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Liebeskummer nach Trennung

Der Liebeskummer scheint gerade alles bei Dir zu dominieren? Und Dich in Deinem Alltag, in Deinem Fühlen. Denken und Handeln massiv zu beeinträchtigen?

Du fühlst Dich, als seist Du ihm voll und ganz ausgeliefert? Machtlos?

Ach, wie gut ich dieses Gefühl kenne! Denn einst ging es mir ganz genauso. Damals nämlich, als ich von meiner damaligen, der ersten großen Liebe verlassen wurde. Wie weh das tat. Wie sehr ich gelitten habe. Und wie lange es brauchte, bis ich da wieder herausfinden konnte…

Du siehst: Ich habe durchaus ein persönliches Interesse, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Und genau das will ich in diesem Beitrag auch tun. Konkret geht es um die folgenden Fragen:

1) Welche effektiven und wirklich hilfreichen Tipps gegen Liebeskummer kann ich Dir nach deiner Trennung geben?

2) welche Sonderformen gibt es bei Liebeskummer nach einer Trennung?

3) wie sieht mein (kurzes, keine Sorge!) Fazit aus?

Bist Du bereit? Dann lass uns direkt einsteigen!


was kannst Du bei Liebeskummer nach Trennung tun?

Ich finde, Liebeskummer ist mit einer der härtesten Erfahrungen überhaupt. (Und ich denke, dass nicht nur ich das so sehe.) Denn sie bringt uns an unsere persönlichen Grenzen. So oft an den Rand der Verzweiflung. Wir sehen nur noch schwarz. Wissen nicht, was wir tun sollen. Und ob es irgendwann wieder besser wird.

Aber: Du KANNST etwas gegen Deinen großen Kummer, gegen Deinen großen Schmerz tun! Und zwar eine ganze Menge. Denn letzten Endes – und das kann ich eigentlich gar nicht häufig genug betonen – bist Du stärker als er. DU bestimmst, wie lange Du leidest. Und wann Du endlich alles hinter Dir lassen kannst.

Was also sind meine Tipps an Dich gegen den Liebeskummer?

Was solltest Du besser nicht tun, wenn Du unter Liebeskummer nach der Trennung leidest?

Beginnen wir mit dem Negativen. Und zwar mit all jenen Fehlern, die nach der Trennung von dem oder von der Ex leider nur allzu gerne begangen werden. Davon gibt es leider eine ganze Menge.

Vielleicht sind Dir diese Fehler gar nicht so bewusst. Umso mehr ein Grund für mich, sie Dir aufzulisten. In der folgenden Tabelle: (und einen Gegenvorschlag habe ich natürlich auch für Dich:

Don‘t Warum nicht? Was besser ist
Du hältst noch immer Kontakt zu Deinem oder Deiner Ex. Du kannst auf diese Weise sehr viel schwerer in ein emotionales Gleichgewicht finden.
Denn: Wann immer Ihr erneut Kontakt habt, kommen so viele Gefühle in Dir hoch.
Durch diesen ständigen Kontakt kannst Du keine emotionale Unabhängigkeit aufbauen.
Und Dich vollkommen auf Dich selbst konzentrierst.

Denn Dein oder Deine Ex ist immer noch ein(wichtiger)Teil Deines Lebens. Ein Teil, der einen so einen wesentlichen Einfluss auf Dich ausübt. Willst Du das wirklich?!?

Leite sofort eine Kontaktsperre ein! (siehe hierzu interfe.net/kontaktsperre)

Schreibe Deinem oder Deiner Ex eine Nachricht. Erkläre, warum Du Dich jetzt so verhältst.

Siehe diese Kontaktsperre als vorübergehend an. Bis es Dir emotional besser geht.

Zumal diese Zeit auch eine echte Chance sein kann: Dein oder Deine Ex wird Dich nicht mehr als selbstverständlich ansehen. Dich vermissen. Denn Du bist nun nicht mehr andauernd um ihn oder sie herum.

Lege bei dieser Sperre keine Frist fest. Denn dies setzt Dich lediglich unter Druck.

Nutze diese Zeit ganz bewusst, um zu Dir selbst zu finden. Um weiterzukommen.

Du willst Dich an ihm oder ihr rächen. Rache – das tut vielleicht für einen kurzen Moment gut. Aber dann ist es wie wenn man zu viel Alkohol am gestrigen Abend getrunken hat: Man wacht am Morgen mit einem ziemlichen Kater auf.

Rache bringt also nicht die ersehnte Erlösung. Im schlimmsten Fall machst Du Dich sogar strafbar!

Natürlich kannst Du Dir so einiges an (Rache-)Phantasien überlegen.
Aber belasse es bitte auch dabei! So viel Spaß diese Überlegungen auch machen…

sage Dir zudem: „Das habe ich eigentlich gar nicht nötig.“

Du hungerst oder isst aus Frust zu viel.

Du stopfst zu viel Fast Food in Dich hinein.

Du isst zu viele Süßigkeiten.

Du nimmst überhaupt zu viel Zucker zu Dir.

Du trinkst zu viele süße Getränke.

Dein Körper ist in dieser stressigen Phase auf viel Energie angewiesen. Denn für ihn ist diese Zeit des Liebeskummers ebenfalls sehr anstrengend.

Deshalb solltest Du ihm das geben, was er braucht. Vitamine, Nähr- und Mineralstoffe nämlich. Und zwar in Form einer gesunden und möglichst ausgewogenen Ernährung.

Erstelle Dir einen Wochenplan. Halte Dich bitte auch an ihn.

Koche Dir öfter mal was Gutes. Setze Dich ganz bewusst zum Essen hin. Nehme Dir Zeit dafür.
Genieße das Essen.

Dein Körper wird sehr, sehr dankbar dafür sein!

(Wenn Du hierbei unsicher bist, dann gehe zu einem Ernährungsberater.)

Du nimmst (zu viel) Alkohol, Drogen, Medikamente, Du rauchst zu viel. All diese „Mittel“ helfen vielleicht kurzfristig, Dich und Deinen Kummer zu vergessen.
Aber: Auf diese Weise wird Deinem Körper wertvolle Energie entzogen.
Besonders auf längere Sicht gesehen tust Du Deinem Körper nichts Gutes. Ganz im Gegenteil!

Und: Es kann ernste körperliche Konsequenzen haben, solltest Du es mit den Exzessen übertreiben… (auch auf die Gefahr hin, hier wie eine Mutter / wie ein Vater zu klingen.)

Gelöst wird auf diese Weise rein gar nichts. Im schlimmsten Fall entsteht eine Sucht. Und Du bekommst für Dich das Gefühl: „Ich brauche diese Stoffe, um (über-)leben zu können.“

Ab und zu ein Glas Wein ist natürlich völlig in Ordnung.

Aber achte unbedingt auf Dich sowie auf Deinen Körper! Und natürlich auf Deine Gesundheit.

Ohne einen gesunden und funktionierenden Körper wird es mit dem Liebeskummer überwinden nämlich sehr schwer….

Du igelst Dich ein und ziehst Dich von allen zurück. Du brauchst gerade jetzt, in dieser schwierigen Zeit, Menschen um Dich herum.
Personen, die Dir jetzt gut tun. Bei denen Du Dich wohlfühlst. Und denen Du nichts vorspielen musst.
Die Dich stützen. Die Dir helfen wollen. Die an Deiner Seite sind.
Rufe Deine Freundin an, wenn es Dir schlecht geht. Vereinbare ein Treffen mit Deinem Kumpel. Und dann unternehmt Ihr etwas Schönes miteinander.

Das kann so viel Kraft und Energie geben.

Zumal Du merkst: Es gibt sehr, sehr viele Personen die Dich trotz allem schätzen und lieben. Und zwar so, wie Du bist.

Du bewegst Dich nicht genug. Du sitzt den ganzen Tag auf dem Sofa. Bleibst in Deinen vier Wänden.

Doch das kann gerade jetzt fatal sein. Denn:

Du bleibst mit Deinen Gedanken alleine. Und diese Gedanken sind oftmals negativ. Sie drehen sich ab einem gewissen Punkt nur noch im Kreis.

Und Dein Liebeskummer kann auf diese Weise erst richtig mächtig werden.

Treibe (viel) Sport.

Erstelle Dir einen Plan, an den Du Dich bitte auch hältst.

Gehe mehrmals in der Woche, auf jeden Fall regelmäßig, raus. Selbst, wenn es lediglich 30 min am Tag sind.

