzeitneurosen beim Kind das vermieden werden?

  • Ihr, die Eltern sollten auch die Eltern (als Team) bleiben (gemeinsame Verantwortung). Ja, wir wissen: Das ist eine echte Herausforderung. Schließlich müsst Ihr zugleich die Trennung verarbeiten. Mit allem irgendwie zurecht kommen. Das kann Euch an Eure Grenzen bringen!

    Und dann müsst Ihr ja auch noch für Euer Kind da sein. Als Team funktionieren. Um so Euer Kind, Eure Kinder aufzufangen. Sie zu stützen und ihnen zu helfen. Doch dafür braucht es Euch zwei. IHR BEIDE habt die gemeinsame Verantwortung für Euer Kind, für Eure Kinder.

    Deshalb solltet Ihr Euch zusammensetzen. Und besprechen, wer das Kind, die Kinder wann und wie lange nimmt. Wer sie hauptsächlich betreut. Oder Ihr vereinbart eine 50: 50 Regelung. Habt dabei bitte stets das Wohl Eures Kindes, Eurer Kinder vor Augen! Das ist jetzt das Wichtigste. Nichts anderes!

    Versucht deshalb, Euch irgendwie miteinander zu verstehen. Ihr müsst dem Anderen nicht in die Arme fallen. Die Trennung nicht groß analysieren. Es reicht schon, mehr oder weniger neutral mit dem Anderen zu reden. Ihm oder ihr keine Vorwürfe zu machen. Betont sachlich an die Sache heran zu gehen. Und sich an die Vereinbarungen, die Ihr beide getroffen habt, zu halten. Euer Kind, Eure Kinder werden es Euch danken!

  • Ihr müsst unbedingt kommunizieren, diplomatisch vorgehen. Siehe oben. Alles andere wird Eurem Kind nichts bringen. Stellt Euch mal vor: Ihr macht den Anderen vor dem Kind schlecht. Erzählt diesem lang und breit, wie doof und gemein sich der Partner doch verhalten hat. Ganz ehrlich: Das ist äußerst unfair dem Kind gegenüber! Schließlich liebt es Euch beide. Und wird daher in einen echten Gewissenskonflikt gestürzt: Wem soll es jetzt noch vertrauen?

    Zumal Euer Kind klare Regelungen und Ansagen von Eurer Seite aus braucht. Gerade jetzt, in dieser Zeit der großen Ungewissheit! Daher: Sprecht Euch zusammen ab. Und haltet Euch dann auch an die Absprachen!

  • pflegt einen liebevollen Umgang mit dem Kind. Gerade jetzt braucht es nämlich vor allem eines: viel Liebe und Aufmerksamkeit. Warum? Weil etwas auseinander gegangen ist. Dieses warme Nest namens Familie gibt es nun nicht mehr. Und das fehlt ihm. Es ist eine Zeit großer Unsicherheit für Euer Kind. Umso wertvoller sind nun Umarmungen und Zuwendungen! (und damit meinen wir keine materiellen).

    Und noch etwas ist wichtig: Euer Kind gibt sich nicht selten selbst die Schuld, dass es zwischen Euch zu Ende gegangen ist. Vielleicht kommt Euch das sehr komisch und unbegreiflich vor. Doch: Viele Kinder gehen nun mal stets von sich aus. Und denken daher: „Ich war nicht brav, nicht erfolgreich genug in der Schule,,…… und deshalb haben Mama und Papa sich getrennt.“ Nehmt ihm diese Einstellung und Befürchtung! Und zeigt ihm, dass Ihr beide noch immer für Euer Kind da seid. Egal, was sich auch geändert hat…

  • beobachtet Euer Kind. Und zwar über eine längere Zeit hinweg. Viele verändern sich nach der Trennung der Eltern nämlich. In ihrem Verhalten. Manch ein Kind wird aggressiv. Ein Anderes zieht sich ganz in sich selbst zurück. Und lässt nichts und niemanden mehr an sich heran. Vielleicht ist das bei Eurem Kind auch so? Beobachtet es genau! Und es schadet nichts, Rücksprache mit Betreuern aus der Kita, dem Kindergarten oder der Schule zu halten. Oder mit einem Kinderpsychologen zu sprechen. Es geht hier um das Wohl Eures Kindes, das können wir gar nicht oft genug betonen!

