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Krank durch Liebeskummer

Du hast Dich gerade frisch getrennt? Oder leidest noch immer darunter, dass Deine Liebe vor einiger Zeit zerbrochen ist?

Der Liebeskummer ist also sehr, sehr groß? Und er scheint Dich ganz krank zu machen? Doch gibt es das überhaupt: Dass man krank durch Liebeskummer wird? Dass man körperlich wie seelisch sehr, sehr leidet?

Ja, das kommt leider häufiger vor, als man denkt! Und auch ich habe da so einiges an Erfahrungen machen müssen. Deshalb habe ich mich auch intensiv mit dem Thema befasst. Und möchte Dir hier, in diesem Beitrag zeigen:

a) Warum man durch Liebeskummer eigentlich krank wird.

b) welche Auswirkungen Liebeskummer allgemein auf den Körper und die Seele hat.

c) wie es zu einer Depression kommen kann.

d) Was Du selbst dagegen tun kannst.


Warum wird man krank durch Liebeskummer?

Liebeskummer ist eine sehr ganzheitliche Sache. Die alle drei Ebenen in uns ergreift: die körperliche, die seelische sowie die geistige. Es ist somit sehr komplex. Und nicht nur die Seele leidet. Sondern eben auch der Körper sowie der Geist.

Alles scheint somit verrückt zu spielen. Das macht es natürlich nicht einfacher. Vor allem, wenn man sich „nur“ mit einer Ebene beschäftigt. Und die anderen völlig außen vor lässt.

Schauen wir uns also mal genauer an, wie es um diese drei Ebenen bestellt ist! Und warum es eigentlich so kommt. Wie Liebeskummer also Seele, Geist und Körper beeinflusst.

Warum scheint bei Liebeskummer alles so verrückt zu spielen?

Es hängt alles miteinander zusammen in uns. (Und das gilt nicht nur bei Liebeskummer.) Anders ausgedrückt heißt dies: Seele und Körper sowie der Geist hängen untrennbar miteinander zusammen.

Und das bedeutet wiederum: Unsere seelische Verfassung beeinflusst unmittelbar die körperliche. Und da es sich bei Liebeskummer nun mal um eine emotionale, sprich seelische Angelegenheit handelt, ist klar. Der Körper reagiert darauf ebenfalls.

Wer das vergisst bzw. verdrängt, der tut sich selbst keinen Gefallen. Im Gegenteil! Und wird sich umso schwerer damit tun, alles zu überwinden. Mit den (körperlichen) Problemen, die durch den Liebeskummer nun aufkommen, zurecht zu kommen…

 

Doch warum ist das eigentlich so? Warum hat (nicht nur diese) seelische Belastung solch einen Einfluss?

Warum können seelische Belastungen unseren Körper beeinflussen?

Hier hilft ein Blick auf die Wissenschaft. Denn Experten haben herausgefunden: Gewisse Areale in unserem Gehirn liegen nach dem Aus, nach dem Zerbrechen der Liebe für eine Zeit brach. Zwar ist diese Zeitspanne nur sehr kurz. Doch hat sie eben ihre Auswirkungen…

Denn es sind wichtige Bereiche. Nämlich jene, die für Emotionen, Antrieb sowie Motivation zuständig sind. Genau das Gleiche gilt auch für jene, die das Schlaf- und Essverhalten steuern.

 

Das erklärt somit, warum man sich bei Liebeskummer oftmals so müde, so abgeschlagen, so ohne jeglichen Antrieb fühlt. Warum man nachts einfach nicht mehr durchschläft. Sondern mitten in der Nacht aufwacht. Um dann stundenlang wach zu liegen. Allein mit sich, mit all diesen schwarzen Gedanken.

Ganz zu schweigen von dieser bleiernen Müdigkeit, die einen nun ständig zu umgeben scheint. Man hat auf nichts mehr Lust. Aber auf wirklich gar nichts! Jede kleinste Anstrengung scheint schon zu viel zu sein. Und das Sofa wird auf einmal zum bequemsten, verführerischsten Platz der Welt. Aufstehen, sich anziehen, etc? Viel zu anstrengend, viel zu, ja, ermüdend.

Und man scheint keine Kraft mehr zu haben für „das Leben da draußen“. Raus gehen, Freunde treffen, Sport machen: All diese Aktivitäten scheinen jetzt ganz, ganz weit weg zu sein. Zu Hause ist es scheinbar schöner. Unanstrengender. Und so bleibt man eben dort, in den eigenen vier Wänden. In diesem Kokon, in dem man sich mehr oder weniger eingeigelt hat.

