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Kontaktabbruch Psychologie – was steht dahinter?

Er oder sie meldet sich auf einmal nicht mehr bei Dir? Bzw. immer weniger? Und Du weißt nicht, was hinter seinem oder ihrem Verhalten steckt? Was die psychologischen Gründe dahinter sind? Wie man das mithilfe der Psychologie erklären kann?

 

In diesem Beitrag will ich Dir genau das erläutern und darlegen. Ich habe mich diesem Thema schon aus einem gewissen Eigeninteresse heraus genähert und mich intensiv damit beschäftigt. Einst nämlich war meine Ex von einem auf den anderen Tag aus meinem Leben verschwunden. Und ganz ehrlich: Das war ziemlich hart für mich.

Ich stand da und wusste einfach nicht: Wie soll ich mit dieser Situation umgehen? Was tun? Und irgendwie wusste ich: Wenn ich ihr Verhalten besser verstehen könnte, dann wäre es irgendwie einfacher für mich.

 

Deshalb setzte ich mich hin. Wälzte Fachliteratur. Sprach mit Experten. Mit anderen, die in genau der gleichen Situation waren. Und auf diese Weise fand ich so einige interessante Erkenntnisse heraus…

welche das sind, möchte ich Dir hier zeigen. Doch zunächst einmal das Inhaltsverzeichnis. Damit Du auch weißt, was in diesem Beitrag alles zu finden ist:

1) Kontaktabbruch Psychologie – was passiert mit dem Verlassenden?

2) Kontaktabbruch Psychologie – was sind die Gründe hinter seinem oder ihrem Verhalten?

3) Was sind die Konsequenzen, die Du jetzt ziehen solltest?

4) und mein Fazit zum Thema!!



 

Kontaktabbruch Psychologie – was passiert mit dem Verlassenden?

Eines beschäftigt einen in dieser Situation ganz besonders: Was geht in dem Anderen, also dem, der verlässt, eigentlich vor? Was macht dieser Schritt, diese Entscheidung mit ihm oder ihr? Spannende Fragen, wie ich finde! Und genau deshalb wollen wir sie uns nun genauer anschauen:

 

Kontaktabbruch Psychologie – was passiert mit dem Verlassenden? 1. Es fällt ihm oder ihr oft nicht leicht.

Klar, für den Anderen sieht es so aus, als sei der Kontakt einfach leichten Herzens abgebrochen worden. Als schere sich der Verlassende einen Dreck darum, wie es einem jetzt geht. Was diese Entscheidung in einem selbst auslöst. Und so weiter.

Aber häufig ist es so: Der Andere macht sich diese Entscheidung wirklich nicht leicht. Nein, es fällt ihm oder ihr oft sogar sehr schwer, zu gehen!

Schließlich gibt es so einiges an schönen Momenten und Erinnerungen. Es gibt dieses Band in Form der gemeinsamen Vergangenheit. Man hat den Anderen einst geliebt und das sehr. Allein schon deshalb möchte man ihn oder sie nicht leiden sehen!

 

Deshalb braucht man meist eine gewisse Zeit, um zu dieser Entscheidung zu gelangen. Um wirklich die Tür zu dieser Vergangenheit zu schließen. Um etwas zu beenden (was gerade im zwischenmenschlichen Bereich niemals leicht ist. Das zeigen die Erfahrungen.).

Deshalb wird man schon sehr mit sich ringen. Vielleicht ist es ein Entschluss, der nach und nach, über Tage, Wochen, Monate hinweg reift. Bis man merkt: Nein, es geht einfach nicht mehr. Die Gefühle für den Anderen, sie sind nicht mehr da. Die Probleme, die zwischen beiden stehen: Sie sind zu groß. Oder man hat sich schlicht und einfach auseinander entwickelt…

Das alles kann passieren – und das passiert, immer und immer wieder.

 

Vielleicht macht er oder sie sich aber auch sehr wenige Gedanken darüber. Ganz ehrlich: Das sagt schon so einiges über seinen oder ihren Charakter aus, oder? Und willst Du Dich wirklich an jemanden binden, der so rücksichtslos, so ohne Empathie und Mitgefühl ist? Tja…

 

Kontaktabbruch Psychologie – was passiert mit dem Verlassenden? 2. Oft wird der Kontakt abgebrochen, um zu schmollen.

Er oder sie fühlt sich von Dir falsch behandelt. Aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht denkt er oder sie: Du hast Dich nicht genug gekümmert. Nicht um ihn oder sie. Nicht um die Beziehung.

