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Kontaktsperre einleiten und ankündigen | gute Vorlagen | Anleitungen und mehr

Du möchtest eine Kontaktsperre aufbauen? Weil Du erst einmal Zeit für Dich
brauchst? Und den oder die Ex vielleicht doch noch zurück erobern willst?

Stellt sich die Frage, wie Du das Ganze angehen solltest! Diese Frage habe
auch ich mir gestellt. Und einige Antworten gefunden…

Diese Antworten erhältst Du in dem folgenden Beitrag. Erfahre hier:

1) Was es beim Kontaktsperre aufbauen alles zu beachten gibt.

2) Wie Du das Ganze einleitest.

3) Wie Du die richtigen Formulierungen verwendest

4) und was ich Dir zum Schluss mit auf den Weg geben möchte.


Wie die Kontaktsperre einleiten? Was ist zu beachten?

Stürme nicht einfach so drauflos. Sondern beachte einige Dinge im Vorfeld!
Schließlich willst Du ja Deine Ziele erreichen…

Was also gibt es zu beachten?

1.)
Hinterlasse einen
positiven Eindruc
k
!

Das ist sehr wichtig. Schließlich habt Ihr beide erst einmal keinen Kontakt
mehr… Und Du willst ja bei ihm oder ihr in guter Erinnerung bleiben, nicht
wahr?

Doch damit das klappt, müsst Ihr im Guten auseinander gehen. Denn es ist
nun mal dieser letzte Eindruck, der prägend ist.

Zeige Dich also von Deiner besten, Deiner versöhnlichen Seite. Das wird
dann umso wirkungsvoller sein!


2.) Erkläre offen und ehrlich, warum Du Dich für diesen Schritt
entschieden hast!

Sei dabei unbedingt authentisch. Offen und ehrlich. Dein oder Deine Ex
kennt Dich schließlich noch sehr gut. Und wird instinktiv spüren, wenn Du
das nicht ernst meinst.

Bleibe daher glaubwürdig. Und nehme Dir Zeit, Dich zu erklären. Denn Dein
oder Deine Ex will verständlicherweise wissen, warum Du so handelst, wie Du
handelst… Und zwar wirklich!

Und ganz ehrlich: Er oder sie hat da auch ein Recht darauf. Schließlich ist
er oder sie von Deiner Entscheidung für die Kontaktsperre unmittelbar
betroffen. Zumal Du Dir ja auch wünschen würdest, so behandelt zu werden,
oder?!?

3.) Setze ihn oder sie nicht emotional unter Druck!

Beispielsweise, indem Du ihm oder ihr ein Ultimatum stellst. Überhaupt sind
zu viele Emotionen an dieser Stelle fehl am Platz. Besser ist es, wenn Du
rational und möglichst objektiv erklärst, warum Du die Kontaktsperre
aufbauen möchtest… Das macht es für den Anderen leichter, dies auch zu
akzeptieren!

4.) Mache ihm oder ihr keine Vorwürfe!

Und beschuldige ihn oder sie nicht. Er oder sie wird sich verletzt fühlen.
Und/ oder zu Unrecht angegriffen. Vielleicht wird er oder sie dann verbal
zurück schlagen. Und erst einmal nichts mit Dir zu tun haben wollen. Ziel
verfehlt, würde ich mal sagen…

5.)
Halte die
Nachricht
möglichst
kurz
und knapp
!

Du hast diese Nachricht. Die Du übermitteln willst. Dafür musst Du keinen
epischen Roman von 1.000 Seiten verfassen – wenige Sätzen reichen dafür
schon aus! (und deshalb möchte ich an dieser Stelle auch gar keine weiteren
großen Wörter verlieren).

6.) Lasse Freiraum für Interpretationen!

Schließlich Du weißt wahrscheinlich selbst noch nicht ganz, wohin Euch,
Dich das Ganze führen wird. Es ist daher besser, die Formulierungen nicht
zu präzise zu machen. Deine Absichten sollten erst einmal nicht zu offen
dargelegt werden.

