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Liebeskummer ich kann nicht mehr

„ich habe so starken Liebeskummer. Ich kann einfach nicht mehr.“ Kommt Dir dieser Satz nur allzu bekannt vor? Geht es Dir gerade genau so?

Und jetzt weißt Du nicht, wie Du weitermachen sollst? Was Du überhaupt tun kannst in dieser so schwierigen Situation? Was hilft wirklich? Und hört dieser große, so starke Schmerz jemals wieder auf?

Fragen über Fragen. Die einen nicht selten an den Rand der Verzweiflung bringen. Und glaube mir: ich kann Dich so gut verstehen. Denn einst ging es mir genauso..

Damals nämlich, als ich von meiner großen Liebe verlassen wurde. Ich war wie am Boden zerstört. Wusste nicht, was ich tun sollte. Fühlte nichts mehr. Außer Leere. Und diesen großen, großen Schmerz. Diese unbändige Verzweiflung.

Aber, und das ist die gute Nachricht: Es gibt einen Ausweg. Du kannst den Liebeskummer hinter Dir lassen. Auch, wenn er jetzt gerade so stark ist.

Ich selbst habe viel ausprobiert. Einiges hat funktioniert. Einiges weniger. Mein Wissen möchte ich an dieser Stelle mit Dir teilen. Um Dir zu helfen, da endlich heraus zu kommen.

Was Dich in diesem Beitrag erwartet? Dies hier:

1) Warum Du bei Liebeskummer nicht mehr kannst

2) wie es bei mir abgelaufen ist.

3) was bei sehr starkem Liebeskummer hilft

4) und warum Du es schaffen wirst.


Was tun gegen Liebeskummer: ich kann nicht mehr

Liebeskummer ist eine solch schmerzhafte Erfahrung. Manch einer sagt: Die schmerzhafteste, die wir überhaupt machen können. Doch warum ist das so? Warum fühlt es sich manchmal so an, als sei es das Ende der Welt? Warum muss es so weh tun?

Warum kann man nach Liebeskummer einfach nicht mehr?

Liebeskummer ergreift uns auf allen drei Ebenen. Der körperlichen, der mentalen sowie der seelischen. Das macht es so schwer: weil es eben eine so ganzheitliche Erfahrung ist. Doch warum ist das so? Schauen wir uns die Gründe einmal genauer an:

Grund 1: Man fühlt sich innerlich so leer

Du fühlst Dich einfach nur noch innerlich leer. Da ist kaum, eigentlich gar kein Raum mehr für Empfindungen. Nichts ist da, nichts ist zu spüren.

Außer dieser dumpfen Verzweiflung. Dieser stillen und doch so übermächtigen Trauer. Diese Gefühle überschatten alles. Und verhindern, dass wirklich etwas zu Dir durchdringt. Dass Du Dich auf die Gegenwart, auf den Alltag konzentrieren kannst. Und irgendwie scheint alles so seltsam unwirklich zu sein. Fast ist es, als ob alles einer anderen Person geschieht…

Grund 2: Man ist vollkommen verzweifelt.

Und dann ist da diese Verzweiflung. Diese ständige Empfindung, dass Du Dich gerade in einem großen, großen Alptraum befindest. Solange Du schläfst: Solange ist alles noch in Ordnung. Doch kaum wachst Du auf, kannst Du Dich eben nicht mehr in Deine Träume flüchten.

Und die Realität holt Dich wieder ein. Mit ihr kommt diese Schwärze zurück.

Vielleicht kannst Du auch kaum noch schlafen. Wachst mitten in der Nacht auf. Um Dich schlaflos umher zu wälzen. Und es scheint einfach nicht besser zu werden…

Grund 3: Man sieht keine Perspektive mehr.