Vielleicht gab es aber auch einen großen Streit zwischen Euch. Oder diverse Meinungsverschiedenheiten, die schließlich zur Eskalation führten.

 

Fakt ist: Der oder die Ex fühlt sich von Dir nicht richtig anerkannt. Ist verletzt. Und will es Dir auf gewisse Weise nun heimzahlen. Sich dafür rächen, dass er oder sie nun verletzt ist. (tja, sehr reif, nicht wahr?).

Was tun?

Er oder sie zieht sich plötzlich zurück. In die Schmollecke, sagen wir es ruhig so! Um seine oder ihre Wunden zu lecken. Doch auch aus einem anderen Grund. Denn er oder sie weiß instinktiv genau: Mit diesem Schritt „hat“ er oder sie Dich. Das ärgert, das trifft und verletzt Dich. Und genau diesen Umstand nutzt er oder sie nun aus. Es ist eine Form von Macht beweisen…. (mehr Kommentare erspare ich mir an dieser Stelle.)

 

Kontaktabbruch Psychologie – was passiert mit dem Verlassenden? 3. Er oder sie wurde massiv verletzt und zieht sich deswegen zurück

Durch Dein Verhalten. Gegenüber ihm/ ihr und in der Beziehung. Vielleicht hast Du tatsächlich einen Fehler begangen. Etwa, indem Du fremd gegangen bist. Eine Affäre hattest, die ein wenig länger gedauert hat. Mehr war als nur ein harmloser Ausrutscher nach einer langen Nacht mit zu viel Alkohol. Nein, da war sehr viel mehr im Spiel…

Vielleicht hast Du auch gelogen. Und zwar nicht nur harmlose Notlügen verwendet…. Oder ihm oder ihr etwas verheimlicht.

Doch zu wenig um die Beziehung gekümmert. Weil es in diesem Moment einfach wichtiger war, ins Büro zu gehen und an der eigenen Karriere zu arbeiten. Oder du wolltest viel lieber Spaß haben und Party machen anstatt bei ihm oder ihr zu bleiben.

 

Fakt ist: Dein Verhalten hat ihn oder sie sehr verletzt. Und aus dem inneren Gleichgewicht gebracht. Er oder sie spürt jetzt ganz genau: Er oder sie braucht nun Zeit für sich. Muss sich erst einmal zurück ziehen. Um das alles zu verarbeiten. Um wieder auf die Beine zu kommen. Und mal ehrlich: Das ist auch irgendwie verständlich, nicht wahr?

 

Kontaktabbruch Psychologie – was passiert mit dem Verlassenden? 4. Oft ist es ein Hilfeschrei bei Beziehungsangst

Ja, auch das kommt immer und immer wieder vor: Dass er oder sie unter Beziehungsangst leidet. Generell sind Männer hiervon häufiger betroffen – tut mir Leid, Gentlemen! Doch zeigt die Erfahrung nun mal immer und immer wieder: Männer haben häufig mehr Schwierigkeiten damit, sich emotional wirklich an eine Person zu binden. Viele wollen einfach nicht erwachsen werden, keine oder möglichst wenig Verantwortung übernehmen. Für immer jung und ungebunden bleiben – so eine Art Playboy Dasein führen. Oder zumindest dieses Bild vermitteln…

Deshalb nehmen sie lieber Reißaus, bevor es wirklich ernst wird. Bevor oder wenn sie merken: Oh, jetzt kommen doch gewisse Gefühle gegenüber IHR. (oder ihm).

Denn die Angst vor der Nähe ist einfach zu stark. Deshalb rennt er oder sie weg. Obwohl es eigentlich schön mit dem Anderen war, wenn er oder sie ehrlich zu sich selbst ist.

 

Doch woher kommt diese Angst vor Beziehungen, vor einer zu großen (?) Nähe überhaupt? Oft hat es der Betroffene niemals wirklich gelernt, sich auf jemanden emotional einzulassen. Vielleicht, weil es in der Kindheit nur wenig Liebe gab. Keine emotionale Bezugsperson. Oder weil man(n) einst sehr schmerzhaft zurück gewiesen wurde in einer Beziehung. Oder von der großen Liebe verlassen.

Das hat bleibende Wunden hinterlassen. Und anstatt das zu verarbeiten, lässt man sich von nun an lieber auf gar nichts mehr ein. Und redet sich ein: Das reicht einem. Man tut es für sich. Und so weiter… (doch meist ist das eher Selbstbetrug.)