 

Hinzu kommen oftmals noch Appetitlosigkeit. Oder Heißhungerattacken, je nachdem. Du hast überhaupt keine Lust mehr zu essen. Geschweige denn zu kochen. Oder einkaufen zu gehen. Vielleicht reicht die Kraft gerade noch aus, um Dir eine Pizza zu bestellen. Oder was Ähnliches. In der Küche stapelt sich das Geschirr. Abwaschen, aufräumen? Siehe oben: Das scheint Deine Kräfte zu übersteigen. Doch Achtung: Auf diese Weise kannst Du einiges an Gewicht verlieren. Pass auf: Das kann nämlich schnell gefährlich werden, so eine unfreiwillige Crash Diät… Und gravierende körperliche Folgen nach sich ziehen…!

Genauso gut kann es aber wie gesagt auch zu Heißhungerattacken kommen. Und so isst Du eben nicht ein Stück Schokolade. Sondern gleich die ganze Tafel. Oder leerst die Tüte Chips. Essen ist nun in gewisser Weise zum Seelentröster geworden. Die Folge: Du fühlst Dich hinterher nicht wirklich besser. Denn Essen ist in diesem Fall „nur“ eine Form der Ablenkung. Eine, die allerdings nur kurzfristig anhält. Und dann, spätestens wenn der – im wahrsten Sinne des Wortes – Kummerspeck auf den Hüften ist, fühlst Du Dich noch mieser…

 

Und noch etwas gibt es in der Hinsicht zu sagen: Das alles schwächt auch das Immunsystem. Und so werden wir, wird unser Körper, bei Liebeskummer deutlich anfälliger für den Einfall und Angriff von Bakterien, Viren, Erregern und Co. Wir werden leichter krank. Etwas, was man vielleicht auch nicht unbedingt auf dem Zettel hat, wenn man an Liebeskummer denkt…

Wie beeinflussen seelische Belastungen unseren Körper?

Schauen wir uns nun an, auf welche Weise eigentlich der Körper auf den Liebeskummer reagiert. Ich habe Dir ja schon erzählt, welche Areale in unserem Gehirn davon betroffen sind. Doch bedeutet das infolgedessen für unseren Körper vor allem eine Sache: Er leidet jetzt unter purem Stress! Stress, der zu diesem großen, emotionalen Schmerz noch mit hinzu kommt.

Schauen wir uns das Ganze einmal genauer an:

Die Gefühle toben jetzt in einem. Das hormonelle Gleichgewicht, das vorher bestand, löst sich vollkommen auf. Alles ist nun durcheinander geraten. Es fühlt sich an, als sei man in einem „emotionalen Schleudergang“ gefangen. Als werde man von seinen Emotionen hin und her geworfen. Als sei man inmitten dieses großen, starken Tornados. Und diesem machtlos ausgeliefert.

Unser Körper versucht diesen Zustand natürlich möglichst gut in den Griff zu bekommen. Doch was ist die Lösung?

  • Er schüttet jetzt vermehrt Stresshormone aus.
  • Genauer gesagt Adrenalin und Cortisol.
  • Diese Stoffe sollen ihm die Power geben, besser mit dieser Situation umgehen zu können.
  • Und kurzzeitig hat man auch Auftrieb, Energie. Will die Sache anpacken.
  • Bis dann alles abfällt.
  • Und man sich einfach nur müde fühlt.

Denn es ist zu viel an Stresshormonen, was da ausgeschüttet wurde. Zu viel an Stoffen über eine zu lange Zeit. Denn das Ding mit Adrenalin und Co ist: Sie wirken nur kurzfristig. Und da es sich bei Liebeskummer bekanntlich um eine Sache handelt, die eben NICHT von heute auf morgen vorbei ist: Erschöpft das den Körper umso mehr.

Die Folge davon:

Du fühlst Dich jetzt

  • ohne jeden Antrieb
  • mutlos
  • Du hast keine Hoffnung mehr.
  • Keine Energie für irgendetwas.
  • Du bist ständig müde.
  • Du leidest vielleicht unter höherem Blutdruck.
  • Du willst nichts mehr essen. Denn Deine Kehle ist scheinbar wie zugeschnürt.
  • Oder das Gegenteil tritt wie gesagt ein: Du könntest Berge an Seelentröstern wie Schokolade und Co vertilgen.
  • Das Leben scheint für Dich keinen Sinn mehr zu haben.
  • Du hast Mühe, Dich auf irgendetwas für eine längere Zeit hinweg zu konzentrieren. Bei der Sache zu bleiben.
  • In Dir ist diese große, innere Leere.
  • Du kannst nicht mehr durchschlafen.