Vielleicht fällt Dir das am Anfang schwer: Doch überwinde Deinen inneren Schweinehund. Glaube mir: Bald wirst Du das nicht mehr missen wollen!
Denn: Du tust Dir auf diese Weise selbst etwas Gutes.
Du fühlst Dich anschließend einfach besser. Denn beim Sport werden Glückshormone freigesetzt. Und davon nicht zu knapp…

Du hältst noch immer die Erinnerungen an ihn oder sie hoch. Ja, manchmal kommen diese Erinnerungen einfach. Ohne dass Du es großartig drauf anlegst.
Aber: Wenn Du immerzu denkst, dann kommst Du wirklich nicht weiter.
Dann steckst Du noch immer in der Vergangenheit fest. Selbst, wenn sie nicht wirklich gut für Dich war.

Du (willst?) kannst auf diese Weise nicht los lassen. Den Kummer nicht überwinden. Du bist noch immer gefangen, auf gewisse Art und Weise festgehalten…

Packe alles, das Dich an den oder die Ex erinnert, in eine (große?) Kiste.
Bringe diese Kiste auf den Dachboden bzw. in den Keller. Hauptsache, sie ist weg und außer Sichtweite. (Du kannst sie natürlich auch gleich in den Müll geben.)

Rede weiterhin über Deinen Kummer. Über Dich, darüber, wie es Dir jetzt gerade geht.
Lasse all jene Gefühle zu, die nun in Dir hoch kommen.

Auf diese Weise wirst Du nach und nach wirklich Abschied von allem nehmen können.
Und letzten Endes loslassen – endlich.

Welche guten Tipps bei Trennung und Liebeskummer solltest Du kennen?

Wir möchten Dir an dieser Stelle wertvolle Ratschläge mit auf den Weg geben. Wissen wir doch selbst nur allzu gut, wie hilfreich die richtigen Tipps zur richtigen Zeit sein können! Und wie sehr sie dabei helfen, den Liebeskummer endlich, endlich hinter sich zu lassen. (Mehr dazu findest Du übrigens unter https://interfe.net/liebeskummer-ueberwinden)

Tipp Nr 1 gegen Deinen Liebeskummer: Stelle den Kontakt zu ihm oder ihr ein!

Zumindest vorübergehend. Denn es braucht einen gewissen (räumlichen) Abstand, um sich selbst wieder zu finden. Um wieder zu sich zu kommen. Um emotional unabhängiger von ihm oder ihr zu werden. Um sich wieder auf sich selbst und seine persönlichen Bedürfnisse konzentrieren zu können. Bzw. diese überhaupt erst einmal wahr nehmen zu können.

Und wohl jeder von uns kennt das: ist der oder die Ex dabei ständig vor der Nase (in welcher Form auch immer), funktioniert das alles schlecht bis gar nicht. Und hält einen davon ab, wirklich weiter zu kommen.

 

Zeit daher, zurück zu gehen! Und die Kontaktsperre einzuleiten. Doch solltest Du Dich natürlich für die richtige Variante entscheiden. Entweder die gelockerte oder die absolute.

  • Die gelockerte ist dann richtig und passend, wenn Ihr beide nur wenig Kontakt seit der Trennung habt. Und wenn Du ihm oder ihr gegenüber in der Bringschuld bist. Also: Du bist es, der oder die hauptsächlich die Verantwortung für die Trennung trägt. Dann solltest Du Dich auf jeden Fall bei ihm oder ihr entschuldigen!
  • Die absolute Kontaktsperre ist dann richtig und passend, wenn Ihr beide noch viel Kontakt habt. Euch regelmäßig austauscht. Dann ist der Effekt einfach am besten! Und: Er oder sie ist Dir gegenüber in der Bringschuld. (siehe oben). Wichtig ist natürlich, dass Du dabei auch konsequent bleibst. Und „nicht mal schnell eben“ eine (noch so kurze) Nachricht schickst. Nein: Keine Anrufe, keine Nachrichten! Nicht einmal ein klitzekleiner Beitrag auf ihrem oder seinem Facebook Account! (auch hier haben wir an anderer Stelle noch nützliche Infos und Hinweise für Dich. Auf https://interfe.net/kontaktsperre nämlich).

Tipp Nr 2 gegen Deinen Liebeskummer: Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung!

Kennst Du diese Momente, in denen sich gedanklich alles nur noch im Kreis dreht bei Dir? In denen Du einfach nicht weiterkommst? Und ins Grübeln gerätst?

Doch eine Art von Grübeln, die nicht wirklich produktiv ist? Die Dich eher runter zieht?

Genau dann ist der Zeitpunkt gekommen, einen Schnitt zu ziehen! Und raus zu gehen. Um sich abzulenken. Tue das auch! Hier ein paar Ideen:

  • Mache Sport. Der Dich so richtig schön auspowert.
  • Treffe Dich mit Deinen Freunden. Oder einer Freundin, einem Kumpel. Der Schwester, dem Bruder.. Kurz, mit jenen Personen, auf die Du jetzt Lust hast.
  • Gehe ins Kino/zum Shoppen/ ins Theater/ in eine Ausstellung… auch hierbei gilt: Wonach Dir gerade ist!
  • Gehe aus. In eine schöne Bar. In die Disco. Oder etwas anderes Spannendes!
  • Flirte, wenn und wie viel Du Lust hast. Denn mal ehrlich: Manchmal tut das schon sehr, sehr gut. Allein schon, um diese Art besonderer Bestätigung zu erhalten. Versage sie Dir also nicht! Du musst ja nicht gleich vor dem Traualtar mit ihm oder ihr treten… (gehe bitte nur so weit, wie es in Ordnung für Dich ist.)
  • Mache etwas Kreatives (wie z.B. Malen, Handarbeiten, Musik, Zeichnen, …)
  • Meditiere. Oder mache eine andere Entspannungsübung. Wie etwa Autogenes Training, Yoga, Atemübungen….
  • Mache einen (kurzen) Ausflug (ob nun für einen Tag, für ein Wochenende oder für mehrere Tage).
  • Sei spontan. Und horche in Dich hinein: Was könnte Dir gefallen? Vielleicht liefert auch ein Blick in den Veranstaltungskalender Deines Ortes/ Deiner Stadt die ein oder andere Inspiration!!

Tipp Nr. 3 gegen Deinen Liebeskummer: Spreche über den Schmerz!

Ja, es tut weh. Und davon zu erzählen, das kann manchmal so unendlich gut tun! Und entlasten. Denn erst beim Erzählen wird einem oftmals bewusst, was man eigentlich für eine schwere Last auf seinen Schultern herum trägt.

Das muss jedoch nicht sein. Vertraue Dich deshalb jemandem an. Jemandem, dem Du wirklich vertraust. Bei dem oder der Du weißt: „Ich muss da nichts vorspielen. Ich kann ganz so sein, wie ich bin. Es gibt nichts, was ich beschönigen muss.“ Sei offen und ehrlich. Freue Dich über die Unterstützung, die Du hier und jetzt erfährst. Auch das gibt sehr viel Kraft

Tipp Nr 4 gegen Deinen Liebeskummer: Analyse

Warum kam es überhaupt zum Aus? Was waren die genauen Gründe und Ursachen dafür? Auch damit solltest Du Dich befassen! Um den Liebeskummer endlich überwinden zu können.

Gut, das wird und kann nicht gleich nach der Trennung geschehen. Denn unmittelbar danach sind einfach noch zu viele Emotionen in einem. Doch für diese Analyse braucht es nun mal eine rationale Herangehensweise. Wenn Du so weit bist: Freue Dich darüber!

Und setze Dich dann wirklich und in aller Ruhe hin. Befasse Dich mit den Gründen, warum es mit Euch beiden nicht geklappt hat. Vielleicht tut das weh. Doch ist es notwendig. Denn nur so wirst Du es in Zukunft in Sachen Beziehung besser machen können!

 

Auch hier kann es hilfreich sein, mit jemandem darüber zu sprechen. Durch das Feedback von außen erhält man nämlich oftmals sehr wertvolle Anregungen und Denkanstöße!

Tipp Nr. 5 gegen Deinen Liebeskummer: Setze Dir (neue ) Ziele!

Schaue in die Zukunft. Und zwar ganz bewusst! Denn das Bewältigen der Vergangenheit ist ja schön und gut. Und auch wichtig.

Doch wer keine Perspektive in Sachen Zukunft sieht, der ist deutlich weniger motiviert und optimistisch. Daher:

Befasse Dich mit Deiner Zukunft. Frage Dich:

  • Was will ich erreichen?
  • Was ist mit besonders wichtig?
  • Welche Aktionen, welche Träume und Ziele erfüllen mich? Zaubern mir gleich ein Lächeln ins Gesicht?
  • Wie soll Dein Traumleben aussehen?

Erstelle ruhig eine Liste! Und ergänze diese nach und nach. Träumen ist hierbei übrigens ausdrücklich erlaubt. Think big! Denn warum solltest Du Dich beschränken? Dir etwas versagen, was Dich eigentlich glücklich macht? Eben!!