 

Kontaktabbruch Psychologie – was passiert mit dem Verlassenden? 5. Es gibt klare Gründe für einen Kontaktabbruch

Diese Gründe sind nicht immer leicht herauszufinden. Und von Person zu Person unterschiedlich. Vielleicht, weil man einfach nicht mehr kann. Weil die Probleme einfach zu groß sind.

Etwa, wenn der Andere psychische Probleme hat. Die einer glücklichen Beziehung im Wege stehen. Oder man selbst kann aus diesen oder jenen Gründen heraus einfach keine Beziehung (mehr) führen. Und deshalb zieht man die Reißleine…

Vielleicht kommt aber auch die Familie nicht mit dem Partner, der Partnerin klar. Oder der Freundeskreis. Diese machen den Anderen dann sozusagen schlecht. Lästern über ihn oder sie. Und davon lässt sich der Verlassende natürlich beeindrucken…. Und entscheidet sich dann schließlich dafür, zu gehen. Obwohl noch gewisse Gefühle da sind…

 

 

Ich habe Dir nun ausführlich erklärt, was diese Entscheidung eigentlich in dem Verlassenden auslöst. Doch warum macht er oder sie es eigentlich? Genau darum soll es in dem folgenden Kapitel gehen!

Kontaktabbruch Psychologie – warum macht es der „Verlassende“?

Vielleicht kannst Du sein oder ihr Verhalten nun ja schon ein bisschen besser nachvollziehen und verstehen. (das mit dem Akzeptieren ist natürlich eine andere Sache. Aber lassen wir das mal an dieser Stelle.)

Doch stellt sich natürlich die Frage, warum er oder sie Dich verlässt. Was seine oder ihre Gründe sind. Schauen wir uns das einmal genauer an:

 

1.) Weil er/sie Macht haben kann und über den Verlassenen hat

Klar: Er oder sie hat jetzt in gewisser Weise die Oberhand. Denn eines ist mal sicher: Er oder sie ergreift die Initiative. Und geht. Von Dir aus hättest Du nicht diese Entscheidung gefällt. Nein, Du wärst in der Beziehung geblieben.

Weil Du einfach noch zu viel für ihn oder sie empfindest. Weil Du mehr oder weniger glücklich mit ihm oder ihr warst. Weil Du mehr Gefühle hast als er oder sie für Dich.

 

Auf diese Weise entsteht also ein gewisses Ungleichgewicht. Denn Du bist emotional einfach tiefer, einfach mehr involviert. Stärker „drin“. Und das verschafft ihm oder ihr eine gewisse Macht.

Er oder sie erkennt das. Und mal ehrlich: Das gefällt ihm oder ihr auch. Er oder sie sonnt sich in dem Bewusstsein, in der Gewissheit, diese Macht über Dich zu haben. Oberwasser zu haben sozusagen.

Und diese Macht nutzt er oder sie dann aus.

Meist ist dies dann der Fall, wenn in ihm oder ihr eine tiefe innere Unsicherheit ist. Eine gewisse Leere. Deshalb braucht es solche „Gewissheiten“. Um das eigene Selbstvertrauen sozusagen zu stärken, „auf zu polieren“. Das ist auch irgendwie bezeichnend, wie ich finde. Doch leider kommt es immer und immer wieder vor…

Besonders bei solchen übrigens, die sich gerne als Alphatiere sehen. Die unbedingt dieses Bild von einem Menschen mit Macht kultivieren und vermitteln wollen. In solchen Bereichen, mit solchen Entscheidungen nutzen sie das dann auch aus. Und nehmen dafür in Kauf, dass der Andere tief verletzt wird…

2.) Um selber zu reflektieren und wieder zu sich zu finden

Vielleicht hat er oder sie sich schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich wohlgefühlt in der Beziehung. Nicht mehr wirklich angenommen, nicht mehr erfüllt. Er oder sie war nicht mehr glücklich. Und hatte das Gefühl, sich mehr oder weniger stark verloren zu haben.

Bzw. er oder sie war gerade dabei, sich selbst zu verlieren. Sich selbst und die eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

Deshalb der Entschluss, aus der Beziehung zu gehen. Und den Kontakt nicht länger aufrecht zu erhalten. Denn eines ist sicher: Er oder sie ist nicht mehr im inneren Gleichgewicht. Nicht mehr bei sich selbst. Nicht mehr authentisch. Und deshalb nicht wirklich glücklich.