Denn noch ist einfach alles zu früh. Du befindest Dich am Anfang eines
Weges. Wohin dieser Dich führen wird? Man wird sehen! Setze Dich daher
nicht selbst unter Druck. Lege Dich nicht zu früh fest. Vieles kann sich
nämlich auf diesem Weg verändern…

Ich habe Dir nun wichtige Punkte aufgezeigt, die beachtet werden wollen.
Wie aber baust Du die Kontaktsperre nun konkret auf? Dies wird im folgenden
Kapitel beleuchtet:

Wie die Kontaktsperre ankündigen?

Per Nachricht? Per What’s App? Mit einem Anruf? Oder doch mit einem Brief?
Im Folgenden habe ich die verschiedenen Möglichkeiten für Dich
aufgeschrieben. Inklusive ihrer Vor- und Nachteile:

Die Kontaktsperre per Nachricht einleiten? Alles Wissenswerte zu dieser
Variante!

Eines verrate ich Dir an dieser Stelle: Für mich ist das die beste Lösung.
Warum? Lies selbst:

Vorteile der Nachricht

  1. Du kannst die Nachricht über Facebook, WhatsApp, oder SMS schicken.
    Eine sichere Methode – und die Nachricht wird mit allergrößter
    Wahrscheinlichkeit ankommen. Und von ihm oder ihr wohl auch gelesen
    werden…
  2. Du kannst Dir vorab alles genau überlegen! Du kannst Dir Zeit für
    diese Nachricht nehmen. Und in Gedanken schon einmal im Vorfeld
    formulieren, was Du eigentlich schreiben willst.
  3. Du kannst Dich auch kurz fassen. Schlicht und einfach, weil der
    Platz begrenzt ist. Und weil es für eine solche Nachricht – siehe
    oben – nicht viele Sätze braucht.

Nachteile der Nachricht

  1. Er oder sie kann Dich missverstehen. Wenn die ein oder andere
    Formulierung ein wenig unklar war, beispielsweise. Umso wichtiger
    ist es daher, dass Du die Dinge unmissverständlich ausdrückst.
  2. Du erhältst vielleicht keine Antwort. Oder musst ein wenig länger
    auf diese warten.
  3. Er oder sie kann durch die Nachricht verletzt sein. Und sich von
    Dir zurück ziehen. Weil er oder sie einfach emotional noch zu
    aufgewühlt ist…

Wie die Kontaktsperre per Nachricht einleiten? Eine Schritt für Schritt
Anleitung:

Schritt 1:
Was willst Du ihr oder ihm
schreiben?.

Überlege es Dir genau! Formuliere vorab, in Gedanken. Gerne kannst Du auch
Rücksprache mit Anderen halten. Oder Dich online informieren. Aber:
Schreibe niemals etwas, das Dir nicht entsprichst! Du solltest wirklich
dahinter stehen!

Schritt 2: Warte auf den richtigen Moment.

Du wirst instinktiv spüren, wann dieser Moment gekommen ist. Horche in Dich
hinein. Und tippe dann das ein, was Du Dir überlegt hast.

Schritt 3: Schicke die Nachricht dann ab.

Drücke auf den Senden Knopf. Und schaue, was passiert…

Gibt es Vorlagen, wenn du per Nachricht die Kontaktsperre einleiten willst?

Du weißt einfach nicht, was und wie Du es schreiben sollst? Hier habe ich
drei Inspirationen für Dich:

Vorlage 1:

„Liebe/r,

leider kam es zur Trennung zwischen uns beiden. Doch merke ich, dass ich
das alles erst einmal verarbeiten muss. Und dass ich Zeit für mich brauche.

Auch, weil ich wieder zu mir finden möchte. Weil ich in aller Ruhe
analysieren will. Warum wir es nicht geschafft haben.