Die Zukunft? Sie scheint so weit weg zu sein. Die Vergangenheit hingegen: sie ist so präsent. Doch hat dies auch seine Tücken. Denn Du erkennst, was Du verloren hast. Was Dich einst so glücklich gemacht hat, die Beziehung mit ihm oder ihr: Sie ist nun der Quell Deiner Verzweiflung, Deiner Ängste. Deiner Hoffnungslosigkeit.

Denn Du hattest sie gefunden, die Liebe. Und dann wieder verloren.

Das tut so weh. Und Du hast das Gefühl, mit ihm oder ihr alles, aber auch wirklich alles verloren zu haben. Du hast das Gefühl, dass Du eigentlich gar nichts mehr bist ohne ihn oder sie. Denn so vieles war mit Deinem oder Deiner Ex verbunden, unauflöslich. Ihr beide habt so vieles miteinander geteilt. So viele Hoffnungen, Träume, Ziele und Wünsche.

Vielleicht gab es schon konkrete Pläne für die Zukunft. Doch all das ist nun wirklich und ein für allemal vorbei. Und die Zukunft, sie scheint für Dich nicht mehr zu existieren.

Grund 4: Man gibt sich in gewisser Weise selbst auf.

Weil man einfach nicht mehr kann. Weil man keine Energie mehr hat, sich um sich selbst zu kümmern. Es geht einfach nicht… Denn schon die kleinste Bewegung scheint wie die größte Anstrengung der Welt zu sein.

Man gibt sich also selbst auf – in gewisser Weise zumindest. Man lässt sich gehen. Verbringt den ganzen Tag in Pyjama und Co auf dem Sofa oder im Bett. Das Geschirr stapelt sich um einen ringsherum – na und? Der Staub sammelt sich in den Ecken – man hat keinen Blick dafür. Es übersteigt einfach die Kräfte, aufzustehen, sich aufzuraffen. Selbst das Telefonieren mit Freunden fällt auf einmal so schwer…

Warum fühlt man sich bei Liebeskummer so schlecht?

Woher kommen all diese Gefühle, all diese so negativen Empfindungen? Dahinter stecken ganz bestimmte Gründe. Welche das sind? Auch dies wollen wir uns nun ein wenig ausführlicher ansehen…

Grund 1: Man empfindet weder Zuversicht noch Freude.

All die positiven Gefühle: Es scheint so lange her zu sein, dass man sie selbst bei sich gespürt hat. Sie scheinen so weit weg zu sein. Wann war das letzte Mal, dass man gelacht hat, aus vollem Herzen? Wann war das letzte Mal, dass man einfach nur glücklich und zufrieden mit sich und der Welt war?

Man kann es nicht mehr sagen. Und die Verzweiflung darüber, der Zweifel daran, überhaupt jemals wieder glücklich zu sein, die fallen umso größer aus…

Grund 2: Man wurde von seiner Liebe zurückgewiesen.

Und das tut so weh. Man war nicht gut genug – zumindest fühlt es sich so an. Diese Art von Zurückweisung signalisiert einem: „Du konntest mich nicht glücklich machen. Du warst nicht das, was ich gesucht habe.“

Obwohl man alles versucht hat. Obwohl man so viel in die Beziehung hinein gesteckt, so viel investiert hat. Man war da, man hat sein Bestes gegeben. Ist in bestimmten Bereichen vielleicht gar über sich hinaus gewachsen.

Und doch war es nicht genug. Und das tut so weh. Dieses Gefühl, unzulänglich gewesen zu sein.

Und damit einher geht oft das Gefühl von Wertlosigkeit. Man scheint nichts mehr wert zu sein, nachdem der Andere die Beziehung beendet hat. Was tun?

 

Bitte denke daran: Du bist nicht allein mit Deiner Situation. Auch, wenn dies vielleicht nur ein schwacher Trost ist. Doch da draußen gibt es so viele Menschen, die genau das Gleiche durchmachen mussten wie Du jetzt. Die vielleicht gerade in genau der gleichen Situation stecken.