 

Du hast nun wertvolle Tipps für den Umgang mit Liebeskummer erhalten. Was aber, wenn in Deinem Fall es etwas spezieller zugeht? Mit dieser Frage befassen wir uns im nächsten Kapitel!

Was kannst Du tun, wenn Du Liebeskummer nach Trennung in einem speziellen Fall hast?

Es gibt immer wieder spezielle Fälle. Auf diese wollen wir nun gezielt in diesem Kapitel eingehen. Denn: Besondere Situationen erfordern nun mal besondere Maßnahmen…

Was steckt hinter jahrelangem Liebeskummer?

Manch einer leidet tatsächlich Jahre darunter, dass sein oder seine Ex ihn/ sie verlassen hat. Das ist gar nicht so selten! Oftmals ist das den Betroffenen übrigens gar nicht so recht bewusst. Erst dann, wenn die Sehnsucht nach IHM oder IHR auf einmal, unvermutet, wieder auftaucht. Scheinbar so plötzlich. Doch dann umso stärker.

Und man ist ratlos. Fragt sich, was dahinter wohl steckt. Warum man genau diese eine Person noch immer nicht vergessen kann. Nach all diesen Jahren, die inzwischen vergangen sind…

Schauen wir uns die Gründe einmal genauer an! Denn es ist wichtig, die Ursachen zu finden.

Ursache 1 für jahrelangen Liebeskummer: zu große emotionale Abhängigkeit

Ein sehr, sehr häufiger Grund, warum manche noch Jahre nach dem Aus an ihn oder sie denken müssen. Unter starkem Kummer leiden. Denn es ist nun mal so: Je mehr man sich mit der Beziehung identifiziert hat, je mehr man sich an seine oder ihre Liebe geklammert, sich über diese definiert hat: umso mehr und umso länger wird man auch leiden.

Das ist ziemlich verständlich, wenn man so ein wenig darüber nachdenkt, nicht wahr? Denn: Je mehr man sein eigenes Leben führen kann, je mehr Vertrauen man zu sich selbst hat, je mehr man sich liebt: umso schneller wird man auch wieder über den Berg sein. Das ist mit emotionaler Unabhängigkeit gemeint. Die Fähigkeit, sich wieder auf sich selbst zu besinnen. Auf die eigenen Stärken. Auf das eigene Leben.

Das zeigt sich auch schon während der Beziehung. Erfahrungsgemäß haben diejenigen die besseren Karten, die sich auch in der Partnerschaft um sich selbst kümmern (können). Die noch eigene Hobbys und Interessen haben. Eigene Freunde. Geht es dann auseinander, haben sie noch etwas, auf das sie zurück greifen können… eine Art (soziales und emotionales) Kapital, sozusagen!

Je weniger dies jedoch der Fall ist, umso schwerer wird es auch. Leider…

Ursache 2 für jahrelangen Liebeskummer: zu viel Gewohnheit

Ja, auch das ist ein Grund! So pauschal und einfach er vielleicht auch wirkt. Doch es ist nun mal so: Je mehr Zeit wir mit dem Anderen verbracht haben, umso mehr waren wir an seine oder ihre Anwesenheit in unserem Leben, in unserem Alltag gewöhnt. Daran, dass er oder sie zu Hause war, wenn wir von der Arbeit heim kamen. Daran, dass er oder sie einem am Sonntag morgen den Café au lait ans Bett gebracht hat. Daran, die Abende zu zweit vor dem Fernseher ausklingen zu lassen.

Jedes Pärchen hat in der Regel seine Rituale. Seine gemeinsamen Momente. Und in manchen Augenblicken – eben am Sonntag morgen, nach der Rückkehr von der Arbeit, etc. wird die Abwesenheit des Anderen dann besonders deutlich. Und man leidet… Vielleicht noch sehr lange!

 

Allein schon das Bewusstsein, die Gewissheit, dass er oder sie nicht mehr da ist, spielt in der Hinsicht eine ziemlich große Rolle. Du weißt nun: Dieser oder jene Moment wird sich so nicht mehr wiederholen lassen. Er ist für immer und ewig vorbei. Verloren. Und das tut oftmals sehr, sehr weh.

Ursache 3 für den jahrelangen Liebeskummer: die Vergangenheit wird beschönigt

Und verklärt. Wer kennt das nicht: Man sieht den Anderen, die Beziehung im Nachhinein im besonders rosigen Licht. Macht sie sich schöner, als sie eigentlich war. Vielleicht, weil man der Wahrheit noch immer nicht ins Auge sehen kann. Vielleicht, weil die Gegenwart einfach zu trostlos, zu grau ist. Die Vergangenheit erstrahlt da jetzt umso heller!

Umso wichtiger ist es jetzt: Sich vor Augen zu führen, dass es nun mal bestimmte Gründe für das Aus gab. Dass es gewisse Probleme in der Beziehung gab. Dass auch Dein Partner, Deine Partnerin nicht perfekt war. Bei weitem nicht! Und es nicht immer geschafft hat, Dich glücklich zu machen. Halte Dir das immer wieder vor Augen! Vor allem dann, wenn Du merkst: Du gerätst wieder in diese Denkschleife!

Ursache 4 für den jahrelangen Liebeskummer: ein bestimmtes Idealbild

Du hast da dieses Bild von ihm oder ihr. Von Euch beiden. Ein Bild, das strahlend schön ist. Ein Bild von Euch beiden, auf immer und ewig vereint und glücklich. Ohne Probleme, in vollkommener Harmonie. Und so weiter.

Dieses Bild hat Du mittlerweile sehr, sehr lieb gewonnen. Dich sozusagen in dieses Bild verliebt! Allein: Es stimmt leider nicht. Denn es handelt sich eher um eine Vorstellung. Von ihm oder ihr. Von der Beziehung. Die jedoch leider nicht der Realität entspricht. Wenn Du so genauer darüber nachdenkst.

Und: An dieses Bild sind auch gewisse Erwartungen und Anforderungen von Deiner Seite aus geknüpft. Dies kann (und will) der oder die Ex jedoch nicht erfüllen. Vielleicht fühlte er oder sie sich auch deshalb unter Druck gesetzt. Auch dies war dann wohl ein Grund für ihn oder sie, den Schlussstrich zu ziehen!

Viele erkennen das früher oder später. Klar: Schön ist diese Erkenntnis nicht. Doch umso wichtiger! Denn so kann man verhindern, dass man noch jahrelang, noch mindestens genau so lange, dieser einen Vorstellung nachhängt. Dieser Illusion aufsitzt. Und: Sie auch in zukünftigen Beziehungen anwendet. (jeder von uns hat da oftmals so seine persönlichen Idealbilder…)

Ursache 5 für den jahrelangen Liebeskummer: das Idealbild wird aufrecht erhalten.

Trotz aller Analyse (oder vielleicht hat diese gar nicht stattgefunden): Der oder die Ex hat in Deinen Augen noch immer alles richtig gemacht. Er oder sie ist nach wie vor perfekt. Und kein anderer, keine andere konnte ihm/ ihr das Wasser seitdem reichen.

Du hältst also an ihm oder ihr fest. Kannst nicht loslassen. Dieses Bild von ihm oder ihr nicht verwerfen. Obwohl es eigentlich falsch ist…

Ursache 6 für den jahrelangen Liebeskummer: Verlust von Macht und Kontrolle

Auch das kommt sehr viel häufiger vor, als man vielleicht denkt. Doch ist es oftmals so: Einer der beiden hat den Partner, die Partnerin mehr oder weniger stark vereinnahmt. Kontrolle über ihn oder sie ausgeübt. Sich mehr oder weniger stark an den Anderen geklammert. Auch, weil der Gedanke daran, dass es zu Ende sein könnte, nicht zu ertragen war.

Doch was ist die Folge davon? Der oder die Andere hat das Gefühl, zu ersticken, Keine Luft mehr zu bekommen. Er oder sie hat Angst, sich selbst aufzugeben. Auch deshalb zieht er oder sie die Konsequenzen. Geht. Um wieder zu sich selbst zu finden. Für ihn oder sie bedeutet dies einen Schritt zurück in die Freiheit!

Doch der Andere empfindet das als großen Verlust. Er spürt nun: Er hat die Kontrolle, die Macht über den Partner, die Partnerin abgeben müssen. Doch über eben diese Macht hat er oder sie sich mit definiert. Und ganz ehrlich: Es war ja auch recht schmeichelhaft, dieses Wissen!

Der Verlust wird nun nicht akzeptiert. Vielleicht verdrängt, herunter geschluckt. Doch wenn man sich dessen nicht bewusst wird: Dann wird es schwer, den Liebeskummer zu überwinden. Wirklich mit der Sache abzuschließen.