Du siehst: Es ist eine sehr, sehr stressige Zeit. Nicht nur für Deine Seele. Sondern eben auch für Deinen Körper.

Denn er leidet mit. Und er wird geschwächt – natürlich! Denn für ihn ist es ebenfalls sehr, sehr belastend. Langfristig kann sich das Ganze zudem sehr negativ auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken. Und den Körper zusätzlich schwächen.

Doch erst einmal ist es so: Die Abwehrkräfte können nicht mehr ihre ganze Arbeit tun. Und das macht es Bakterien, Erregern und Viren aller Art leichter, nun „Einlass“ zu erhalten. Deshalb kommt es gerade jetzt, in dieser so anstrengenden Zeit, oftmals zu Krankheiten, Infekten oder Infektionen…

Seelische Belastungen können zudem zu seelischen Krankheiten führen.

Damit (leider) noch nicht genug. Denn auch unsere Psyche geht aus dem Liebeskummer natürlich nicht unbeschadet davon. Herzschmerz wirkt sich ebenfalls unmittelbar auf die Gefühle, auf die Seele aus. Und kann mitunter schwere Auswirkungen haben…

 

Warum aber ist das so? Nun, wenn man darüber nachdenkt, ist es eigentlich ziemlich verständlich:

  • Die große Liebe hat einen gerade verlassen.
  • Und eine ziemliche Lücke im Leben hinterlassen.
  • Man hat das Gefühl, jetzt umso mehr allein, ja, einsam zu sein. (auch, wenn nach wie vor wertvolle Menschen um einen herum sind. Doch ist das irgendwie nicht das Gleiche, nicht wahr?)
  • Man hat das Gefühl, wertlos zu sein. Die Liebe nicht verdient zu haben. Sonst wäre man ja nicht verlassen worden, nicht wahr?!?
  • Man hat das Gefühl, dass einem die aktuelle Situation über den Kopf wächst. Man fühlt sich mit allem, aber auch wirklich allem, überfordert.

Um es kurz zu machen: Die „schwarzen“ Gedanken haben einen fest, sehr fest, im Griff. In sich ist kaum noch Raum für Hoffnung, für Zuversicht. Ganz zu schweigen von Lebensfreude. All diesen unbeschwerten Momenten, die man einst erlebte – wie lang scheint dies nun her zu sein!

Stattdessen: Schwärze. Verzweiflung. Trauer. Sehnsucht nach dem Glücklich sein. All diesen schönen Momenten. Nach IHM oder IHR.

Und je länger dieser „schwarze“ Zustand andauert: umso labiler wird man auch. Man zieht sich selbst runter. Macht sich vielleicht selbst große Vorwürfe: Ach, hätte man sich damals doch so oder so verhalten. Hätte sich in jenem Augenblick mehr angestrengt. Ach, wäre man doch überhaupt schöner, klüger, intelligenter…

Das geht natürlich auf Kosten des Selbstbewusstseins. Des Glaubens an sich selbst, an die eigene Stärke. An die eigenen Fähigkeiten.

Und das macht einen auf lange Sicht gesehen anfälliger für diverse seelische Krankheiten. Der Klassiker in diesem Zusammenhang ist – leider – die Depression. Und je länger diese anhält, umso schwerer wird es auch, mit ihr zurecht zu kommen. Sie erfolgreich hinter sich zu lassen… (Doch mehr zu diesem Thema später.)

 

Nun hast Du gesehen, auf welche Weise und Warum Liebeskummer eigentlich Krankheiten erzeugt und begünstigt. Aber von welchen Krankheiten sprechen wir eigentlich? Mit genau dieser Frage befasst sich das nächste Kapitel:

Welche Liebeskummer Krankheiten gibt es?

So viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten: Es gibt mehrere Krankheiten, die im Zuge des Liebeskummers auftreten können. Können, wohlgemerkt – es ist bei jedem stets ein wenig anders. Doch werfen wir hier mal einen Blick auf jene Beispiele, die nun besonders häufig zu beobachten sind:

Krankheiten gibt es bei Liebeskummer sowohl auf der physischen als auch auf der psychischen Ebene

Beginnen wir mit den rein körperlichen Symptomen. Warum und wie diese entstehen können, das habe ich Dir ja bereits weiter oben schon sehr ausführlich erklärt. Doch nun geht es mir darum, Dir einen möglichst konkreten und genauen Überblick zu geben.