Deshalb bitte ich Dich darum, dass wir erst einmal keinen Kontakt haben.
Bitte respektiere das. Denn ich brauche einfach Zeit, um mir über vieles
klar zu werden… “

Vorlage 2:

„Liebe/r,

noch immer bin ich sehr, sehr traurig darüber, dass es so weit gekommen
ist. Dass wir uns getrennt haben. Und ich tue mich schwer, dies alles zu
verarbeiten. Besonders in manchen Momenten. Deshalb brauche ich ein wenig
Abstand. Denn ich merke: Wenn wir Kontakt haben, kommt einfach (zu) vieles
in mir hoch.

Das tut mir selbst nicht gut. Deshalb muss ich mich ein wenig zurück
ziehen. Um alles zu verarbeiten. Könnten wir deshalb eine Kontaktsperre
vereinbaren?

Ich hoffe, mein Vorschlag verletzt Dich nicht. Und es ist mir wichtig,
offen und ehrlich zu sein. Deshalb habe ich Dir gesagt, warum ich das
brauche. Ich hoffe, das ist in Ordnung für Dich….“

Vorlage 3:

„Liebe/r,

schade, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist. Dass wir uns getrennt
haben.

Ich bin noch immer dabei, all das zu verarbeiten. Auch, weil ich wirklich
verstehen will, warum es mit uns beiden nicht geklappt hat. Warum unsere
Beziehung scheitern musste.

Diese Analyse ist nicht einfach für mich. Das merke ich genau. Deshalb
brauche ich ein wenig Abstand. Und möchte deshalb eine Kontaktsperre mit
Dir vereinbaren. Weil das für mich die beste Möglichkeit ist.

Denn eines habe ich auch gelernt: Ich bin emotional noch immer ziemlich
aufgewühlt. Und jedes Mal, wenn wir Kontakt haben, kommen sehr viele
Erinnerungen in mir hoch. Deshalb, um meiner Selbst willen, bitte ich Dich:
Lass uns eine Zeit lang den Kontakt einstellen. Für eine gewisse Zeit…“

Die Kontaktsperre per Brief einleiten? Alles Wissenswerte zu dieser
Variante!

Natürlich kannst Du auch einen Brief schreiben. Doch was gibt es hierzu zu
wissen?

Vorteile per Brief:

  1. Du nimmst Dir wirklich Zeit, Dich zu erklären. Investiert viel
    Mühe. Dieser Aufwand kann Deine oder Deinen Ex sehr beeindrucken!
  2. Ein Brief ist heutzutage etwas Besonderes. Fast schon romantisch!
    Eben, weil er heute so selten geworden ist…
  3. Auch bei dieser Variante kannst Du Dir alles in Ruhe überlegen. Und
    hast so genügend Zeit, Deine Gedanken zu entwickeln.

Nachteile per Brief:

  • Die Gefahr ist da, dass Du zu viel investierst. Obwohl sich die
    Mühe eigentlich nicht lohnt. Denn der oder die Ex weiß das nicht zu
    schätzen. Zumindest in diesem Moment nicht.
  • Du musst eventuell länger auf die Antwort warten. Oder erhältst gar
    kein Feedback. Der Brief wird zwar gelesen. Doch das war’s dann
    auch schon.
  • Ein Brief fällt häufig länger aus. Das erhöht die Gefahr, dass man
    ein wenig den Faden verliert. Und das, was man eigentlich sagen
    wollte, nicht mehr so gut rüber bringt. Die eigentliche Message
    geht verloren. Und das, obwohl sie so wichtig wäre…

Mein Tipp zu dieser Variante:

Ein Brief ist schon eine sehr emotionale Variante. Eine, die von viel
Invest, von viel Zeit und Mühe zeugt. Doch begibst Du Dich damit auf dünnes
Eis… Denn Du weißt nicht, wie das bei Deinem oder Deiner ex ankommt…


Gibt es eine Vorlage für das Kontaktsperre einleiten per Brief?