Eine Lösung ist es, sich klar zu machen: Macht über den Anderen zu haben, ihn oder sie besitzen und formen zu wollen, das hat mit wahrer Liebe nichts zu tun. Denn bei ihr geht es um Anderes: Darum, ihn oder sie so zu nehmen, wie er/ sie ist. (natürlich nur, sofern es keinem Anderem schadet). Und nicht nur deshalb eine Beziehung zu führen, um den Anderen zu beeinflussen.

Ursache 7 für den jahrelangen Liebeskummer: mangelnde Selbstliebe

Man kann sich einfach nicht selbst annehmen und lieben. Weil man in seinem tiefsten Innersten denkt: „Ich bin nichts/ kaum was wert. Ich kann nichts. Ich habe nichts, worauf ich stolz sein könnte. In mir drinnen ist vielmehr diese große innere Leere. Und genau deshalb brauche ich jemanden an meiner Seite. Damit diese Leere durch ihn oder sie ausgefüllt wird. Nur so habe ich dann das Gefühl, dass ich irgendwie doch was wert bin.“

Man sucht also nach Liebe von außen. Damit die fehlende Liebe zu sich selbst kompensiert wird. Aber, und das ist das Problem dabei: Man kann das häufig nicht wirklich annehmen und glauben. Wie auch, wenn man davon überzeugt ist, die Liebe eigentlich gar nicht verdient zu haben? Da kann der oder die Andere einem noch so oft versichern, wie besonders, attraktiv, schön, klug man ist…

 

Was die Lösung aus dieser Falle ist? Der erste Schritt ist auch hier, dass man sich dessen bewusst wird. Und dass man die Trennung dann als Chance sieht. Wieder zu sich selbst zu finden. Endlich die bereits oben erwähnte emotionale Unabhängigkeit für sich selbst zu erreichen. Und endlich zu erkennen, wie besonders man ist….

 

Hinweis: Der erste Schritt, seinen jahrelangen Liebeskummer zu erkennen, ist tatsächlich: die Erkenntnis. Die Mechanismen aufzuspüren, die den großen Schmerz über so lange Zeit hinweg aufrecht erhalten haben.

Hierzu habe ich noch einige wertvolle Tipps für Dich:

 

Tipp Beschreibung
Wechsle Deine Umgebung Mitunter braucht es einfach einen klaren Schnitt. Ein Umzug kann hierbei sehr viel helfen!

Es muss ja nicht gleich in eine vollkommen fremde und neue Stadt sein – das benachbarte Viertel tut es z.B. auch. Auf diese Weise lässt Du ebenfalls so einiges hinter Dir. Kannst besser neu durchstarten.

Oder Du fährst für eine Zeit weg. Um wieder auf andere Gedanken zu kommen.

Hole Dir wenn nötig professionelle Hilfe Sobald Du merkst, dass Du allein nicht über ihn/ sie hinweg kommst. Hilfe gibt es genug. Bitte nehme sie auch an!

Ein Therapeut kann beispielsweise viel dazu beitragen, dass Du den Liebeskummer endlich überwindest. Neue Perspektiven entwickelst. Und wieder Mut und Zuversicht fasst.

Konfrontiere Dich bewusst mit Deiner Situation Besonders bei jahrelangem Herzschmerz gleicht das Ganze einer offenen Wunde, die sich nicht wirklich schließen konnte.

Deshalb ist es sehr wichtig, sich offen und ehrlich mit ihm auseinander zu setzen!

Und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Selbst, wenn es weh tut. Doch denke daran: Du hast so viel Unterstützung in Deinem Umfeld! Lasse Dir helfen!

Das war der erste Sonderfall. Schauen wir uns nun an, was passiert, nachdem man eine Affäre hatte. Und diese nun aus ist:

Du leidest unter Liebeskummer nach Trennung nach einer Affäre?

Bei einer Affäre und dem Aus ist es ein wenig kompliziert. Aber das hast Du Dir vermutlich schon gedacht. Doch warum ist diese Art von Liebeskummer eigentlich so besonders?

Das Komplizierte daran ist: Ihr hattet die Affäre in der Regel heimlich. Vielleicht war der ein oder andere eingeweiht. Deine beste Freundin zum Beispiel. Dein Bruder. Etc. Doch in der Regel wussten nur sehr wenige Personen darüber Bescheid. Aus welchen Gründen auch immer.

Und noch etwas: Als Geliebter oder Geliebte hat man in der Regel keinen guten Ruf. Vielmehr gilt man als jemand, der die Beziehung zerstört. Der trotz allem, obwohl er oder sie weiß, dass der Andere vergeben ist, die Affäre mit beginnt und weiter führt. (Noch ärger wird es in dieser Hinsicht, wenn eine Familie vorhanden ist.).

Die Folge? Die Öffentlichkeit, die Gesellschaft hat sehr viel weniger Mitleid mit ihm oder ihr, wenn die Affäre auseinander geht. Nur selten wird es ihm oder ihr gestattet, länger und wirklich zu trauern. Vielmehr kommen da so Sätze wie „Na ja, er/ sie wusste ja, worauf er/ sie sich einlässt“ oder Ähnliches..

Denn die Affäre ist nicht gesellschaftlich akzeptiert. Das macht den Liebeskummer umso schwerer auszuleben! Weil man oftmals nicht wirklich offen und ehrlich von sich erzählen kann. Oder schon sehr genau aufpassen muss, wem man was erzählt…

Ganz zu schweigen von den eigenen Gewissensbissen. Die meist auch noch mit vorhanden sind. Man kann oftmals also nur heimlich trauern. Was es wiederum erschwert, sich wirklich mit der Situation auseinander zu setzen. Sich offen zu seinem Kummer und zu seinem Schmerz zu bekennen.

Was kannst Du gegen Deinen Liebeskummer nach der Trennung von der Affäre tun?

Auch hierzu haben wir uns natürlich so unsere Gedanken gemacht! Und einige Tipps für Dich herausgefunden. Diese möchten wir nun, an dieser Stelle, an Dich weitergeben. Lies selbst:

 

Tipp Beschreibung
Versuche, bewusst rational an diese Beziehung sowie an das Aus zu denken Der größte Fehler, welchen Du nun begehen kannst, ist der: Dich zum Opfer zu machen. Dich noch mehr runter zu ziehen. Und Dir große Vorwürfe zu machen. Das alles wird Dich nicht wirklich weiter bringen. Im Gegenteil: Du wirst Dich nur noch schlechter fühlen.

Denke vielmehr so: DU hast Dich (hoffentlich) ebenfalls aus freien Stücken für diese Affäre entschieden. Obwohl Dir schon klar war, dass der oder die Andere bereits in festen Händen war. Du hast dies trotzdem getan, aus freien Stücken. Trotz der Umstände, trotz der Konsequenzen. Vergiss das bitte nicht, das ist sehr wichtig.
So übernimmst Du nämlich umso leichter erneut die Macht über die eigenen Gefühle. Über das Handeln und Tun. Und Du fühlst Dich nicht mehr so ausgeliefert. Das alles ist gerade jetzt eine so wichtige Rückmeldung.

Stelle den Kontakt zu ihm oder ihr ein Und zwar ohne Zeitverzug, ohne Wenn und Aber. Sonst riskierst Du, noch Jahre nach der Trennung nicht über ihn oder sie, über die Affäre hinweg zu kommen. Immer noch leise zu hoffen. Willst Du das?!?

Bitte sei dabei auch konsequent. Breche den Kontakt so schnell es geht ab. Lasse Dich zunächst zumindest auf keine Freundschaft ein. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass das in der Regel nicht funktioniert. Schütze Dich selbst vor weiteren Verletzungen. Das ist nun das Allerwichtigste!

Romantisiere Deine Affäre nicht Ein weiterer Fehler, den wir in diesem Zusammenhang so häufig beobachten: Die Affäre wird nach Trennung, im Nachhinein verklärt und beschönigt. Vieles wird romantisiert. obwohl es der Realität von damals nicht entsprach bzw. nicht entspricht.

Was dagegen jetzt zu tun ist? Denke zum Beispiel an all jene Abende, an denen er oder sie mit seinem oder ihrem Partner zusammen war. Du saßest hingegen allein und einsam zu Hause. Und konntest Dich auf kaum etwas anderes konzentrieren. Oder denke an all die Verabredungen, welche von ihm oder ihr in letzter Minute abgesagt wurden. Dir fällt hierzu sicherlich noch mehr ein!