Vielleicht ist dieser Gedanke nur ein schwacher Trost für Dich. Doch vielleicht hilft er Dir auch. Denn dieser Gedanke bedeutet: Andere haben es geschafft, da heraus zu kommen. Diese Situation zu überstehen. Und das gilt auch für Dich…

 

Bei mir war das in jedem Fall so. Und das ist Grund genug für mich, Dich an meinen persönlichen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Und an dieser Stelle ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern, wie man so schön sagt:

Liebeskummer hört nicht auf. Wie war es bei mir persönlich?

Vor ziemlich genau fünf Jahren hat mich meine große Liebe verlassen. Wir waren zuvor zwei Jahre zusammen gewesen. Zwei Jahre, die für mich sehr glücklich waren, insgesamt betrachtet.

Klar gab es schon das ein oder andere Problem. Den ein oder anderen Konflikt. Doch nichts Dramatisches! Und ich selbst wäre niemals von mir aus auf den Gedanken gekommen, den Schlussstrich zu ziehen. Und die Beziehung zu beenden.

Ich wurde von seiner Entscheidung komplett überrascht. Weil ich einfach nicht damit gerechnet hatte. Nie im Leben hätte ich mir das vorstellen können! Und eines kann ich Dir sagen: Im ersten Moment konnte und wollte ich nicht glauben, was ich da gerade von ihm gehört hatte.

Wie ging es mir nach der Trennung?

Ich stand komplett neben mir. Die ersten Tage fühlten sich an, als sei ein Bulldozer über mich hinweg gefahren. Oder als sei ich gegen eine sehr, sehr harte Wand gerannt – suche Dir was aus.

Ich konnte nicht mehr klar denken. Wenn man mich ansprach, musste ich noch mal nachfragen (und nicht selten noch einmal und noch einmal). Ich hatte Schwierigkeiten, mich auf irgendetwas zu konzentrieren. Nachts wachte ich auf, weil ich nicht mehr schlafen konnte. Auch Appetit hatte ich keinen mehr.

Nichts konnte mehr mein Interesse wecken. Nichts konnte mich mehr fesseln. Und alles, alles schien so schrecklich mühsam zu sein. Meine Kräfte zu übersteigen.

 

Es wurde einfach nicht besser. Selbst nach Wochen nicht. Obwohl mir das jeder gesagt hatte. Dieser Satz „Die Zeit heilt alle Wunden“ – bei mir schien er einfach nicht zu funktionieren. Und das steigerte meine Verzweiflung erst recht…

Was waren meine Gefühle nach dem Aus?

An dieser Stelle möchte ich Dir einen Auszug aus dem Tagebuch vorstellen, das ich damals geführt habe. Damals, als es mir so schlecht ging. Auch, damit Du siehst: Du bist nicht alleine! Denn es gibt so viele andere, die Deine Situation so sehr nachvollziehen können.

 

Hier ist nun der Auszug:

Mir ging es richtig schlecht. Und ich konnte an nichts anderes mehr denken.

„Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Ich bin komplett verzweifelt. Nachts liege ich stundenlang wach. Ich wälze mich in meinem Bett herum. In mir ist nur Verzweiflung.

Und ich kann immer nur an uns beide denken. Daran, dass er mit mir Schluss gemacht hat. Manchmal vergesse ich das. Vor allem am Morgen, wenn ich ziemlich gerädert aufwache. Dann bin ich glücklich. Für einen ganz kurzen Moment. Dann aber fällt mir alles wieder ein. Dass er nicht mehr da ist. Dass er mich verlassen hat.

Und ich habe das Gefühl, ich falle, einmal mehr. Ich falle und falle. Und es gibt keinen Halt. Ich habe solche Angst. Angst, dass ich es nicht schaffe. Und dass ich niemals wieder glücklich sein kann. Dass ich niemals mehr jemanden finde wie ihn.“

Ich kehrte fast schon zwanghaft zu den gemeinsamen Erinnerungen zurück.