Du willst den Brief trotzdem schreiben? Hier eine Inspiration in Form einer
Vorlage:

„Liebe/r,

vor … Tagen haben wir uns getrennt. Noch immer fällt es mir schwer, das
alles zu verstehen. Überhaupt, daran zu denken. Ich weiß immer noch nicht,
wie es überhaupt so weit mit uns kommen konnte. Denn ich hatte die
Hoffnung, dass wir beide auf ewig miteinander glücklich sein könnten.

Und ich leide. Unter starkem Liebeskummer. Ich bin verletzt. Und es ist
schwer für mich, an alles, an Dich zu denken. Manchmal weiß ich einfach
nicht, wie ich damit umgehen soll. Und die Angst, dass ich Dir irgendwo
spontan begegnen könnte, die hilft auch nicht. Weil ich einfach befürchte,
dass bei einem Wiedersehen so vieles wieder in mir hoch kommt…

Deshalb ist mir klar geworden: Ich brauche den Abstand. Ich muss mich
zumindest für eine gewisse Zeit von Dir zurück ziehen. Um in aller Ruhe
über alles nachzudenken. Über die genauen Gründe und Ursachen. Um wieder zu
mir selbst zu finden.

Das alles ist mir immer mehr klar geworden. Doch wird das eben nur
gelingen, wenn wir für eine Zeit erst einmal keinen Kontakt haben. Was
hältst Du deshalb von einer Kontaktsperre? Für eine gewisse Zeit, sagen
wir, … Tage/ Wochen? Wäre das in Ordnung für Dich?

Ich würde mich freuen, wenn Du darüber nachdenken würdest. Und mir sagst,
was Du darüber denkst. Meine Nummer hast Du ja noch. Und wir schauen
einfach, wenn die Kontaktsperre vorbei ist, wie es mit uns beiden
weitergehen soll…

Liebe Grüße,

Dein/e …“

Wie die Kontaktsperre per Anruf einleiten? Alles Wissenswerte zu dieser
Variante!

Und dann gibt es da natürlich noch die Möglichkeit, die Kontaktsperre per
Anruf anzukündigen… Was solltest Du zu dieser Variante wissen?

Vorteile per Anruf:

  • Du erhältst sofort eine Antwort. Und musst nicht warten. Du hast
    gleich Gewissheit!
  • Du kannst Dich direkt erklären. Und auf diese Weise auch auf seine
    oder ihre (Gegen.)Argumente eingehen. (Sofern Du auf diese
    vorbereitet bist, natürlich).

Nachteile per Anruf:

  • Ein Anruf kann ziemlich nach hinten losgehen: Wenn Du ihn oder sie
    zum Beispiel im falschen Moment erwischt. Wenn Du merkst: Er oder
    sie will gar nicht verstehen, warum Du so handelst. Wenn er oder
    sie Dir überhaupt nicht zuhört. Und so weiter..
  • Die Gefahr besteht, dass er oder sie Dich umstimmt. Obwohl Du dies
    überhaupt nicht willst. Doch in diesem Moment war der oder die Ex
    so überzeugend – Du konntest gar nicht anders! Und fühlst Dich
    hinterher umso schlechter…
  • Die Situation kann eskalieren. Indem Ihr streitet. Euch gegenseitig
    beschuldigt. Und so weiter…
  • Es braucht viel Mut für diesen Schritt. Daher solltest Du wirklich
    überzeugt sein, von dem, was Du tust!

Mein Tipp:

Rufe nur an, wenn Du Dir sicher bist! Bereite Dich gründlich auf alles vor.
Bleibe stark. Du hast Deine Entscheidung getroffen. Du spürst, dass sie für
Dich richtig ist. Stehe auch dazu!

Sei darauf gefasst, dass er oder sie die Nachricht nicht so aufnimmt, wie
erhofft. Dass er oder sie überrumpelt wird. Auch dies ist die Gefahr dieser
direkten Kommunikation!