Warum das jetzt hilft? Du gewinnst auf diese Weise Abstand. Kannst erkennen: Scheinbar reichte seine oder ihre Liebe nicht aus, um sich offen und ehrlich sowie endgültig zu Dir zu bekennen. Um jenen letzten Schritt zu gehen, der so viel bedeutet. Doch das kam einfach niemals…

Versuche, die damaligen Beweggründe von Dir zu verstehen Auch dies ist wichtig, damit Du über das Aus Deiner Affäre hinweg kommst. Frage Dich:
Warum warst Du gerade in diese (vergebene) Person verliebt?
Warum warst Du trotz der Tatsache, dass er/r sie in festen Händen ist, bereit zu dieser Affäre?
Warum warst Du bereit, all diese heimlichen Spielchen, all diese Versteckspiele mit zu machen?

Sei dabei ehrlich zu Dir selbst – nur so kommst Du weiter! Nur so kannst Du wichtige Erkenntnisse über Dich erhalten!

Stärke jetzt Dein Selbstwertgefühl Jede Trennung ist (sehr) hart. Sie ist eine schmerzhafte Ohrfeige für das Selbstwertgefühl. Man verliert häufig die Achtung vor sich, kann sich nicht mehr so annehmen und wertschätzen.

Aber: Wir haben es selbst in der Hand. Nämlich zu entscheiden: Wie sehr will ich mir diese Trennung zu Herzen nehmen? Wie sehr werde ich mich davon herunter ziehen lassen? Wie lange und wie intensiv werde ich leiden? Das liegt an uns!

Wer sich jetzt stunden- tage- oder gar wochenlang fragt: „Warum war ich nicht schön, intelligent, interessant, faszinierend, etc genug? Warum habe ich es nicht besser hin bekommen….?“ : Der wird die Situation nur noch schlimmer machen.

Deshalb: Zweifle jetzt bitte nicht an Dir selbst! Schließlich kannst Du nicht wissen, warum er/ sie trotz der unerfüllten offiziellen Beziehung in dieser bleiben wollte. Ob das aus Pflichtbewusstsein, wegen der Kinder, der Finanzen, aus Bequemlichkeit oder aus Angst geschah ….

Es bringt erfahrungsgemäß nichts, dass Du Dir darüber den Kopf zerbrichst. Richte den Blick besser auf Dich, auf Dein eigenes Leben. Führe Dir vor Augen, wie wertvoll und einzigartig Du bist. Was für ein schönes Leben Du haben kannst. Und: Dass Du jemanden verdient hast, der offen und ehrlich zu Dir steht. Und zwar ohne Wenn und Aber. (Keinen Partner also, der zweigleisig fährt. Der sich nicht zu Dir bekennen kann. Der erst einmal nur an sich selbst denkt.)

Lasse Deine Wut über die Trennung, über ihn oder sie raus Wut und Ärger sind völlig normale und sehr gesunde Emotionen, wenn die Affäre zerbrochen ist. Gestehe Dir diese Emotionen daher auch zu! Lebe sie aus! Und steuere sie. Etwa, indem Du jetzt viel und intensiv Sport treibst. Zum Beispiel Boxen oder andere Kampfsportarten, die jetzt eine sehr gute Möglichkeit sind, um diese Emotionen heraus zu lassen.

Lenke die Wut jedoch nicht gegen Dich. Kanalisiere sie. Und: Lasse bitte sämtliche Racheaktionen sein. Denn damit begibst Du Dich auf ganz, ganz gefährliches Terrain. Machst Dich im schlimmsten Fall strafbar Und wirst Dich meist hinterher nicht wirklich besser fühlen).

Du hast nun einiges über den Liebeskummer nach einer Affäre gelernt. Und wie man mit diesem umgehen sollte. Doch was ist, wenn Du mit einem Narzissten zusammen warst? Was kannst Du jetzt gegen Deinen Schmerz tun? Schauen wir uns auch das genauer an!

Was tun bei Liebeskummer nach der Trennung von einem Narzissten?

Vielleicht ist es auch bei Dir so gewesen: Du warst mit dieser narzisstischen Person zusammen. Der oder die sich vor kurzem dann von Dir getrennt hat. Nun leidest Du. Und das nicht zu knapp. Empfindest großen Schmerz über das Aus. Und weißt einfach nicht, was Du gegen den Liebeskummer tun sollst bzw. kannst.

Klar, die Beziehung war oftmals nicht wirklich einfach. Was zu einem guten Teil an seiner oder ihrer Persönlichkeit lag. Doch es war nun mal so: Du hast ihn oder sie wirklich geliebt. Trotz allem.

Was macht die Trennung von einem Narzissten besonders?

Nun: Aufgrund diverser Faktoren kann man diese Situation nur schwer mit einer „normalen“ Trennung vergleichen. Warum dies so ist? Schauen wir uns das ausführlicher an!

Faktor 1: Der Narzisst trennt sich eiskalt von dem Anderen.

Das liegt an der speziellen Persönlichkeitsstruktur von ihm. Denn diese trägt dazu bei, dass er oder sie sich jetzt kaum bzw. gar nicht in den Anderen hinein versetzen kann. Keine Empathie, kein Mitgefühl für diesen empfindet.

Und die Trennung deshalb eiskalt abwickelt. Das verletzt den Anderen natürlich. Schließlich war von seiner oder ihrer Seite aus wirkliche Liebe mit im Spiel…

Faktor 2: Der Andere ist schuld am Aus – so sieht es zumindest der Narzisst.

Und er oder sie würde niemals zugeben, dass auch er/ sie so seinen/ihren Teil zum Scheitern der Beziehung mit beigetragen hat! Dass dazu immer zwei gehören. (und in diesem Fall nun ja, besondere Umstände vorliegen.). Nein. Was wir vielmehr beobachten ist dies: Der Narzisst tut reichlich dafür, damit der Andere als der schuldige Part da steht. Und sich so nur noch schlechter fühlt.

Faktor 3; Der Andere wird von der Trennung meist völlig überrascht.

Er oder sie hat einfach nicht damit gerechnet. Weil es bisher keine großen Probleme gab. (Abgesehen von dem wohlbekannten Umstand, dass einer ein Narzisst ist. Doch wird das meist nicht großartig thematisiert.)

Doch ticken Narzissten nun mal speziell. Leider! Und das heißt in diesem Fall: Sobald sie merken, dass die Beziehung enger und intensiver wird: Dann nehmen sie Reißaus. Denn dann steigt eine Bindungsangst in ihnen hoch. Und sie ziehen die Konsequenzen. Hauen ab. Zur großen Überraschung des Anderen…

Was kannst Du nach der Trennung von einem Narzissten tun? Um den Liebeskummer zu überwinden?

Wir haben uns im Zuge dieser Recherchen mit vielen Betroffenen unterhalten. (Die übrigens auch oft als Co Narzissten bezeichnet werden.) Was uns dabei aufgefallen ist:

Nach der Trennung verspüren sie eine große innere Leere. Sie wissen einfach nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Warum es überhaupt so weit gekommen ist. Darüber könnten sie sich nun den lieben langen Tag den Kopf zerbrechen!

Hinzu kommen oftmals die Selbstzweifel. Gedanken wie: „War ich ihm oder ihr nicht gut genug? Was hätte ich bloß anders machen können, sollen, ..?“ und so weiter. Der Liebeskummer hat sie fest im Griff. Es fällt ihnen schwer, sich noch auf etwas anderes zu konzentrieren. Und oftmals ist die Verzweiflung, ist die Trauer einfach zu groß….

Doch was lässt sich dagegen tun? Hier unsere Tipps für Dich!

Tipp 1 für den Liebeskummer nach der Trennung von einem Narzissten: Denke stets daran, dass in Deinem Fall besondere Umstände vorliegen!

Und dass ein Narzisst nun mal auf eine bestimmte Weise tickt. Für die Umgebung nicht immer rational und vernünftig sowie nachvollziehbar handelt. Weil er oder sie es einfach nicht kann. Aufgrund der narzisstischen Persönlichkeit… (Das soll jetzt keine Entschuldigung sein. Vielmehr eine Erklärung. Warum sein oder ihr Verhalten nicht komplett etwas mit Dir zu tun hat.)

Und: ER oder sie erlebt Beziehungen anders als ein „normaler“ Mensch. Sieht diese anders. Und wenn man ihm seiner oder ihrer Meinung nach zu nahe kommt: Dann steigt Panik im Narzissten hoch. Und er ergreift gerne die Flucht.

Führe Dir das immer wieder vor Augen!

Tipp 2 für den Liebeskummer nach der Trennung von einem Narzissten: Betrachte die Trennung als eine Chance.

Für Dich. Dafür, endlich frei zu sein. Denn es ist auf jeden Fall ein Schritt in Richtung Freiheit! Vielleicht kannst Du das nicht gleich so sehen. Doch irgendwann kommt diese Erkenntnis. Versprochen!

Dabei hilft auch folgende Erkenntnis: Besonders bei einer längeren Partnerschaft mit dem Narzissten zahlt der Partner, die Partnerin drauf. Denn ständig muss man sich nach dem Narzissten richten. Dieser bestimmt, wo es lang geht. Dieser ist ständig im Vordergrund. Und der Andere muss sich anpassen… (ob das eine erfüllte und glückliche Beziehung sein kann, lassen wir mal an dieser Stelle.)