Wie solltet ihr dem Kind die Trennung erklären, was ist zu beachten?

Ein solches Gespräch ist nie einfach.

Dabei solltet ihr…

  • als Elternteam mit dem Kind gemeinsam reden. Und ihm so schonend wie möglich sagen, dass Ihr beide bald nicht mehr unter einem Dach wohnen werdet. Nehmt Euch wirklich Zeit für dieses Gespräch. Und seid ganz da, ganz präsent..
  • vorher die Gründe genau formulieren (angepasst nach Alter des Kindes). Je nach Alter des Kindes könnt Ihr hierbei ins Detail gehen. Ein Zweijähriger muss nicht ganz genau erfahren, warum seine Eltern kein Paar mehr sind! Es wäre schlicht und einfach zu viel des Guten. Er kann es noch nicht begreifen. Bei einem 17-jährigen hingegen kann die Sache schon ganz anders aussehen: Er wird vielleicht genau(er) wissen wollen, warum Ihr den Schlussstrich ziehen wollt. Überlegt Euch, wie sehr Ihr da ins Detail gehen wollt!
  • auf Fragen der Kinder eingehen. Doch nur so weit, wie es für Euch selbst gut ist. Denn mal ehrlich: Was nützt es dem Kind, wenn es weiß, dass Papa sich in die Kollegin verliebt hat? Und am Abend der Firmenfeier vor drei Monaten mit ihr zusammen kam? Schon mit ihr eine Wohnung bezogen hat? Genau…
  • dem Kind zeigen, dass Ihr nach wie vor für ihn oder sie da seid. Komme, was wolle. Denn eines ist sicher: An Euer Liebe zum Kind, zu den Kindern hat sich rein gar nichts geändert…

Was solltet ihr auf jeden Fall vermeiden, wenn ihr euch mit Kindern trennt?

Folgende Verhaltensweisen sind schädlich für die Kinder. Diese sollten vermieden werden.

  • Streitigkeiten niemals vor dem Kind austragen. Siehe oben. Das würde das Kind nur in Loyalitätskonflikte stürzen! Und das ist alles andere als gut…
  • Kontaktabbruch zwischen den Eltern. Denn eine gewisse Kommunikation braucht es nun mal. Wie hinsichtlich der Betreuung. Zudem muss ab und an geklärt werden, was zu tun ist: Wenn etwa eine Zahnspange gekauft werden muss. Wenn es um die Finanzierung der Klassenfahrt geht. Praktische Dinge, die direkt mit der Entwicklung Eures Kindes zu tun haben! Einer alleine kann das nicht entscheiden..
  • das Kind zu einer Entscheidung zwischen Mutter/Vater nötigen. Nochmal: Euer Kind liebt Euch beide. Und jetzt von ihm zu verlangen, einen von Euch auszuwählen: Das ist in gewisser Weise grausam. Und auch sehr, sehr unfair….

 

Trennung mit Haus, gemeinsamer Wohnung, was steht mir zu?

Diese Frage ist oftmals ein Dauerstreitpunkt bei Trennungen. Dabei geht auch hier nichts über Streit. Ihr müsst Kompromisse finden.

Wie sollte die Aufteilung der gemeinsamen Güter am besten ablaufen?

  • Fairness ist das Stichwort. Erstellt am besten eine Liste. Mit all jenen Gütern, die Dir bzw. dem Partner, der Partnerin gehören. Jenen, die Ihr zusammen gekauft habt, die gemeinsam bezahlt wurden. Wer übernimmt was? Wenn Ihr Euch zu zweit nicht hinsetzen wollt: Holt jemand Dritten hinzu. Der das Ganze sozusagen dirigieren kann.
  • Jeder sollte bekommen, wofür er auch gezahlt hat. Siehe oben. Vielleicht lässt sich das nicht mehr so gut nachvollziehen. Überlegt dann, wem dieses eine Stück besser nützen und helfen könnte. Seid auch hierbei möglichst fair!
  • Wer die Kinder hauptsächlich betreut, hat Vorrang bei gewissen Gütern. Etwa, was die Waschmaschine oder andere wesentliche Gegenstände für den Haushalt betrifft. Ist auch logisch, nicht wahr?
  • Informiert Euch vorab, was wem zusteht. Das ist seitens des Gesetzes nämlich ziemlich gut geregelt. Beratungsstellen wie Pro Familia können jetzt wertvolle Tipps geben. Oder ein Anwalt, der sich mit Familienrecht auskennt. Online findest Du natürlich auch diverse hilfreiche Tipps!