„Ich war so glücklich mit ihm. Wir hatten so schöne Momente zusammen. Wir waren so ein tolles Paar! Das haben so viele gesagt. Und ich hatte so viele Pläne mit ihm. Wir wollten so viel zusammen machen.

Was er alles für mich getan hat. Damals. Ich muss immer wieder daran denken. Daran, wie zärtlich er sein konnte. Wie beschützend. Wie großzügig. Wie toll er zuhören konnte. Er hat sich immer Zeit für mich genommen. Um sich meine Sorgen anzuhören. Um mir seine starke Schulter zu bieten.

Mir fehlt das so sehr. Und ich muss immer wieder daran denken. An einzelne Momente, die wir zusammen hatten. Es waren so viele schöne dabei! Hat ihm das alles denn überhaupt nichts bedeutet? Was war ich überhaupt für ihn? Was hat er für mich empfunden? War das alles für ihn nur ein Spiel?

Ich weiß,dass diese Gedanken wahrscheinlich falsch sind. Oder mir zumindest nicht gut tun. Aber sie kommen einfach. Und ich habe nichts dagegen zu sagen. Ich lasse sie zu. Mir ist es egal.

Und ich bin wie eine Süchtige. Weil ich immer wieder zu diesen Erinnerungen zurück komme. Ich weiß: Sie machen mich nur noch trauriger. Weil ich erkenne, was und wie viel ich doch verloren habe.

Aber irgendwie kann ich nicht anders. Und da ist eine Seite in mir, die das auch gar nicht anders haben will… So weh es mir auch tut.“

In mir war einfach alles nur leer.

Ich habe Dir meine Situation beschrieben, Dir einige meiner Gedanken von damals mitgeteilt. Ich fühlte mich einfach nur leer und so, so müde. So sehr erschöpft.

Doch gleichzeitig waren da so viele Gedanken, die mir im Kopf herum gingen. Gedanken, die ich nicht wirklich fassen konnte. Die mich verwirrten. Nebel herrschte in meinem Kopf.

  • Und ich hatte das Gefühl, gar nichts mehr zu wissen.
  • Ich wusste gar nicht mehr, was ich eigentlich denken sollte.
  • Ich wusste nicht mehr, wie ich mich nun verhalten muss.
  • Was das Beste für mich wäre.

In meinem Kopf herrschte ein einzig großes Fragezeichen, was diese Themen anbetraf. Und diese Fragezeichen, sie blieben ohne Antwort.

Mir kam diese Zeit so unendlich lange vor. Die Tage vergingen. Wochen zogen ins Land. Und ich verlor immer mehr die Hoffnung, dass sich an meiner Gefühlslage doch noch etwas ändern könnte…

 

Doch so unglaublich es für mich zu diesem Zeitpunkt auch schien: Irgendwann wurde es tatsächlich besser. Irgendwann waren sie wieder da, Gefühle wie Hoffnung, Zuversicht, ja, sogar Lebensfreude.

Was mir geholfen hat, diese Empfindungen wieder zu spüren? Das möchte ich Dir im nächsten Kapitel mitgeben. Dir jene Maßnahmen und Strategien mitgeben, die bei mir wirklich angeschlagen haben.

 

Doch eines möchte ich an dieser Stelle noch betonen (und manches kann man einfach gar nicht oft genug sagen): Du kannst Deinen Liebeskummer besiegen! Selbst, wenn er jetzt gerade so übermächtig scheint. Selbst, wenn Du gerade das Gefühl hast, dass Du ihm hilflos ausgeliefert bist. Dem ist nicht so! Denn Du kannst so einiges gegen ihn tun….

Ich ertrage die Trennung nicht – Welche Fehler solltest Du beim Liebeskummer verarbeiten NICHT machen?