Tipp 3 für den Liebeskummer nach der Trennung von einem Narzissten. Wisse, dass ein Narzisst keine dauerhaft glückliche Beziehung führen kann.

Das ist einfach so! Sofern er oder sie sich nicht bessert. Nicht einsieht, dass er oder sie ein Problem hat.

Wenn er oder sie sich jedoch nicht eingesteht, dass er/ sie unter Narzissmus leidet: Dann wird er/ sie niemals zu einer wirklich tiefen und innigen Partnerschaft fähig sein.

Doch Du hast diese Chance. Versuche, sie zu nutzen! Und freue Dich umso mehr, wenn es so weit ist….

Wie solltest Du Dich nach der Trennung von einem Narzissten und bei Liebeskummer verhalten?

Auch hier haben wir wieder eine Tabelle für Dich erstellt! Mit allerhand nützlichen und wertvollen Tipps. Wie Du jetzt diesem großen Schmerz begegnen kannst…

Tipp Beschreibung
Lasse Deine Gefühle raus! Das gilt auch für diesen Fall. Also: Schlucke die Gefühle jetzt bitte nicht runter. Denn solch ein überraschendes Ende kann schnell und enorm traumatisierend sein. Das verlangt dann umso mehr nach tiefer Trauerarbeit. Und danach, die eigenen Gefühle zu- und raus zu lassen. Tue daher genau das!
Sei jetzt besonders gut zu Dir selbst Eines wollen wir an dieser Stelle klar und deutlich sagen: Du bist auf keinen Fall alleine schuld am Scheitern der Partnerschaft! Da kann er oder sie noch so sehr darauf herum reiten. Es stimmt einfach nicht! (Siehe oben).

Sie bitte jetzt besonders gut zu Dir. Und gehe achtsam mit Dir selbst um. Tue all das, was Dich erfüllt. Was Dir große Freude bereitet. Das ist gerade jetzt so wichtig…
Warum? Weil vor allem der Co-Narzisst in der Beziehung meist zurück stecken musste. Nicht mehr so auf sich selbst und auf seine eigenen Bedürfnisse geachtet hat. Denn der Narzisst stand nun mal stets im Mittelpunkt.

Höchste Zeit, das zu ändern! Und sich selbst wieder stärker wahr zu nehmen. Versuche, genau das zu tun!

Versuche, möglichst viele/ alle Mechanismen der Beziehung zu verstehen Warum er/ sie so und so gehandelt hat. Diese Analyse macht es leichter, Deinen Liebeskummer zu überwinden! Frage Dich etwa, wie es bei Euch mit der Rollenverteilung war. Was die jeweilige Dynamik der Beziehung ausgemacht hat. Und so weiter. Setze Dich wirklich hin! In aller Ruhe. Um diese Fragen zu beantworten. Und besser zu verstehen.
Versuche, ihn/sie und den besonderen Charakter zu verstehen Narzissmus ist nun mal eine Persönlichkeitsstörung. Daran gibt es nichts zu rütteln! Und das bedeutet (auch): DU trägst nicht die Hauptschuld bzw. kaum eine Schuld am Scheitern Eurer Beziehung. Denn sie war bereits von vornherein stark belastet.
Deshalb hilft es, wenn Du Dich mit dem Thema jetzt auseinander setzt. Dich darüber gezielt informierst. Wie etwa mit medizinischen Büchern. Auch das Internet ist in der Hinsicht natürlich eine wertvolle und ergiebige Quelle!
Halte Dich jetzt an Deine Freunde! Gerade jetzt solltest Du jeden Halt und jede Unterstützung nutze, die Du bekommst. Halte Dich nun an Deine Freunde. An Deine Familie.

Knüpfe (wieder mehr) soziale Kontakte. Spreche offen und ehrlich über Deinen Kummer. Lasse Dich hin und wieder auch mal ablenken. Das sind die richtigen Strategien in dieser schweren und herausfordernden Situation.

Stellen wir uns nun vor, Ihr beide habt ein Kind zusammen. Was ist in diesem Fall mit dem Liebeskummer nach Trennung? Wie wirkt sich das auf Deine Situation aus? Darum geht es im nächsten Abschnitt!

Liebeskummer nach Trennung mit Kind – was tun und wie verhalten?

Ja, das ist eine ziemlich vertrackte Situation. Wenn wir das mal so salopp ausdrücken dürfen… Denn: Es geht nicht mehr „nur“ um Dich. Du kannst Dich jetzt nicht nur noch Deinem Kummer und Deinem Schmerz hingeben. Nicht tage- oder gar wochenlang auf dem Sofa herum hängen.

Denn: Es hängt dieser kleine Jemand von Dir ab. Ist mehr oder weniger stark auf Dich angewiesen. Braucht Dich. (je nach Alter mehr oder weniger stark). Und das bedeutet: Du musst irgendwie funktionieren. Seinen oder ihren Bedürfnissen nachkommen und ihnen gerecht werden. Was wahrscheinlich nicht immer einfach sein wird.

Das ist uns nur zu gut bewusst. Deshalb haben wir einige wertvolle Tipps für Dich aufgeschrieben:

Tipp 1 für den Liebeskummer nach Trennung mit Kind: Nimm Hilfe an!

Ganz, ganz wichtig unserer Meinung nach. Denn: Du bist gerade mit dieser Situation konfrontiert. Einer Situation, die an allen Ecken und Enden an Dir zerrt. Dir so viel abverlangt.

Und Dich oftmals an die persönlichen Grenzen bringt. ABER: Du musst nicht alles alleine schaffen. Du musst da nicht alleine durch. Und es kann so hilfreich, so entlastend sein, sich Hilfe zu holen. Sie einzufordern. Bzw. anzunehmen.

Gestatte Dir dies. Ganz bewusst. Und Du wirst merken, wie Du aufatmest. Etwa, wenn Du Dein Kind für einen Nachmittag oder zwei Tage bei Deinen Eltern unterbringst. Oder in die Kita. Etc. Entlaste Dich. Habe kein schlechtes Gewissen dabei. Es ist gerade einfach eine Ausnahmesituation. Und Du solltest nicht zu viel von Dir verlangen…

Tipp 2 für den Liebeskummer nach Trennung mit Kind: Belaste Dein Kind nicht.

Denn es leidet ebenfalls unter dem Aus. Unterschwellig hat es sicherlich mitbekommen, dass Du und Dein/e Ex große Probleme hattet. Dass es ziemliche Spannungen zwischen Euch gab. Dass es Euch als Paar nicht gut ging.

Und nicht selten macht Euer Kind sich deshalb Vorwürfe. Denkt: „wäre ich nur braver gewesen. Dann würden Mama und Papa sich jetzt nicht so streiten.“ Und so weiter. Auch, wenn diese Vorwürfe völlig weither geholt sind. Überhaupt nicht stimmen. Doch denken (viele) Kinder nun mal auf diese Weise…

Deshalb ist es so wichtig, dass Du Dein Kind nicht noch weiter belastest. Indem Du erzählst, wie schlecht Dein oder Deine Ex Dich behandelt hat. Wie mies er oder sie zu Dir war. Und so weiter. Denn das bedeutet: Du ziehst Dein Kind in Deine Beziehungsprobleme mit hinein. Das ist unfair. Das stürzt Dein Kind in einen Loyalitätskonflikt: Wem soll es nun trauen? Wen soll es nun mehr lieben? Schließlich sind ihm beide so wichtig….

Lasse Dein Kind daher in dieser Beziehung außen vor. Um seiner selbst willen!

Tipp 3 für den Liebeskummer nach Trennung mit Kind: Frage immer wieder nach, wie es ihm oder ihr geht.

Und schaue hin: Wie verkraftet es die Trennung? Hat sich etwas in seinem Verhalten verändert? Sprich hierzu auch gerne mit Kindergärtnern, Lehrern, Betreuern, etc darüber. Vielleicht wissen diese Personen ebenfalls etwas zu berichten.

Beobachtung ist jetzt also gefragt. Ob und wie gut Dein Kind mit allem zurecht kommt. Versuche, dies möglichst rational zu tun. Sozusagen von außen. Um des Wohles Deines Kindes willen. Das ist wichtig!

Vielleicht hilft es auch, mit ihm oder ihr zu einem Therapeuten zu gehen. Bitte scheue Dich nicht davor. Es wird allen Beteiligten helfen! Und sie weiterbringen. Das zeigen die Erfahrungen in dieser Hinsicht sehr deutlich.

Tipp 4 für den Liebeskummer nach Trennung mit Kind. Sei für Dein Kind da. So gut es geht.