Du kennst nun die verschiedenen Mittel um die Kontaktsperre einzuleiten.
Wie aber die richtige Formulierung finden?


Kontaktsperre richtig formulieren – wie gelingt das?

Hier meine Tipps, kurz und bündig:

  • Übertreibe nicht!
  • Fasse Dich möglichst kurz.
  • Bleibe beim Thema.
  • Schreibe nur das, wohinter Du auch wirklich stehst.

Wie kannst Du die Kontaktsperre einhalten?

Gut, ankündigen und durchführen ist das Eine. Das Andere ist mindestens
genauso schwer – wenn nicht vielleicht noch ein bisschen schwerer: das Ein-
bzw. Durchhalten nämlich.

Deswegen will ich in dem folgenden Abschnitt auf genau diese
Herausforderung eingehen. Dir wichtige Tipps geben, wie Du diese Phase
überstehst. Und zwar OHNE schwach zu werden. Ohne ihn oder sie „mal eben,
ganz kurz“ anzurufen. Oder ihm oder ihr eine kleine Nachricht zu schicken.

Wie also kannst Du Dich an diese Vereinbarung halten?

Die Kontaktsperre durchhalten – meine Tipps für Dich:

Man könnte die Formel für ein erfolgreiches Durchhalten einfach auf den
Punkt bringen. Mit nur einem Wort nämlich: Ablenkung!

Gut, das hört sich einfach an. Aber wir wissen alle: In der Praxis sieht es
dann manchmal so ganz anders aus. Die Versuchung ist ständig da. Mal mehr,
mal weniger stark. Sie nagt an uns. Versucht uns zu verführen.

Und wir können an kaum etwas anderes mehr denken. Alle anderen
Möglichkeiten und Optionen, die wir hätten, treten in den Hintergrund. (und
glaube mir: ich weiß leider sehr gut, wovon ich spreche. Ich weiß noch, wie
es damals bei mir war: Als ich ständig die Hand am Handy hatte, bereit,
SEINE Nummer zu wählen. )

Umso wichtiger ist es, jetzt trotzdem stark zu bleiben. Doch was tun, wie
vorgehen?


Kontaktsperre einhalten, Schritt 1: Denke erst einmal nach.

Die Versuchung ist also mal wieder unendlich groß. Sie nagt an Dir. Du hast
schon fast eine Nachricht in Dein Handy getippt. Bist bereit, diese an ihn
oder sie los zu schicken. Doch Stopp!!

  • Halte inne.
  • Frage Dich, ob das jetzt wirklich gut wäre.
  • Stelle Dir vor, was Du nun alles kaputt machen kannst.
  • Wie groß die Gefahr ist, dass Du Dir alle Chancen auf einen
    Neuanfang mit ihm oder ihr verbaust.

Denn es ist nun mal so: Wenn wir uns zu früh bei dem Anderen melden, kann
dieser Schuss ganz schnell nach hinten los gehen.

Weil die Wunden noch längst nicht alle verheilt sind. Weil die Emotionen
oftmals noch zu präsent sind. Noch immer einen großen, vielleicht zu großen
Einfluss auf uns haben. Weil sie uns zu impulsiven, übereilten Aktionen
verleiten – die wir im Nachhinein vielleicht bereuen. (Und das kennt wohl
jeder von uns, glaube ich.)

Zum Anderen wirst Du dadurch natürlich weniger glaubwürdig. DU hast die
Kontaktsperre eingeleitet. Es war Deine Idee. Alles ging eigentlich von Dir
aus. Und nun hältst Du Dich nicht mal an die Vereinbarung, die getroffen
wurde… Nicht wirklich optimal, würde ich sagen!!


Kontaktsperre einhalten, Schritt 2: Führe Dir Deine Möglichkeiten vor
Augen.

Du hast nun ein wenig nachgedacht. Und das hat die Versuchung hoffentlich
ein bisschen zum Schweigen gebracht! Doch was nun?

Frage Dich, worauf Du Lust hättest. Jetzt, in diesem Moment. Was Dir nun
gut tun könnte.