Zunächst einmal möchte ich Dir all das vorstellen, das den Liebeskummer nur noch stärker werden lässt. Und das Du deshalb am besten vermeiden sollst – so gut es eben geht!

Fehler 1: Du romantisierst die Vergangenheit.

Die Trennung ist noch längst nicht verarbeitet für Dich. Du kannst und willst sie noch nicht akzeptieren. Kannst ihn oder sie noch nicht loslassen. Denn Du empfindest noch immer so viel für den oder die Ex.

Du denkst ständig an ihn oder sie. Daran, wie schön es doch war. Doch was das Gefährliche dabei ist: Du denkst ausschließlich an die schönen Momente. Verdrängst, dass es eben auch diese Momente gab, die nicht so wundervoll waren. Momente, in denen Du Dich über ihn oder sie, über sein oder ihr Verhalten geärgert hast.

Du verdrängst, dass auch er oder sie Dir nicht immer das geben konnte, was Du in diesem oder jenem Moment gebraucht hättest.

Sprich: Du romantisierst die Beziehung. Machst sie im Nachhinein schöner, als sie eigentlich war. Die Sehnsucht nach ihm oder ihr wird auf diese Weise nur noch größer. Sowie die Verzweiflung darüber, dass es aus ist…

Versuche daher, innezuhalten! Wenn Du merkst, dass Du schon wieder in diese Falle gerätst. Und halte Dir bewusst all das vor Augen, womit Du nicht glücklich warst.

Fehler 2: Du blendest das Schlechte in der Beziehung aus.

Der Punkt hängt eng mit Fehler 1 zusammen. Doch ist er eben nicht ganz deckungsgleich. Deswegen will ich noch einmal gesondert auf ihn eingehen – an dieser Stelle.

Bei mir war es damals so: Ich habe mir eingeredet, dass es überhaupt keine Probleme zwischen uns gegeben hatte. Dass es einfach nur schön war. Dass wir beide so etwas Wertvolles zusammen hatten. Und so weiter…

Doch das Schlechte, das konnte und wollte ich auch nicht sehen. Ich verdrängte, dass wir uns manchmal ziemlich in den Haaren hatten. Dass ich mir einiges von ihm gewünscht hätte, das von seiner Seite aus einfach nicht kam.

Ich verdrängte, dass er manchmal einfach nicht da war, wenn ich ihn gebraucht hätte. Ich verdrängte, dass er sich schwer damit tat, sich festzulegen. Vor allem, was die Zukunft betraf. Das machte mich ziemlich unglücklich. Doch daran dachte ich in der schlimmsten Zeit meines Liebeskummers nicht mehr. Weil ich so weit einfach noch nicht war..

Fehler 3: Du gibst Dir die (alleinige) Schuld, dass die Beziehung gescheitert ist.

Der andere ist weg. Hat Dich verlassen. Er oder sie ist somit in der (vermeintlich) stärkeren Position. Denn er oder sie hat diese Entscheidung von sich aus getroffen. Während Du vor vollendete Tatsachen gestellt wurdest.

Kein Wörtchen mitreden konntest. Und auch das ist ein Grund dafür, weshalb man nun die Schuld vor allem bei sich selbst sucht. Sich dafür verantwortlich macht, dass die Beziehung gescheitert ist.

Man selbst hat nicht genug getan. Man selbst war es, der oder die die Fehler gemacht hat. (Der Andere scheinbar nicht). Man selbst war einfach nicht gut, nicht schön, nicht schlau,nicht interessant genug (und so weiter: Diese Liste ließe sich noch sehr lange fortsetzen.)

Und so zieht man sich selbst noch weiter runter. Macht sich noch kleiner als man ohnehin schon ist. Und dreimal darfst Du raten: Der Liebeskummer wird auf diese Weise erst so richtig groß.

Fehler 4: Du hältst an der Vergangenheit fest.