Deshalb habe ich hier eine Tabelle für Dich erstellt: Die die Krankheit, aber auch die Begleiterscheinungen, sprich, die Symptome, beinhaltet:

 

Physische Krankheit/ Beschwerden Symptome
Magen-Darm-Beschwerden Du leidest unter Verstopfung, Durchfall, Stoffwechselproblemen sowie Bauchschmerzen.
Migräne Du bekommst immer wieder überfallartig starke Kopfschmerzen. Die Dich schachmatt setzen.
Herzprobleme Du verspürst ein Stechen in der Brust. Es kommt zu unregelmäßigem Herzschlag – und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Vielleicht tritt auch Herzrasen auf.
Erschöpfungszustände Ständige Müdigkeit ist in Dir. Sowie Abgeschlagenheit. Du bist gereizt. Du könntest schon beim kleinsten Anlass in Tränen ausbrechen. Du fühlst Dich Deinem Alltag mitsamt all seinen Herausforderungen einfach nicht mehr gewachsen
Kreislaufprobleme Du leidest unter Schwindel, zT. Atemnot. Du fühlst Dich schwach und zittrig. Es wird Dir schwarz, wenn Du (zu schnell) aufstehst.
Schlafstörungen Du leidest unter großen Einschlaf- oder Durchschlafproblemen. Wachst gerädert auf, Bist ständig müde. Du fühlst Dich einfach nur abgeschlagen. Bist auf Grund dessen immerzu gereizt. Kannst nicht mehr entspannen. Deine Stimmung ist labil.
Atemnot Du hast das Gefühl, dass Du keine Luft mehr bekommst. Bzw. dass Du einen dicken, fetten Kloß im Hals hast. Dass Dir ein großer, schwerer Stein auf der Brust sitzt. Dein Atem ist flach und gepresst. Dein Hals ist ständig trocken. Selbst reichlich trinken scheint da nicht zu helfen.
Leistungseinbruch Du hast große Schwierigkeiten, Dich für längere Zeit zu konzentrieren. alles scheint jetzt zu viel zu sein
Gewichtsprobleme Entweder durch die Appetitlosigkeit oder den Heißhunger. Je nachdem, welche Beschwerden nun bei Dir auftreten!

Ich möchte hierzu noch eine wichtige Anmerkung machen: Nicht alle Symptome müssen natürlich zusammen bei Liebeskummer auftreten! (Das wäre ja auch wirklich ein bisschen ZU heftig.) Doch können schon einige dieser Beispiele auftreten, wie die Erfahrung gezeigt hat.

Und noch etwas: ich habe oft beobachtet, dass der Einzelne zu ganz bestimmten Symptomen tendiert. Was das konkret bedeutet? Ein guter Freund von mir bekommt bei Stress immer Zahnschmerzen. Ein anderer wiederum hat dann Migräne.

Vielleicht ist es auch bei Dir so? Dass Du unter bestimmten Krankheiten und Beschwerden bei großem (emotionalen) Stress leidest? Es lohnt sich auf jeden Fall, sich das mal ein wenig genauer anzuschauen! Und entsprechend darauf zu reagieren.

So, die wichtigsten körperlichen Beschwerden, die bei Liebeskummer auftreten, kennst Du jetzt. Aber es gibt da auch einen Sonderfall. Den ich Dir an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten möchte! Welcher Sonderfall das ist? Lies einfach selbst:

Der Sonderfall bei Liebeskummer – das Broken Heart Syndrom

Es ist an dieser Stelle eine gute Gelegenheit, sich zu fragen: Woher kommt der Begriff Herzschmerz eigentlich?

Nicht von ungefähr, so viel steht fest! Denn durch das Aus, durch die Trennung des geliebten Partners, der geliebten Partnerin, kann es zu organischen Störungen kommen. Und in extremen Fällen zu dem sogenannten Broken Hearts Syndrom.

Vielleicht kannst Du mit dieser Krankheit nicht wirklich etwas anfangen. Daher möchte ich sie Dir an dieser Stelle ein wenig genauer vorstellen:

Was ist die Krankheit Broken Hearts Syndrom?

Im medizinischen Bereich ist dies der Begriff für Schmerzen. Entweder am Herz oder in der Brust. Und dreimal darfst Du raten: Sie steht oft in enger Verbindung mit dem Liebeskummer.

Warum das so ist? Aus diesen Gründen:

  • Das Herz ist ein sehr sensibles Organ.
  • Ein Organ, das sehr stark auf Hormonschwankungen reagieren kann.
  • Sowie natürlich auf den großen Stress.

Sprich: Auch der Liebeskummer wird nicht spurlos an Deinem Herzen vorbeigehen. Doch was ist die Folge davon?

  • Durch all die Stressfaktoren kann es zu Funktionsstörungen am Herzen kommen.
  • Nun verkrampfen die kleinen Gefäße, die sich am Herzkranz befinden.
  • Es kommt zu einer schlechteren Durchblutung des Herzmuskels.
  • Der dann nicht mehr seine volle Arbeit tun kann.