Ablenkung ist hierbei natürlich das Zauberwort. Doch bitte mit einer
Tätigkeit, die Dir auch Spaß macht! Bei der Du dabei bleibst, und zwar
nicht nur für fünf Minuten. Eine Tätigkeit, die Du nicht halbherzig und
irgendwie machst…

Hier ein paar Vorschläge von mir für Dich. Bei mir haben sie immer gut
geholfen:

  • Treibe Sport. Sport ist nämlich eine ausgezeichnete Möglichkeit,
    sich selbst abzulenken. Und zu fordern. Vor allem in körperlicher
    Hinsicht. Du gehst (in der Regel) vor die Tür. Musst Dich auf das
    konzentrieren, was Du nun tust. Das hilft sehr!!

    Und: Beim Sport werden ja bekanntlich diese kleinen Glückshormone
    wie Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Die sorgen dafür, dass wir
    uns besser fühlen. Und die schwarzen oder grauen Gedanken
    vertreiben….

    Noch dazu wirst Du körperlich fitter. Das ist ja auch nicht zu
    verachten, nicht wahr?!?

Überlege Dir also, auf welche Sportart Du nun Lust hättest. Und setze das
dann in die Tat um! Gerne auch mit einer Freundin oder einem Freund. Auf
diese Weise motiviert Ihr Euch

gegenseitig. Ausreden fallen da umso schwerer!

  • Gehe raus. Überhaupt ist ein wenig Luftveränderung immer eine gute
    Sache. Ich kenne das selbst nur allzu gut: Immer, wenn ich zu lange
    in den gewohnten vier Wänden war, war die Versuchung, IHM zu
    schreiben, besonders groß. Warum? Weil mich in diesen vier Wänden
    so vieles an ihn erinnerte. Weil meine Gedanken früher oder später
    zu ihm zurück kehren MUSSTEN.

    Deshalb half mir das Raus gehen. Es half mir dabei, einen klaren
    Kopf zu bekommen. „Die Welt da draußen“ zu begrüßen. Zu sehen: Hey,
    es passiert so einiges gerade. Das überhaupt wahr zu nehmen,
    lenkt(e) ab. Und hilft…

  • Sei kreativ. Du musst nicht unbedingt vor die Tür. Denn mal
    ehrlich: Wenn es draußen einfach zu kalt, zu grau, zu verregnet,
    etc. ist, ist die Motivation, das Haus zu verlassen, nicht wirklich
    hoch. Doch was tun? Wenn Du eine kreative Ader hast, kannst Du
    diese pflegen! (und wenn Du sie wieder aufleben lassen willst,
    natürlich genau so.) Male. Zeichne. Schreibe ein Gedicht. Mache
    Musik. Stricke, häkle, ,…. Worauf Du Lust hast!!

    Probiere da ruhig einiges aus. Und denke daran: Es geht jetzt nicht
    darum, das nächste künstlerische Meisterwerk zu schaffen. Das dann
    im Louvre zu sehen ist. Nein, es geht einzig und allein darum,
    etwas Kreatives zu tun! Und dabei Spaß zu haben. Habe also keine zu
    großen Anforderungen und Erwartungen an Dich. Das killt nur die
    Freude…. (und auch hier weiß jemand, wovon er spricht. Aber meine
    perfektionistische Ader hat sich in der Hinsicht zum Glück
    gebessert.)

  • Schaue einen Film. Und zwar einen, der Dir richtig gut gefällt.
    Selbst, wenn Du ihn schon zig Mal gesehen hast. Und die Dialoge in
    und auswendig kannst. Na und – wenn er Dir gefällt? Wenn Du Dich
    hinterher gut fühlst?
  • Treffe Dich mit Freunden. Oder anderen Personen, bei denen Du Dich
    einfach wohlfühlst. Bei denen Du so sein kannst, wie Du bist. Auch
    das hilft so sehr! Und ist eine ausgezeichnete Form der Ablenkung.