Auch mir ging es lange, lange Zeit so: Ich konnte diese eine Vergangenheit einfach nicht loslassen. Ich wollte es auch gar nicht. Obwohl ich insgeheim schon wusste: Mir tut das nicht gut. Ich komme auf diese Weise nicht voran.

Doch wollte ich dieses letzte bisschen Hoffnung, das da trotz allem noch war, einfach nicht loslassen. Es war wie ein kleines Stück Treibholz, an das ich mich nach meinem Schiffbruch klammerte. In der Hoffnung, nicht unterzugehen….

Aber mir half das nicht weiter. Weil ich an diesem Alten festhielt. Dieses Alte, was mir längst nicht mehr gut tat.

 

Nun kennst Du sie also, die vier großen Fehler. Die Du beim Verarbeiten Deines Schmerzes am besten vermeiden solltest! Doch was hilft? Welche Strategien und Tipps schlagen wirklich an? Darum dreht sich das nächste Kapitel!

Liebeskummer: ich kann nicht mehr: Was tun, wenn er so richtig extrem ist?

Im Folgenden möchte ich Dir einige Situationen vorstellen. Vielleicht kommt Dir die ein oder andere davon bekannt vor?

Liebeskummer – Du kannst nichts mehr essen.

Denn Deine Kehle ist zugeschnürt. Ein Kloß ist im Hals. Und der verhindert, dass Du etwas zu Dir nehmen kannst.

Warum kannst Du jetzt nichts mehr essen?

Dies ist ein sehr typisches Symptom bei Trennungsschmerzen. Schon beim bloßen Gedanken daran, jetzt etwas zu essen, kommt es Dir hoch. Du nimmst vielleicht stark ab. Doch Achtung: Tust Du nichts dagegen, kann das echt gefährlich werden.

Doch was ist der Grund dafür? Wie gesagt wirkt sich Liebeskummer auch körperlich aus. Mit eben dieser möglichen Folge… (Manchmal passiert aber auch das genaue Gegenteil. Und es kommt immer wieder zu Heißhungerattacken.)

Liebeskummer – Du kannst nicht mehr schlafen

Auch das ist so ein Klassiker in diesem Bereich. Du wälzt Dich hin und her. Fast jede Nacht. Und plagst Dich mit gewissen Gedanken herum…

Warum kannst Du jetzt nicht mehr (durch)schlafen?

Weil einfach so viele Gedanken in Deinem Kopf sind. Weil Du nur mit der Trennung und deren Auswirkungen beschäftigt bist.

Kurz: Es ist eine sehr, sehr stressige Zeit. Eine Zeit, in der die Gedanken rasen. In der sie sich gleichzeitig im Kreis drehen (und nein, das ist kein Widerspruch). Vielleicht gelingt es Dir, Dich tagsüber mehr oder weniger kurz abzulenken. Aber die Gedanken lassen sich nicht austricksen. Und kommen dann mit umso mehr Macht nachts zurück.

Doch Achtung: Verdrängst Du, werden die Schlafstörungen nicht verschwinden. Im Gegenteil! Was dagegen hilft? Spreche Dich aus. Schreibe all das auf, was Dich beschäftigt, bevor Du ins Bett gehst. Auch Meditation, Autogenes Training oder weitere Entspannungsübungen sind in der Hinsicht sehr gut geeignet! Denn sie helfen Dir dabei, wieder zur Ruhe zu kommen. Zu mehr Gelassenheit zu finden. Und Dich letzten Endes wieder selbst zu spüren.

Liebeskummer – Du kannst nicht mehr arbeiten

Und ein Symptom mehr, das jetzt besonders häufig zu beobachten ist. Doch warum ist das eigentlich so?

Warum kannst Du jetzt nicht mehr arbeiten?

Du leidest aktuell unter sehr starken Konzentrationsstörungen. Denn Du musst die ganze Zeit an ihn oder an sie denken. An Euch beide. Daran, dass er oder sie jetzt weg ist. Und wie sehr Du ihn oder sie doch vermisst.