Trennung mit Kinder mit Ehe und ohne Ehe!

Heutzutage ist die Aufteilung der Kinder mit der Frage nach dem Sorgerecht verknüpft.

Was gilt es nach einer langjährigen Ehe mit Kindern zu beachten im Falle einer Trennung?

Wenn die Ehe mit Kindern mehrere Jahre alt ist, sollte das Sorgerecht aufgeteilt werden.

Es ist gesünder für das Kind, da…

  • eine Dauerhafte Bezugsperson für die Entwicklung des Kindes wichtig ist. Und Beständigkeit braucht es jetzt. Für das Kind ist es sehr wertvoll, die Gewissheit zu haben: „Mama und/oder Papa ist ständig für mich da. Ich kann mich jederzeit an ihn oder sie wenden.“ Gerade jetzt, wo so viele Gewissheiten weg gebrochen sind, ist das eine sehr, sehr wichtige Erkenntnis!
  • Da Mutter und Vater durch Besuchszeiten auch gemeinsam erlebt werden sollten. Der klassische Fall: Die Mutter betreut die Kinder während der Woche. Über das Wochenende sind sie dann beim Vater. Oder alle zwei Wochen. Diesen festen Rhythmus braucht es. Um sich darauf einstellen zu können. Um den Vater, die Mutter immer noch zu sehen. Denn: Selbst wenn „der andere“ Elternteil jetzt nicht mehr rund um die Uhr mit dem Kind zusammen ist, mit ihm unter einem Dach wohnt: Er sollte dennoch eine Rolle in seinem Leben spielen! Und nicht nur der Erzeuger sein…

 

Trennung mit Kind – unser Fazit!

Bei einer Trennung mit Kind gibt es so einiges zu beachten. Vor allem, was die praktischen Fragen anbelangt! Hierbei ist vor allem die Betreuung gemeint. Wer das Kind wann und wie lange übernimmt also. Und wer auszieht bzw. ausziehen muss.

All dies ist seitens des Gesetzesgebers genau geregelt. Auch, was die Finanzen anbelangt übrigens! Hilfreichen Aufschluss hierüber kann die Düsseldorfer Tabelle liefern. Die genau aufschlüsselt, was wem zusteht.

 

Information ist also alles. Beziehungsweise hilft sehr viel! Versuche, Dich generell möglichst stark zu entlasten. Denn nochmal zur Erinnerung: Du hast gerade eine Trennung hinter Dir. Schon das ist nicht ohne! Schon das verlangt sehr, sehr viel von Dir ab! Und Du wirst mit Gefühlen wie Trauer, Verzweiflung, Wut und Sehnsucht zu kämpfen haben..

Und dann ist da noch gleichzeitig Dein Kind: Das Dich jetzt braucht. Das jetzt verunsichert ist. Sich fragt, was es getan hat. Was es falsch gemacht hat, dass Mama und Papa sich nicht mehr mögen. Du musst also funktionieren. Irgendwie und trotz allem.

Das ist nicht ohne. Versuche dennoch, für Dein Kind da zu sein. Ihm Liebe und Aufmerksamkeit zu geben. Doch entlaste Dich zugleich, wo es geht. Frage Deine Familie, Freunde, … ob sie Dein Kind für einen Nachmittag oder so betreuen können. (Nein, das macht Dich nicht zu einer Rabenmutter, zu einem Rabenvater). Informiere Dich bei Beratungsstellen oder bei Anwälten sowie online, was Dir jetzt zusteht. Sprich: Hole Dir so viel Hilfe, wie es Dir möglich ist!

 

Dann wirst Du es schaffen. Diese schwierige Situation Trennung mit Kind zu überstehen. Wir wünschen Dir an dieser Stelle viel Kraft! Du kannst und wirst es schaffen….