Nehme Dein Kind immer mal wieder zwischendrin in den Arm. Um ihm oder ihr zu zeigen: „Egal, wie es gerade ist: Mama und Papa sind für Dich da. Auch jetzt. Und ich habe Dich unverändert lieb.“

Das ist gerade jetzt solch eine wichtige Versicherung für Dein Kind. Ein so wichtiges Feedback. Gebe ihm oder ihr Liebe. Und Zuwendung. Das braucht es jetzt!

 

Doch wisse auch: Diese Zuwendung, diese Form des Zuspruchs kannst Du nur dann geben, wenn Du Dich auch um Dich selbst kümmerst. Vergiss daher Dich bitte nicht. Dass Du Deinen persönlichen Bedürfnissen gerecht werden musst. Um für Dein Kind da sein zu können.

Deshalb, einmal mehr unser Appell an Dich: Kümmere Dich um Dich selbst. Sei gut zu Dir. Für Dich. Für Euch beide: Dich und Dein Kind. Gerade jetzt!

Vielleicht ist es aber auch so: Nach der Trennung spürst Du – rein gar nichts. Da ist nicht der Hauch eines kleinen Liebeskummers! Was aber hat es damit auf sich? Warum ist das so? Auch dieser Frage wollen wir hier mal nachgehen:

Warum hast Du keinen Liebeskummer nach der Trennung?

Nun, könnte manch einer sagen, das ist doch eigentlich ideal. Wenn man sich trennt. Und dann nicht mit Verzweiflung, Trauer und all diesen anderen negativen und belastenden Gefühlen zu kämpfen hat… Doch vielleicht fragt man sich schon: Warum eigentlich nicht?

Hier sind mögliche Erklärungen!

Grund 1: Ihr habt Euch einvernehmlich getrennt.

Weil es zum Schluss einfach nicht mehr zwischen Euch lief. Es gab bestimmte Probleme. Sei es von innen oder von außen.

Doch das hat die Beziehung stark belastet. Und sich auch auf die Gefühle für den Anderen ausgewirkt. Vielleicht haben sich die Vorstellungen, Wünsche, etc. in Bezug auf die Zukunft zudem stark verändert. Man hat sich mehr und mehr auseinander entwickelt. Ohne dies zu wollen. Doch ist „es“ einfach passiert…

Und dann seid Ihr eines Tages sozusagen aufgewacht. Habt festgestellt: „Eigentlich leben wir seit einiger Zeit nur noch nebeneinander her. Wir haben uns kaum noch etwas zu sagen. Die Leidenschaft in unserer Beziehung ist völlig dahin.“

Diese Erkenntnis macht es umso leichter, sich zu trennen. Weil Ihr beide von Euch aus zu dem Entschluss, dem Wunsch gekommen seid: „Es ist Zeit für Neues. Und deshalb trennen wir uns.“

Und zwar ganz ohne Liebeskummer.

Grund 2: Es gibt jemand Anderen.

Auch wieder so ein Klassiker. Dafür, dass man die Trennung nicht bereut. Denn: Man hat sich neu verliebt. In jemanden, mit dem alles irgendwie – schöner, einfacher, leidenschaftlicher, etc. erscheint.

Und da sind sie wieder, all die vielen Schmetterlinge im Bauch. Und man trennt sich von dem Anderen. Und zwar ganz ohne Liebeskummer.

Grund 3: Der Andere hat sich Dir gegenüber nicht gut verhalten.

Was wir ebenfalls beobachtet haben: Wie heftig der Herzschmerz letzten Endes wird, das hängt auch von den jeweiligen Umständen der Trennung ab. Sprich, ob und wie gut sich der Andere einem selbst gegenüber verhalten hat. Sowie in der Beziehung allgemein.

Stellen wir uns an dieser Stelle mal vor: Der Andere war ein absolutes A…loch. Rücksichtslos. Ohne große Empathie. Ist vielleicht fremd gegangen. Wenn man das alles erkennt: Dann fällt es umso leichter, los zu lassen. Und ein neues Kapitel aufzuschlagen. Sich von dem Anderen zu trennen. Und zwar ganz ohne Liebeskummer.

Grund 4: Du erkennst, dass die Beziehung einfach nicht auf Dauer funktionieren würde.

Aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht hat es für diese Erkenntnis einige Zeit gebraucht. Vielleicht kam sie auch relativ rasch. Doch die Schlussfolgerung ist die Gleiche: Auf Dauer hätte Dich diese Partnerschaft nicht glücklich gemacht.

Das kannst Du mit Deinem Verstand, also rational, sehr gut erkennen. Und es macht Dir die Sache leichter, die Trennung zu vollziehen. Sie zu akzeptieren. Denn: Es sollte mit diesem einen Partner, mit dieser einen Partnerin wohl nicht sein. Das ist in Ordnung. Du kannst und solltest jetzt gehen. Was du auch tust. Und zwar ganz ohne Liebeskummer.

Trennungen ohne Liebeskummer – gibt es die überhaupt?

Vielleicht wird manch einer diese Vorstellung ganz schnell abbügeln. Und bemerken, dass es wohl immer bestimmte traurige und wehmütige Gedanken nach der Trennung gibt. Ungeachtet der jeweiligen Umstände…

Vor allem dann, wenn man realisiert: Es ist wirklich aus. Nun ist da eine gewisse Leere. Eine gewisse Lücke, die vorher durch die Partnerschaft ausgefüllt wurde.

Man muss sich von bestimmten Träumen, Wünschen, etc. verabschieden. Und so weiter.

Das alles stimmt auch. Das wollen wir an dieser Stelle gar nicht verneinen! Ein gewisser Abschiedsschmerz, eine gewisse Wehmut sind daher meist normal. Doch wie lange und intensiv diese ausfallen, das ist von Situation zu Situation verschieden….

 

Du hast nun einiges über verschiedene Sonderfälle in Sachen Herzschmerz nach dem Aus gelesen. Doch wollen wir uns nun einer Frage widmen, die uns ebenfalls immer wieder gestellt wird: Wie lange braucht es eigentlich, bis wir über alles hinweg sind?

Liebeskummer nach Trennung – wie lange dauert er?

Tja – wenn man diese Frage so einfach beantworten könnte! Das würde es vielen leichter machen, sich der Situation zu stellen. Einfach, weil man weiß: Bis dann und dann dauert es mit dem Liebeskummer… und dann ist es endlich vorbei!

Doch leider können (auch) wir auf diese Frage keine pauschale Antwort geben. Keine zumindest, die auf alle und jeden zutrifft! Vielmehr ist es so: Wie lange es mit dem Liebeskummer dauert, hängt von diversen Faktoren ab. Welche das sind? Schauen wir uns sie genauer an!

Faktor 1: die Umstände der Trennung

Wir haben es weiter oben ja bereits angesprochen: Wie lange und wie intensiv man trauert, das hängt auch mit den jeweiligen Umständen der Trennung zusammen. Also, wie es auseinander ging. Wer sich von wem getrennt hat. Oder ob die Trennung einvernehmlich geschehen ist. (Darauf sind wir ja weiter oben bereits eingegangen.)

Und so können wir hier als Faustregel festhalten: Je weniger schmerzhaft die Trennung für einen war, umso weniger wird man leiden. Und umso schneller wird man den Liebeskummer hinter sich gebracht haben. Klingt ziemlich einleuchtend, nicht wahr?

Faktor 2: die Intensität der Gefühle für den Anderen zum Zeitpunkt der Trennung

Damit meinen wir: Wie sehr man ihn oder sie, also den oder die Ex, zum Zeitpunkt der Trennung noch geliebt hat. Ob überhaupt noch Gefühle für den Anderen mit im Spiel waren. Oder ob gar keine mehr vorhanden waren.

Hierbei gilt: Je weniger Gefühle man für den Anderen (noch) hat, umso weniger wird man unter Liebeskummer leiden. Und umso schneller wird man über ihn oder sie hinweg sein.

Faktor 3: wie glücklich die Beziehung war

Und wie erfüllt. Ist auch logisch, wenn man so drüber nachdenkt: Je mehr schöne Erinnerungen man an die Beziehung, an ihn oder sie hat, umso mehr und stärker wird man trauern. Umso länger wird man es mit Liebeskummer zu tun haben. Einfach, weil einem das Loslassen nun umso schwerer fällt. Weil man noch immer an diesem Teil der Vergangenheit hängt. Und zwar sehr!!