Es kann also zu den gleichen Veränderungen kommen, die auch bei einem Herzinfarkt zu beobachten sind. (Deshalb denken Betroffene oft, dass sie gerade eine solche Attacke erleiden.) Doch gibt es einen gravierenden Unterschied. Die Herzgefäße sind weiterhin frei durchgängig.

Was sind die Symptome bei dem Broken Hearts Syndrom?

Ein ganz typisches Symptom ist wie gesagt der Schmerz am Herz oder in der Brust. Ferner kann es zu Atemnot oder zumindest zu Beschwerden in dieser Hinsicht kommen.

Diese Symptome können immer wieder auftreten. Wenn dem so sein sollte: nimm das bitte ernst! Und lasse das medizinisch abklären. Denn sicher ist nun mal sicher. Und Du tust Dir selbst keinen Gefallen, wenn Du das verdrängst..

Was tun, wenn Du unter dem Broken Hearts Syndrom leidest?

Ich hoffe, ich konnte Dir zeigen: Mit dieser Krankheit solltest Du nicht unbedingt spaßen. Deshalb sind meine Ratschläge an Dich:

  • Gehe zu Deinem Arzt.
  • Und lasse Dich gründlich medizinisch checken.

Sonst kann es nämlich schnell zu gravierenden körperlichen Problemen kommen. Die alles nur noch schlimmer machen. Und ich hoffe an dieser Stelle mal, dass Du das lieber verhindern willst…

In der Regel wird es nun konkret darum gehen, all den Stress und die Angst so gut es geht zu reduzieren. Wenn das gelingt, sollten diese Beschwerden meist ziemlich schnell zurück gehen. Doch wie gesagt: Nimm das Ganze bitte ernst!

 

Du hast nun gesehen, welche körperlichen Probleme durch den Liebeskummer auftreten können. Doch gibt es natürlich noch die psychischen Varianten. Welche aber sind das? Dieser Frage widmen wir uns im nächsten Kapitel:

Liebeskummer Krankheiten, die auf der psychischen Ebene auftreten können

Damit Du eine bessere Übersicht hast, habe ich auch hier wieder eine Tabelle für Dich erstellt. Eine Tabelle, die sowohl Krankheit als auch die Symptome umfasst:

 

Psychische Krankheit Symptome
Depression Du leidest unter großer Müdigkeit unter innerer Antriebslosigkeit sowie Leere. Verzweiflung umgibt dich – bis hin zu einer großen Todessehnsucht
Soziale Isolation Du ziehst Dich immer mehr von Deiner Umgebung zurück. Hast das Gefühl, nicht gut genug für alles zu sein. Du schämst Dich vor den Anderen, kannst ihnen nicht mehr (länger) in die Augen sehen. Du empfindest ein starkes Misstrauen deiner Umgebung gegenüber. Kannst ihre Liebe und Unterstützung, den Halt, den sie Dir jetzt geben wollen, nicht annehmen. So gerne Du das vielleicht auch tun würdest.
Aggressives Verhalten Du hast scheinbar plötzliche Wutanfälle, die aus dem nichts kommen. Es herrscht in Dir eine ständige Unzufriedenheit, dieses Gefühl, von niemandem, aber auch wirklich niemandem verstanden zu werden. Du könntest bei jeder kleinsten Gelegenheit ausrasten.
Angststörungen Du hast/ entwickelst ein starkes Misstrauen der Umgebung gegenüber,. Du hast Angst vor bestimmten Situationen und/ oder vor der Begegnung mit Anderen. Hinzu kommen große Selbstzweifel. Du ziehst Dich immer mehr von allem zurück.
Panikattacken Überfallsartige Panik, die in verschiedenen Situationen auftritt. Es kommt zu Symptomen wie Atemnot, dem Gefühl, gleich sterben zu müssen. All das, was um Dich herum ist, passiert, scheint jetzt irreal und ganz weit weg zu sein. Du leidest unter Herzrasen, feuchten Hände, starkem Zittern,… Vermeidest anschließend bestimmte Situationen, in der Hoffnung, diesen Attacken zu entgehen. (meist vergebens)

Ich möchte im Folgenden noch genauer auf die Depression eingehen. Denn es ist leider sehr oft zu beobachten, dass diese Krankheit im Zuge des Liebeskummers auftritt. Daher hier eine ausführlichere Beschreibung:

Depression durch Liebeskummer – was solltest Du hierzu wissen?