Für andere Gedanken bleibt da kaum noch Platz. Es bereitet Dir große Mühe, es erscheint wie ein irrsinniger Kraftakt, den Alltag zu bewältigen. Alles, den Tag irgendwie zu überstehen.

Okay, vielleicht kannst Du Dich manchmal ganz kurz ablenken. Auf etwas anderes konzentrieren. Aber diese bestimmten Gedanken, sie holen Dich immer wieder ein. Egal, was Du tust. Egal, wo Du Dich gerade aufhältst. Und schon bist Du wieder in dieser Spirale gefangen…

 

Entlaste Dich jetzt so gut es geht! Lasse Dich am besten erst einmal krank schreiben. Auf diese Weise machst Du Dir keinen zusätzlichen Druck. Tue das für Dich selbst. Was bringt es, wenn Du Dich ins Büro quälst? Und dort den ein oder anderen Fehler machst? Das bringt keinem etwas…

(mehr wertvolle Tipps gibt es unter interfe.net/liebeskummer-ueberwinden)

Welche Maßnahmen helfen noch, extremen Liebeskummer zu überwinden?

Ich habe noch einige weitere Tipps für Dich. Die auch Dir hoffentlich helfen werden:

Grundsätzlich: Sei gerade jetzt möglichst gut zu Dir. Stelle Dir mal vor, ein Freund oder eine Freundin würde ich in genau der gleichen Situation wie Du jetzt befinden. Wie würdest Du ihn oder sie behandeln? Versuche, das umzusetzen! Glaube mir, das ist einfacher, als Du vielleicht denkst!

Tipp 1: Lenke Dich ab, wenn Dein Liebeskummer wieder zuschlägt.

Was Du tun kannst? Hier habe ich ein paar gute Tipps für den Alltag für Dich:

  • Gehe raus, an die frische Luft.
  • Mache Sport. (schon allein der Glückshormone wegen, die dabei ausgeschüttet werden.)
  • Mache Meditation oder weitere Entspannungsübungen.
  • Treffe Dich mit Freunden.
  • Schreibe auf, was Dir gerade im Kopf herum geht.
  • Sei kreativ (malen, zeichnen, Musik machen,. …)
  • Ernähre Dich möglichst gesund. (auch Kochen und Backen machen übrigens glücklich!)
  • Fahre für einige Tage weg. Zu Deiner Familie. Oder mit Freunden ans Meer, in die Berge… worauf immer Du Lust hast!
  • Schaue einen schönen Film.
  • Verzichte auf zu viel Alkohol, Nikotin und Drogen.

Tipp 2: Denke vor allem an Dich selbst.

Stelle Dir immer wieder die Frage: „ Was könnte mir jetzt gut tun? Worauf habe ich Lust? Und was will ich langfristig vom Leben?“

Tipp 3: Erstelle einen Plan, um den Liebeskummer zu überwinden.

Einen Plan, der kurz-, mittel- sowie langfristige Ziele enthält. Ziele, auf die Du hinarbeiten und auf die Du Dich freuen kannst.

Diese Ziele sollten wirklich Dir und Deinen Bedürfnissen sowie Interessen entsprechen. Halte diesen Plan bitte ein. Setze ihn sofort um. Und belohne Dich, wenn Du ein ganzes Stück weitergekommen bist.

Tipp 4: Werfe Dir nicht Dein damaliges Verhalten vor.

Denn denke stets daran: Fast während der gesamten Beziehungszeit hast Du Dein Bestes gegeben. Du hast in diesem Moment so gehandelt, wie Du es für richtig gehalten hast. Was mehr könntest Du von Dir verlangen?

Klar, im Nachhinein ist es sehr leicht zu sagen: Dies und das hätte besser laufen können. Aber: Das geht jedem von uns so.