Doch wenn dies nicht der Fall war, wenn es gerade zum Ende der Beziehung hin viele, viele Probleme und Konflikte gab: Dann wird man sich nach dem Aus eher befreit und erleichtert fühlen. Froh sein, dass es aus ist. Und umso schneller mit dem Liebeskummer fertig sein…

Faktor 4: die Dauer der Beziehung

Auch die Dauer der Beziehung spielt in der Hinsicht übrigens eine Rolle. Auch klar, wenn man so ein wenig drüber nachdenkt. Denn: Wer nur zwei Wochen mit jemandem zusammen war, der kann in der Regel schneller wieder nach vorne schauen. Schneller als jemand, der mit seinem Partner oder seiner Partnerin zwei Jahre oder länger zusammen war.

Denn: Je länger die Beziehung ging, umso mehr hat man mit dem Anderen geteilt. Umso mehr gemeinsame Erinnerungen und Projekte, gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse gab es. Das verbindet. Das schweißt zusammen. Und das macht es für viele nicht einfacher, all dem nun Lebe wohl zu sagen. Im Gegenteil!

Faktor 5: die Selbstliebe

Auch dies spielt eine ganz wesentliche Rolle in Sachen Liebeskummer Dauer. Denn: Je besser man sich nach dem Aus nun um sich selbst kümmern kann, je besser es einem gelingt, die persönlichen Bedürfnisse wahrzunehmen und sie zu realisieren: Umso schneller wird es mit einem nach dem Aus auch wieder bergauf gehen.

Denn: Man schafft es, sich mehr und mehr (wieder) auf sich selbst zu konzentrieren. Nicht Trübsal zu blasen. In Selbstmitleid zu versinken. Zu Hause auf dem Sofa sitzen zu bleiben. Und allem hinterher zu trauern… Das sind nämlich so Faktoren, die den Liebeskummer nur noch schlimmer machen! Und die Dauer erheblich verlängern.

Wenn man sich jedoch ein gewisses Maß an Selbstliebe und -achtung bewahrt hat: Dann wird man die Dauer des Liebeskummers umso mehr verkürzen können. Noch ein Grund mehr, gerade jetzt auf sich selbst zu hören! Und sich zu fragen: „Was könnte mir jetzt gut tun?“ Versuche es zumindest!

 

Liebeskummer Dauer: die Formel um den Herzschmerz zu berechnen

Mathematiker aufgepasst: Ihr könnt die Dauer Eures Liebeskummers auch berechnen. Und zwar, indem Ihr diese Formel verwendet:

 

Diese stammt von dem britischen Forscher Gareth Sunden. Den die Frage nach der Dauer des Liebeskummers scheinbar ebenfalls ziemlich umgetrieben hat. Und der daher nicht geruht hat, bis er diese Formel entwickelt hat. Um endlich eine Antwort geben zu können…

Vielleicht fragst Du Dich an dieser Stelle, was all die Formelzeichen eigentlich bedeuten. Hier der Überblick:

 

  • tLK … Dauer Deines Liebeskummers / der Trennungsschmerzen ausgedrückt in Monaten
  • M … Anzahl der Monate, die Du mit Deinem oder Deiner Ex zusammen warst
  • L …Wie stark die Liebe zu ihm oder ihr war. Auf einer Skala zwischen 1 und 10 ausgedrückt! 1 bedeutet dabei sehr wenig bzw. nur oberflächlich. 10 hingegen steht für „Er oder sie war die Liebe meines Lebens..“
  • Nw … bezeichnet die Anzahl der Nächte in einer (durchschnittlichen, normalen) Woche, die ihr zusammen verbracht habt
  • Kj … Wie häufig Ihr seit der Trennung noch Kontakt habt – auch pro Woche. Doch Achtung: Kontakte per Facebook sowie zu seiner oder ihrer Familie zählen da ebenfalls mit dazu!
  • E … hierbei geht es darum, von wem die Entscheidung für die Trennung eigentlich ausging. Auch wieder auf einer Skala von 1 bis 10. 1 steht dabei für „ Du hast Dich von ihm oder ihr getrennt“. Und 10 für „ er oder sie hat mit Dir Schluss gemacht.“
  • S … hierbei geht es darum, wie stark Dein derzeitiges Selbstwertgefühl ist. Auch wieder – Du ahnst es vermutlich schon – auf einer Skala von 1 bis 10. 1 steht dabei für „Ich finde mich überhaupt nicht gut. Ich fühle mich vollkommen wertlos, einsam und allein…“. und 10 für „Oh, mir geht es eigentlich ziemlich gut! Ich fühle mich wohl mit mir selbst. Und mich kann nichts bis kaum etwas erschüttern. Nicht mal die Trennung hat mich groß rein reiten können…“

Dann mal los – Taschenrechner gezückt und an die Berechnung gemacht! Und Du wirst hoffentlich besser einschätzen können, wie lange Du (noch) unter Liebeskummer leiden musst….

Wie lange dauert der Liebeskummer im Durchschnitt?

Vielleicht reicht Dir die Formel noch immer nicht als Antwort. Vielleicht möchtest Du mehr: mehr Richtwerte. Mehr durchschnittliche Angaben. Gut: Die sollst Du bekommen!

Wir beschäftigen uns nun schon ja seit einiger Zeit mit dem Thema Liebeskummer. Auch damit, wie lange er eigentlich dauert. Wir haben mittlerweile sehr, sehr viele Geschichten und Erfahrungsberichte hierzu gehört und gelesen. Und konnten deshalb feststellen:

In der Regel dauert es mit dem schlimmsten Liebeskummer vier bis sechs Wochen. Was wir mit „dem schlimmsten Liebeskummer“ meinen? Nun: damit ist diese Phase gemeint, die voller Verzweiflung, Trauer, Wut und all diesen weiteren Gefühlen ist. All diesen Gefühlen, die einen die persönlichen Grenzen bringen. Die mitunter alles so „schwarz“ erscheinen lassen.

So lange dauert diese Phase also. Sofern man verlassen wurde und/ oder die Trennung recht schmerzhaft für einen war. Noch gewisse Gefühle für den oder die Ex vorhanden waren.

Das haben übrigens auch Studien gezeigt. Demzufolge es nach besagten sechs Wochen mit 71 % der Teilnehmer wieder bergauf ging. Zumindest, was Energie, Zuversicht und Hoffnung anbelangt..

Wir hoffen an dieser Stelle mal, dass dies ermutigende Nachrichten für Dich sind! Und dass Du weiterhin Deinen Weg gehst. Der Dich letzten Endes raus aus dem Liebeskummer führt. Egal, wie lange er auch dauert.

Denn eines ist sicher: Je schneller und je besser Du wieder zu Dir selbst findest, je mehr Du bei Dir bist, umso schneller wird es mit dem Liebeskummer auch vorbei sein.

Und: Das Ganze ist nun mal ein Prozess. Es gelingt nicht von heute auf morgen, den oder die Ex los zu lassen. Vor allem dann nicht, wenn man einige Jahre miteinander verbracht hat. Vielleicht gar vor den Traualtar getreten ist und den Ehering am Finger trug. Wenn man gemeinsame Kinder hatte. Dann wird es einfach schwerer, dieses Kapitel abzuschließen…

Und noch ein Hinweis: Es kann immer mal wieder sein, dass Dich der Liebeskummer erneut erwischt. Dass Gefühle wie Wut, Trauer, Verzweiflung, …. erneut zuschlagen. Auch, wenn Du Dich eigentlich auf dem Weg der Besserung befunden hast. Das kann immer mal wieder passieren. Gib bitte trotzdem nicht auf. Gehe weiter. Habe Mut. Du wirst belohnt werden!!!

Zeit, nun zum Schluss zu kommen! Schließlich haben wir Dir zu diesem wahrlich großen Thema reichlich Infos geliefert. Doch wollen wir zu guter Letzt noch einige Worte an Dich richten…

Liebeskummer nach Trennung: Unser Fazit:

Es gibt viele verschiedene Arten von Liebeskummer. Die von der jeweiligen Situation, von den jeweiligen Umständen abhängen.

Denn: Jede Situation ist anders. Jeder startet von einer anderen Position aus. Nehme Deine persönliche Situation an. Denke darüber nach: wie sie ist. Versuche, sie zu akzeptieren. Du kannst sie ohnehin nicht ändern! Und gegen sie ankämpfen, das wäre eine Schlacht gegen Windmühlen (und entsprechend erfolglos). Je besser Dir das annehmen gelingt, umso besser wirst du auch mit dem Schmerz zurecht kommen. Das können wir aus Erfahrungen heraus sagen!

Und egal, wie stark und intensiv der Herzschmerz ist: Du kannst etwas gegen ihn tun! Und bestimmte Maßnahmen und Strategien ergreifen. Du hast es in der Hand, Deine Gefühle zuzulassen. Dich der Situation zu stellen. Oder alles zu verdrängen. (und dann umso mehr leiden). Führe Dir das immer wieder vor Augen! Dann wird es Dir leichter fallen, mit dem Liebeskummer nach Trennung umzugehen. Und ihn zu überwinden..