Vielen ist nicht bewusst, dass sich eine Depression direkt aus dem Liebeskummer ergeben kann. Auch deshalb ist es mir so wichtig, dass wir diese Krankheit nun hier ein wenig mehr erläutern:

Kannst Du durch Liebeskummer depressiv werden?

Zunächst einmal möchte ich Dir an dieser Stelle Folgendes mitgeben: Es ist völlig normal, dass Du Dich nach dem Aus nun verunsichert fühlst. Einsam. Dass Du trauerst. Dass Du schwere Momente hast. Das ist alles, wie gesagt, vollkommen normal.

 

ABER: Dieser Schmerz sollte mit der Zeit immer weniger werden. Wir sprechen hierbei in der Regel von einigen Wochen bis Monaten. Je nachdem, wie stark der Liebeskummer ist.

Und Du findest immer mehr wieder zu Dir zurück. Verspürst Hoffnung und Lebensfreude. Kannst ein neues Kapitel in Deinem Leben aufschlagen. Kurz: Du hast alles überwunden. (Und bist in der Regel sogar gestärkt daraus hervor gegangen.)

 

Doch manchmal passiert das einfach nicht. Manchmal leidet man anschließend weiter unter diesen schwarzen Momenten. Da kommt auch die persönliche Vorprägung mit ins Spiel. Wenn man beispielsweise vorher schon zu depressiven Stimmungen neigte. Oder /und unter einem geringen Selbstwertgefühl litt, sich und seine Bedürfnisse nie wirklich annehmen und akzeptieren konnte. Oder ein labiler Gemütszustand. Jeder tickt da anders. Doch all dies sind so Faktoren, die die Depression – leider – begünstigen können…

Wann kommt es zu einer Depression bei Liebeskummer?

Wer sich die fachliche Definition von depressivem Verhalten einmal genauer anschaut, der kann nachlesen: „Auslöser hierfür können einschneidende Veränderungen sein.“

Nun, bei Liebeskummer, bei einer Trennung handelt es sich um eine solche einschneidende Veränderung. Das sollte eigentlich außer Frage stehen. Hinzu kommen nun all diese Stressfaktoren. Und das macht alles nur noch schlimmer. Lässt den Liebeskummer bzw. die Depression erst richtig mächtig werden. Und man fühlt sich dann umso schlechter…

 

Und, was vielen ebenfalls nicht bewusst ist: Eine Depression kann den Liebeskummer noch verstärken bzw. begünstigen. Umgekehrt gilt das natürlich auch!

Wie kannst Du erkennen, ob Du nach dem Liebeskummer eine Depression hast?

Leider lässt sich das nicht so ganz genau sagen. Denn die Grenze, die zwischen „Normalem“ Trennungsschmerz sowie einer klinischen Depression gezogen wird, ist fließend. Deshalb wird hier der Zeitfaktor heran gezogen.

Dabei gilt Folgendes:

  • Die depressiven Symptome sind sechs bis acht Wochen nach der Trennung noch immer vorhanden. Und werden einfach nicht schwächer.
  • Zugleich hat man große Mühe, den Alltag zu bewältigen.
  • Man kann nicht mehr schlafen. Auch Ernährung sowie weitere Aktivitäten werden auf diese Weise (noch immer) in Mitleidenschaft gezogen.
  • Weiterhin treten Selbstmordgedanken und Todessehnsucht auf.

Das alles können Hinweise darauf sein, dass eine Depression vorliegt. Doch Achtung! Das kann wirklich nur ein Experte feststellen. Deshalb solltest Du Dich gründlich in dieser Hinsicht untersuchen lassen.

Welche Liebeskummer Depression Symptome treten typischerweise auf?

Hier ein rascher Überblick:

  • Traurigkeit oder depressive Stimmung
  • Antriebslosigkeit
  • Interesselosigkeit
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Schuldgefühle
  • Gefühl von innerer Leere
  • Wut gegenüber sich selbst
  • alles scheint so sinnlos
  • Hoffnungslosigkeit
  • Zukunftsangst
  • tiefe Verzweiflung
  • Verlust der Libido
  • gestörtes Essverhalten (Appetitlosigkeit oder „Fresssucht“)
  • evtl. Suizidgedanken

Was kannst Du gegen depressives Verhalten nach Liebeskummer tun?

Ich möchte Dir eines dringend ans Herz legen: Bitte tue so schnell wie möglich etwas dagegen! Denn eines ist sicher. Je länger Du mit dieser Krankheit alleine bleibst, umso schwerer wird es für Dich werden.