    Denn Ihr KÖNNT aber müsst nicht über Dich und Deine Situation
    sprechen. Ihr könnt auch einfach „nur“ zusammen sitzen. Witze
    reißen. Die Leute beobachten und sich imaginäre Geschichten zu
    ihnen ausdenken. Shoppen gehen. Computer spielen. Über Gott und die
    Welt philosophieren. Um die Häuser ziehen. Die nächste Reise
    planen. Und und und…

  • Spreche über Deine Situation. Manchmal muss man einfach über sich
    und über alles reden. Weil es einen so sehr beschäftigt. Weil man
    an nichts anderes mehr denken kann. Das Darüber reden kann dann
    eine echte Entlastung sein.

    Tue das also! Vertraue Dich aber bitte nur den Leuten an, die Dein
    Vertrauen auch wirklich verdient haben. Schließlich willst Du ja
    nicht, dass das ausgenutzt wird…

    Sei offen und ehrlich dabei. Spiele nichts vor – das bringt
    überhaupt nichts. Und nur dann wirst Du auch gutes Feedback
    bekommen.

Feedback ist überhaupt manchmal sehr gut. Diese neutrale Sicht von außen,
die manches wieder schön gerade rückt. Denn mitunter sehen Andere einfach
klarer, was ist…

  • Mache Meditation/ Atemübungen/ Yoga. Auch so eine gute Form der
    Ablenkung. Eine, die einen wieder zu sich selbst führt. Wieder zu
    sich selbst zurück bringt. Und den Fokus auf die eigentlichen Wünsche und Bedürfnisse legt. Warum? Weil es
    eine sehr innerliche Form der Ablenkung ist. (Wobei das
    Wort Ablenkung in diesem Zusammenhang vielleicht nicht so ganz
    passt.)

    Die aufgewühlten Gedanken beruhigen sich. Wir atmen automatisch
    tiefer ein und aus. Werden immer ruhiger. Und erkennen, was wir
    wirklich wollen. Denn wir sind nun bei uns, mehr und mehr. Können
    über diesen einen Moment der Versuchung hinaus sehen. Allein schon
    dafür lohnt es sich!

  • Höre Musik. Keine Lust auf Meditation und Co? Dann drehe einfach
    die Musikanlage ein bisschen lauter auf (aber bitte nicht so, dass
    die Nachbarn einen Hörsturz bekommen.) Und singe lauthals bei
    Deinen Lieblingssongs mit!
  • Gehe in ein Café. In dieses eine, das so leckere Kuchen und Torten
    backt. In denen Du Dich so richtig wohlfühlst – den gemütlichen
    Sesseln sei Dank. Bestelle Dir eine heiße Schokolade oder eine
    Tasse Kaffee/ Tee – und genieße es einfach, hier zu sein!
  • Koche oder backe. Und nein, damit meine ich jetzt nicht, einfach
    die Fertigpizza in den Ofen zu schieben. Schmeckt zwar auch, ist
    aber nicht so erfüllend wie etwas selbst zu backen und zu kochen.

    Und nein, Du musst wirklich kein Gourmetkoch mit tausendjähriger
    Erfahrung sein, um etwas Essbares zu fabrizieren. Es reicht, wenn
    Du ein Lieblingsrezept hast, das Dir ganz gut gelingt. Oder wenn Du
    einfach besser kochen oder backen möchtest. Wenn Du auf eine
    bestimmte Speise Lust hast. Anregungen findest Du genug – on- wie
    offline.

    Genieße das Essen dann auch! Und halte beim Kochen/ Backen und
    Essen ruhig immer mal wieder inne. Um zu schnuppern, um diese
    köstlichen Aromen in Dich aufzunehmen.