Und auch Dein oder Deine Ex wird bestimmte Fehler gemacht haben. Fehler, die er oder sie jetzt vielleicht bereut. Vergiss das nicht!!

also: Aus der Vergangenheit, aus seinen Fehlern zu lernen, das ist schön und gut. Wichtig, für die persönliche Weiterentwicklung. Doch sich diese Fehler auf ewig vorzuwerfen: Das bringt einfach nichts. Das zieht Dich nur noch weiter runter.

Und noch etwas möchte ich Dir an dieser Stelle sagen: Du hast damals aus Liebe so gehandelt. Ist das nicht mit das beste Motiv überhaupt?

Letzte Schlussbemerkung zu diesem Punkt (versprochen): Gut, vielleicht hättest Du im Rückblick den ein oder anderen Fehler vermeiden können. Doch wer garantiert Dir, dass Du dann nicht einen anderen begangen hättest? Eben…

 

Kommen wir nun zum Schluss. Den ich mit einer Bestärkung begehen möchte:

Liebeskummer – Ich kann nicht mehr. Auch Du wirst es schaffen!

Und zwar aus den folgenden Gründen:

Grund 1: Du bist so viel stärker, als Du denkst.

Es zeigt sich immer wieder: Krisen haben die Chance, uns stärker zu machen. Uns wachsen zu lassen. Uns überhaupt als stark wahrzunehmen. Und zu erkennen, zu was wir eigentlich im Stande sind.

Damals konnte ich das nicht so sehen. Erst allmählich. Doch gab mir diese Gewissheit sehr viel. Und heute bin ich in gewisser Weise froh um diese Erfahrung. Denn ohne sie wäre ich heute einfach nicht da, wo ich jetzt bin…

So wertlos, so ungeliebt, so schwach und klein Du Dich jetzt auch fühlen magst: Das stimmt nicht!!1 Denn niemand ist von Haus aus weniger Wert, weniger liebenswürdig als andere.

Jeder von uns hat das Recht darauf, glücklich zu sein. Und jeder von uns hat seine ganz besonderen Seiten und Eigenschaften. Die ihn zu dem einzigartigen Geschöpf machen, das er ist. Vergiss das bitte nicht!!

Grund 2: Du wirst viele wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse gewinnen

Am besten mit den folgenden Strategien:

  • schreiben
  • darüber reden
  • positive Glaubenssätze (Suggestionen, Affirmationen)
  • Dein Leben (neu) überdenken, Dir Ziele setzen
  • Kontaktsperre zum oder zur Ex durchführen
  • Dich nicht mit anderen vergleichen. Denn jede Situation ist einzigartig. Und die Umstände sind immer verschieden.

Grund 3: Du hast viel Unterstützung in Deinem Umfeld.

Auch, wenn Du das vielleicht jetzt nicht so sehen kannst. Gerade jetzt gibt es jedoch unglaublich viele Personen um Dich herum, die Dir helfen wollen! Die jetzt bei Dir sein möchten.

Lasse diese Hilfe bitte zu. Denn sie bestärkt. Sie gibt Kraft, Halt und Energie. Du merkst, dass Du eben doch nicht einsam und alleine bist. Nutze diese Hilfe! Du würdest das Gleiche genau so für die anderen tun…

Hobbys wie Sport und kreativ sein helfen ebenfalls. Frage Dich einfach, was Dir jetzt gut tun könnte… (siehe oben)

(auch hier noch einmal ein Linktipp: interfe.net/liebeskummer-ueberwinden)

Was sollst Du tun, wenn Dein Liebeskummer gar nicht mehr aufhört?

Geht es Dir selbst nach Monaten nicht besser: Hole Dir bitte professionelle Hilfe. Denn manchmal braucht es einfach solche Maßnahmen. Nimm diese Hilfe an. Schäme Dich nicht dafür. Oder sei nicht zu stolz dazu. Tue es vielmehr, damit Du weiterkommst!!