 

Da hilft nur eines: Die Reißleine ziehen und gehen. Um seiner oder ihrer selbst willen. Auch, wenn das hart für den Anderen, also für Dich werden wird. Doch es geht einfach nicht anders. Denn man kann nicht länger in einer Beziehung bleiben, die einen nicht glücklich macht. Das ist auch verständlich, oder?

Und die Aussicht darauf, noch immer mit dem Anderen, also mit Dir, in Kontakt zu bleiben: die ist einfach zu viel. Dafür ist er oder sie (noch) nicht bereit. Das kann er oder sie noch nicht.

Ja, das ist ebenfalls sehr verständlich. Denn es ist nun mal so: Es fällt deutlich schwerer, wieder zu sich selbst zu finden, wenn man ständig von Vergangenheit – bzw. von dieser einen Vergangenheit – umgeben ist. Wenn man ständig noch mit dem oder der Ex zu tun hat. (außer natürlich, es gibt dazu wirklich keine Alternative.)

Deshalb ziehen die meisten einen klaren Strich. Und stellen den Kontakt ein. Setzen sozusagen die Scheuklappen auf. Und schauen nun nur noch auf sich selbst.

 

3.) Um manipulativ Gefühle auszulösen (z.b von vermissen)

Denn er oder sie will etwas ganz Bestimmtes erreichen. Zum Beispiel: Dass Du ihn oder sie vermisst. Dass Du merkst, was Du an ihm oder ihr hast.

Vielleicht will er oder sie Dir einfach zeigen: „Hey, begehe bloß nicht den Fehler, mich als selbstverständlich anzusehen! Ich bin nicht immer 24 Stunden am Tag für Dich verfügbar! Nein, ich bin etwas Besonderes in Deinem Leben. Und genau so will ich auch behandelt werden…“ In diesem Fall wäre es eine Art Hilfeschrei. Von jemandem, der sich nur ansatzweise anerkannt fühlt. Der mehr Aufmerksamkeit und Liebe braucht. Diesen Hilfeschrei solltest Du dann in jedem Fall ernst nehmen“! Sofern Dir noch etwas an der Beziehung, an ihm oder ihr liegt, natürlich….

 

Oder er oder sie will einfach nur seine Macht ausspielen. Siehe oben. Das, und da wiederhole ich mich gerne, ist schon irgendwie bezeichnend. Spricht für seinen oder ihren Charakter. Weitere Rückschlüsse erspare ich Dir…

 

Ich habe Dir nun wichtige Gründe dafür aufgezählt, warum er oder sie den Kontakt zu Dir einstellt. Doch stellt sich natürlich die Frage: Was ist eigentlich mit DIR? Mit Deinem psychischen Befinden? Was solltest Du jetzt tun? Genau darum geht es in dem nächsten Abschnitt!

Viel wichtiger ist deine Psychologie nach einem Kontaktabbruch

Ja, Du grübelst jetzt ständig darüber nach, warum er oder sie so handelt. Warum er oder sie Dich verlassen hat. Nicht mehr antwortet, weder auf Deine Nachrichten noch auf Deine Anrufe. Du weißt es nicht – oder vielleicht doch und diese Gründe beschäftigen Dich sehr.

Aber mal ehrlich: Es geht Dir damit nicht besser. Im Gegenteil! Du ziehst Dich nur noch mehr runter. Du kommst nicht weiter. Nein, Du bleibst stehen. Lebst in gewisser Weise in der Vergangenheit. Gibst Dir selbst alle Schuld der Welt, warum es so weit gekommen ist. Keine aufbauenden Gedanken, nicht wahr?

 

Da hilft nur eines:

Schere dich nicht darum, was er oder sie psychologisch durchmacht! Was in ihm oder ihr vorgeht. Was mit seinen oder ihren Gefühlen los ist. Er oder sie gehört nun nämlich der Vergangenheit an. Zumindest jetzt, für diesen Moment.

Schließlich hat er oder sie sich dazu entschieden, aus Deinem Leben zu gehen. Mehr solltest und brauchst Du eigentlich nicht zu wissen. Mehr sollte Dich eigentlich nicht kümmern. Schließlich beschäftigst Du Dich ja auch nicht ständig mit dem Gedanken, was aus Deiner Sandkastenfreundin, dem ersten Ex oder den ehemaligen Klassenkameraden geworden ist… (klar, ein Vergleich, der ein wenig schief ist. Aber das Prinzip sollte klar sein, oder?)