Eine Therapie kann Dir jetzt in der Regel am besten helfen. Ob mit oder ohne Medikamente, die Dich nun unterstützen. Zumal es oft eine wahre Erleichterung ist, sich jemandem anzuvertrauen. Genauer gesagt einem Experten, einem Therapeuten oder Psychologen, der sich wirklich mit dem Thema auskennt. Und Verständnis sowie Geduld für Deine Situation hat.

Zusammen könnt Ihr in aller Ruhe Deine Situation beleuchten. Darüber nachdenken, warum es überhaupt so weit gekommen ist. Du kannst wichtige Muster in Deinem Verhalten, Deinem Denken erkennen. Wichtige Erkenntnisse gewinnen. Und Pläne für die Zukunft schmieden.

 

Wir haben uns nun ausführlich die Krankheiten bei Liebeskummer angeschaut. Doch stellt sich nun die Frage: Kannst Du dem ganzen auch vorbeugen? Damit es nicht so weit kommen muss?

Kannst Du gegen Krankheiten bei Liebeskummer vorbeugen?

Ja, das ist möglich! Deshalb habe ich hier eine Schritt für Schritt Anleitung für Dich. Damit Du gesund bleibst – Liebeskummer hin oder her.

Schritt 1: warum kam es überhaupt zur Trennung?

Wer kennt es nicht, diese Gedanken nach der Trennung? Gedanken wie „Ich bin schuld.“ „Ich hätte mich so oder so verhalten sollen..“, „Ich war wohl einfach nicht gut genug für ihn oder sie“… Solche Gedanken sind nach der Trennung ganz typisch. Lieder.

Denn: man macht auf diese Weise alles nur noch schlimmer. Man macht sich selbst Vorwürfe, über alles mögliche. Und das zieht einen erst recht runter…

Das geht natürlich zulasten der Psyche. Des Selbstwertgefühls. Und das wiederum schwächt auch Dein Immunsystem! Denn, wie bereits oben ja behandelt: Wer eine geschwächte Seele hat, der schwächt auf lange Sicht gesehen auch seinen Körper.

Verzeihe Dir also selbst! Darum geht es im nächsten Schritt:

Schritt 2: Ziehe Dich nicht weiter runter. Mit den richtigen Erkenntnissen:

Bitte höre auf, die folgenden Sätze zu sagen (oder auch nur zu denken). Denn sie sind wahres Gift für Dich. Gerade jetzt:

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „ich bin einfach nichts wert.“
  • „Ich habe stets nur Pech.“ (in der Liebe, überhaupt).
  • „Ich kann nichts.“
  • „Ich bin wenig bis kaum liebenswürdig.“
  • „Alle anderen sind besser als ich.“

(und so weiter. Diese Liste ließe sich bestimmt noch sehr lange fortsetzen.)

 

Was diese Sätze gemeinsam haben? Sie zeigen, wie wenig man sich selbst liebt. Wie wenig man sich selbst annehmen kann. Vielleicht sogar, wie sehr man sich selbst hast. Und man verkennt eines: Wie wertvoll man doch ist.

Was solltest Du jetzt tun?

Zunächst einmal: Keiner ist von Haus aus besser, schöner, intelligenter, … als andere. Denn JEDER von uns hat seine ganz persönlichen Begabungen, Talente und Fähigkeiten. Und das gilt natürlich auch für Dich…!

Deshalb: Betrachte Dich, Deine Situation realistisch. Niemals ist nur eine Person schuld daran, dass es zur Trennung kam. Denn: Es gehören dazu, sowie zur Partnerschaft natürlich, immer zwei dazu…

Daher solltest Du Dir Folgendes vor Augen führen:

  • Mit Euch beiden hat es vielleicht einfach nicht gepasst. Ihr wart vom Charakter zu verschieden.
  • Du hast in ihm oder ihr etwas gesucht, das er oder sie Dir nicht geben konnte oder wollte. Vielleicht war es auch umgekehrt.
  • Du warst zu abhängig von ihm oder ihr.
  • Er oder sie hat sich eingeengt gefühlt.
  • Ihr hattet Euch irgendwann einfach nichts mehr zu sagen.
  • Ihr habt im Laufe der Zeit andere Wünsche, Ziele, Hoffnungen und Träume in Bezug auf die Zukunft entwickelt. Auch in der Hinsicht passte es also nicht mehr.
  • Es gab einfach zu viele Konflikte, die sich nicht auflösen ließen.
  • Die Gefühle des Anderen für Dich haben sich im Laufe der Zeit immer weiter verringert.