  • Nehme ein heißes Bad oder eine heiße Dusche. Am besten mit einem
    duftenden Badezusatz. Oder dem Lieblingsduschgel. Verwöhne Dich und
    Deinen Körper. Denn Ihr beide habt es verdient!
  • Nehme den Moment jetzt mit all Deinen Sinnen auf. Und zwar ganz
    bewusst. Mit den Augen: Was siehst Du? Was passiert gerade um Dich
    herum? Mit den Ohren: Was ist zu hören? Welche Geräusche kommen Dir
    bekannt vor? Und welche weniger? Mit der Nase: Was ist zu riechen?
    Kannst Du all die Gerüche identifizieren? Mit den Händen: Taste
    ruhig ein wenig herum – am besten mit geschlossenen Augen. Und so
    weiter…

Und wenn die Versuchung zu groß wird? Wenn es Dir so schwer fällt, die
Kontaktsperre wirklich durchzuhalten?

Dann helfen Dir vielleicht die folgenden Tipps:


1.) Schreibe alles auf, was jetzt in Deinem Kopf herum geht!!

Ja, dieser Druck ist so groß gerade. Aber: Du kannst ihn bewältigen! Das
Schreiben hilft hierbei nämlich ganz gewaltig. Nimm also Stift und Papier
zur Hand. Und halte alles fest, was Dir jetzt gerade durch den Kopf geht.
Das erleichtert so sehr, versprochen!

2.) Schicke den Text aber nicht gleich ab!

Der emotionale Druck in Dir ist hoffentlich schon weniger geworden. Aber:
Lasse den Text erst einmal liegen. Schicke ihn nicht ab. Sondern behalte
ihn bei Dir.

3.)
Gehe
raus
!

Was in der Hinsicht gut ist, das habe ich Dir ja im letzten Abschnitt schon
eingehend erläutert. Denn durch die Luftveränderung kommen wir automatisch
auf andere Gedanken. Wir werden – auf eine gute Weise – abgelenkt durch
das, was draußen vor sich geht. Wir sind fast schon gezwungen, uns mit der
„Welt da draußen“ zu beschäftigen. Und das kann jetzt nur hilfreich sein..

4.) Treffe Dich mit Anderen.

Und versuche, Spaß mit ihnen zu haben. Das klappt vielleicht nicht sofort.
Aber je länger Du mit den Personen zusammen bist, bei denen Du Dich
wohlfühlst: Umso mehr wirst Du auch los lassen können. Und ganz in diesem
einen Moment sein…

(Du kannst natürlich auch über alles reden, wenn Du möchtest. Je nachdem,
wie Dir gerade zumute ist.)

5.) Lösche die Nachricht!

Sofern Du das nicht schon längst getan hast. Denn sicher ist nun mal
sicher, nicht wahr? (Du kannst Dir die Nachricht auch gerne noch einmal
durchlesen. Um so zu verstehen, was der Text in Dir auslöst. Ob Du ihn noch
einmal so schreiben würdest.)

6. ) Tue Dir bewusst etwas Gutes.

Und verwöhne Dich selbst. Besonders dann, wenn Du mal wieder einen
besonders harten Moment erfolgreich überstanden hast. Wenn Du weißt: Die
Versuchung war da. Doch Du hast widerstanden.

Zeit für Blumen, ein Stück guter Schokolade, einen schönen Film,… worauf
immer Du Lust hast!! Hauptsache, es tut Dir gut. Du fühlst Dich wohl damit.
Das ist das Allerwichtigste!


Fazit!

Eine Kontaktsperre ist ein Schritt, der reiflich überlegt sein will. Und
der gut rüber gebracht werden muss!

Daher solltest Du Dir wirklich Zeit für alles nehmen. In Dich hinein
horchen. Und feststellen, welche Variante am besten für Dich ist. Womit Du
Dich am wohlsten fühlst.

Schreibe nur das, was Du auch wirklich denkst. Nur so kommt es gut rüber.
Und Du wirst einen positiven Eindruck hinterlassen. Auch dies ist nämlich
nicht ganz unwichtig. Denn Du willst Dir ja nichts verbauen…