Sondern gehe wirklich in dich und reflektiere, was es mit dir macht! Dass es dir nicht gut tut. Und dass du deswegen NICHT darauf achten solltest ,was bei ihm oder ihr passiert. Sondern was du für dich brauchst.

Denn das Schlimmste, was Du jetzt tun kannst, das ist Folgendes: Dich und Deine eigenen Bedürfnisse hintenan stellen. Dich nicht mehr um Dich zu kümmern. Gerade jetzt, wo Du in einer schwierigen Situation bist! Damit tust Du Dir überhaupt keinen Gefallen. Im Gegenteil!

Denn mal ehrlich: DU bist nun mal das Wichtigste in Deinem Leben. DU – und niemand anderer sonst.

(und ich wage an dieser Stelle mal die Behauptung, dass er oder sie eher wenig Gedanken an Dich, ja, verschwendet. Willst Du ihm oder ihr daher wirklich diese Genugtuung geben? Das überlasse ich jetzt Dir…)

1. Wir denken oft darüber nach, was wir falsch gemacht haben

Und warum der Andere gegangen ist. Sich so und nicht anders entschieden hat. Warum wir ihn oder sie nicht glücklich machen konnten. Und so weiter…

ach, über solche Fragen könnten wir stundenlang, nein, Tage, Wochen, … nachdenken. Ohne, dass wir irgendwie weiterkämen. Und auf die wirkliche Lösung stoßen.

Denn mal ehrlich: Es gibt so viele verschiedene Sichtweisen auf der Welt wie es Menschen gibt. Jeder hat da so seinen eigenen Blick auf die Dinge, auf die Situationen. Und was Du damals als richtig empfunden hast: Das war aus seiner oder ihrer Sicht ein echter Fehler. Und ein Grund (mit) dafür, zu gehen.

Du wirst also niemals wirklich eine echte Antwort erhalten. Diese kennt nämlich nur der oder die Andere! Klar, Du kannst schon weiter Deine Zeit mit Raten und Rätseln verbringen. Versuchen, das fehlende Puzzle zusammen zu setzen. Oder im Nebel herum stochern, um es mit einer anderen Metapher zu sagen.

Aber: Du wirst niemals wirkliche und echte Gewissheit haben. Das ist einfach so!

Also warum Energie in eine unlösbare Frage stecken? Warum sich weiter damit aufhalten? Und dabei das eigene Leben, die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen? Höre damit auf! Es bringt einfach nichts!!!

 

Ganz abgesehen davon, dass Dich solche Gedanken nur noch weiter runter ziehen. Dass Du Dich umso schlechter fühlst. Wenn Du Dir nämlich permanent einredest, Du hättest etwas falsch gemacht: Dann machst Du Dich kleiner als Du bist. Dann machst Du Dir selbst Vorwürfe. Und so weiter. Ich muss Dir jetzt nicht sagen, was das für Dein eigenes Selbstvertrauen bedeutet, oder?

 

2. Wir fühlen uns oft nicht gut genug

Jeder Mensch hat diese Angst: nicht gut genug zu sein. Auch deshalb tun wir so viel dafür, um diesen Eindruck auszulöschen, vergessen zu machen. Wir wollen besser sein. Wir wollen es besser machen. Das ist ein echter Antrieb.

 

Doch diese Angst: Sie ist immer da. Mehr oder weniger stark. Und dann werden wir eiskalt verlassen. Als wären wir weniger wert. Dieser Gedanke manifestiert sich in uns! Der Gedanke nämlich: „Ich habe alles versucht. Ich habe mich so sehr angestrengt. Ich habe alles getan, was ich konnte. Und doch hat es nicht gereicht. Ich war einfach nicht gut genug für ihn oder sie. Ich konnte ihn oder sie nicht glücklich machen. Weil ich einfach zu klein, schwach, unintelligent, unattraktiv ,…. war“

Ja, wir sind wahre Meister darin, uns so zu fühlen. Uns auf diese Weise noch weiter runter zu ziehen. Und schon geraten wir in eine echte Spirale. Die leider abwärts führt….

 

Was tun? Arbeite unbedingt gegen diese Gedanken an! Indem Du Dich jetzt wirklich um Dich selbst kümmerst. Deine eigenen Bedürfnisse erfüllst.