(Das waren jetzt nur einige Gründe – die wichtigsten. Um den Rahmen aber nicht zu sprengen, will ich es hier mit diesen Gründen belassen…)

Denke nun darüber nach: Welcher dieser Gründe könnte auf Dich, auf Deine Situation zutreffen? Es hilft wirklich, darüber mit jemandem von außen zu reden. Jemandem, der eine (mehr oder weniger) neutrale Sicht auf die Dinge hat. Und Dir sagen kann, wie er ( oder sie) das Ganze sieht.

 

Doch denke bitte auch daran: Eine Trennung passiert niemals so. und in der Regel ist es schon ganz gut so, wie es gekommen ist. Denn: Ihr konntet einander nicht glücklich machen.

Schritt 3: Achte auf Dich und auf Deinen Körper!

Vor allem mit Sport und mit gesunder Ernährung. Denn genau das braucht Dein Körper gerade. Um sich selbst zu stärken. Fit zu bleiben. Auch wenn der Liebeskummer noch immer eine Rolle spielt…

Wie kannst Du Dich gesünder ernähren?

Hier meine Tipps für Dich – in der Tabelle:

 

Sei jetzt gut zu Dir und zu Deinem Körper.
Achte auf eine möglichst gesunde Ernährung.
Sowie auf regelmäßige Mahlzeiten.
Die Du ganz bewusst und in aller Ruhe einnimmst.
Erstelle einen Speiseplan.
Und halte Dich daran.
Koche öfter. Auch, wenn Du müde bist.

Achte darauf, dass das Folgende auf dem Speiseplan enthalten ist:

Hülsenfrüchte
Nüsse

Milchprodukte
ungesättigte Fettsäuren (wie z.B. in Oliven- oder Kürbiskernöl)
Obst und Gemüse Ballaststoffe
Vollkornprodukte

Darauf solltest Du hingegen verzichten:
Fast Food
zu viel Zucker

zu viel Weißmehlprodukte
zu viel Süßigkeiten

Gehe (falls nötig) früher ins Bett – zwischen 22 und 23 Uhr ist in dieser Hinsicht ideal.
Gestalte Deine Abende möglichst ruhig und entspannt.
Nehme eine heiße Dusche. Ein Bad mit beruhigenden Zusätzen.
Trinke wenig Alkohol. Auch auf Nikotin und Drogen solltest Du jetzt so gut es geht verzichten.

Wie kannst Du mehr Sport treiben?

Auch Sport spielt in Sachen Liebeskummer vorbeugen eine ganz wichtige Rolle! Zum einen wirst Du natürlich körperlich wieder fitter.

Und noch etwas kommt hierbei mit ins Spiel:

  • Beim Sport werden bestimmte Stoffe und Hormone ausgeschüttet. Serotonin und Dopamin zum Beispiele.
  • Diese stärken Deine Abwehrkräfte.
  • Und Du wirst weniger anfällig für Beschwerden und Krankheiten.

(Auch hier habe ich wieder einige wichtige Ratschläge in der Tabelle für Dich:

Suche Dir einen Sport, der Dir Spaß macht.
Und den Du regelmäßig ausübst.
Am besten sind hier täglich, mind. Jedoch zwei- bis dreimal die Woche.
Erstelle einen Trainingsplan.
Und halte Dich an ihn.
Selbst, wenn Du zu Beginn keine Lust hast, von Deinem Sofa aufzustehen.
Tue Dich mit Deiner Freundin, einer Gruppe, einem Kumpel,… zusammen. Motiviert Euch so gegenseitig. Zieht das Training wirklich durch.
Setze Dir konkrete Ziele. Sowohl mittel- als auch längerfristige.
Bleibe wirklich am Ball. Sage Dir, dass Das für Dich tust.
Es wird leichter und leichter werden!

Sich bei Liebeskummer krankschreiben lassen?

Zu guter Letzt möchte ich noch auf eine Frage eingehen, die mir häufig in diesem Zusammenhang gestellt wird: Soll, darf man sich überhaupt bei Liebeskummer krankschreiben lassen? Schließlich handelt es sich ja „nur“ um eine Reaktion auf die Trennung.. um eine emotionale Sache.

Ich würde Dir raten: Wenn es so weit mit dem Liebeskummer ist, dass

  • Dir alles zu viel wird
  • Dich alles überfordert
  • Du Dich auf nichts mehr konzentrieren kannst

,dann solltest Du Dich für einige Tage zumindest krankschreiben lassen. Und zu Hause bleiben. Denn glaube mir: Du wirst den ein oder anderen Fehler machen. Schon deshalb ist es „vernünftig“, nicht zur Arbeit zu erscheinen. Sage das ruhig Deinem Pflichtbewusstsein! (es sei denn, Du willst den Ärger Deines Chefs/ Deiner Chefin auf Dich ziehen. Und alles noch mal und noch mal machen müssen..)