Und Dir Folgendes klar machst: Es hat nichts mit dir zu tun, dass er oder sie gegangen ist (es sei denn, Du hast wirklich diesen einen heftigen Fehler gemacht und das ganz bewusst)! Es hat einfach nicht gepasst! Es sollte nicht sein – Punkt.

Gefühle lassen sich nämlich nicht erzwingen. Manchmal gehen sie. Ohne dass man es darauf anlegt. Dann sind sie weg – und es ist nun mal so.

Das bedeutet für Dich: Du trägst keine Schuld daran, dass seine oder ihre Gefühle nicht mehr vorhanden sind. Du hast das getan, was Du konntest. Du hast aus dem besten Wissen und Gewissen heraus gehandelt, damals in diesem Moment. Man könnte sagen: Du wusstest es nicht besser.

Klar: Wir würden im Rückblick oft so einiges anders machen. Nicht nur in der Hinsicht. Doch wir sind nun mal Menschen – und die machen bekanntlich Fehler. Das wird bei Deinem oder Deiner Ex nicht anders sein!!

 

Und denke auch über Folgendes nach: Konnte er oder sie Dich ständig, 24 Stunden am Tag, glücklich machen? Meist wird die Antwort nein lauten…

3. Wir entwickeln oft Beziehungsängste!

Vor allem dann, wenn wir in Sachen zwischenmenschliche Beziehungen schlechte Erfahrungen gemacht haben. Viele etwa haben in ihrer Kindheit nur wenig Liebe erfahren. Obwohl sie sich so nach dieser sehnten!

Oder sie wurden von ihrer großen Liebe verlassen. Das hat sie bis in ihr Innerstes erschüttert. Und zwar so sehr, dass sie von nun an eine große Angst haben, dass ihnen das noch einmal passiert. Dass es noch einmal so weit kommt. Das ist auch irgendwie verständlich…. (nein, das ist KEINE Entschuldigung. Aber eben eine Erklärung…)

Deshalb ist diese große Angst vor Nähe da. Und sobald es ernst wird, wird dann Reißaus genommen. Bloß nicht mehr verletzt werden, lautet die Devise…

Vielleicht geht es Dir genau so. vielleicht hast Du jetzt Angst, Dich wieder auf jemanden einzulassen. Dich in gewisser Weise von jemandem abhängig zu machen. Zumindest in emotionaler Hinsicht!

Aber eines möchte ich Dir an dieser Stelle ganz klar mit auf den Weg geben: Nicht jeder tickt so wie Dein oder Deine Ex. Es gibt so viele andere Männer und Frauen da draußen. Die so unterschiedlich im Vergleich zu ihm oder ihr sind!

Und das bedeutet: die Wahrscheinlichkeit, dass es genau so noch einmal kommt, dass Dir das Gleiche so noch einmal passiert: Die ist sehr gering. Und das ist doch eigentlich eine ganz gute Aussicht, oder?

4. Wir geben uns die Schuld

Und machen uns sehr, sehr große Vorwürfe. Sehen nicht, dass auch der Andere Fehler gemacht hat – siehe oben.

Nein, wir suchen die Schuld bei uns. Aber in Wahrheit trifft niemanden die Schuld! Es sollte einfach nicht sein und hat nicht gepasst! Mach dir das bewusst! Und quäle Dich nicht länger mit solchen Gedanken. Sie helfen Dir nicht. Im Gegenteil: Sie würden alles nur noch schlimmer, Dich noch kleiner machen! Willst Du das wirklich? Ich hoffe nicht!!

 

 

ich habe Dir hoffentlich nun wertvolle Tipps geben und Dir auch weiterhelfen können. Deshalb ist es nun Zeit für mich, diesen Beitrag zu beenden. Und zum Schluss zu kommen:

Kontaktabbruch Psychologie – mein Fazit!

Keine Frage: Die Situation ist wirklich alles andere als leicht. Doch genau deshalb ist es jetzt so wichtig, dass Du gut zu Dir selbst bist. Vor allem bzw. nur auf Dich schaust. Und nicht ständig drüber nachdenkst, warum der Andere das gemacht haben könnte.

Denn das wirst Du niemals zu 100 % wissen. Du kannst nur raten. Und das ist, wenn Du mich fragst, eher Zeitverschwendung. Da ist es besser, auf Dich selbst zu achten. Und darauf, wieder ins innere Gleichgewicht zu finden. Das ist schließlich auch eine gewisse Aufgabe…

 

… für die ich Dir an dieser Stelle alles Gute wünschen möchte!!