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Liebeskummer Symptome – welche gibt es!

Du willst mehr über Liebeskummer Symptome erfahren? Vielleicht, weil Du selbst so einige Anzeichen spürst? Und diese nicht genau einordnen kannst?

Vielleicht willst Du Dich aber auch „nur“ allgemein zu diesem Thema informieren. Was die gängigsten Liebeskummer Symptome sind, die bei den meisten auftreten. Wie sie sich äußern. Und so weiter…

 

All diese Fragen haben wir uns auch gestellt. Und noch einige mehr! Deshalb haben wir, das Ex zurück Team, uns auch gründlich mit diesem Thema befasst. Und eifrig Recherche betrieben. So viel sei Dir an dieser Stelle schon verraten: Wir haben so einiges herausgefunden. Und das möchten wir Dir hier, in diesem Beitrag, mitteilen…

Hier unser Inhaltsverzeichnis:

1) klare Anzeichen und Symptome für Liebeskummer

2) wie lange diese Symptome andauern

3) wie Du diese Symptome lindern kannst

4) und unser Fazit zum Thema

 

dann lass uns mal los legen!

Was sind klare Anzeichen für einen Fall von Liebeskummer?


Liebeskummer hat eine Menge Symptome. Einzeln sprechen sie nicht für Liebeskummer. Aber wenn sie gleichzeitig auftreten schon. Und je mehr davon zusammen kommen, umso wahrscheinlicher ist es: Du hast Liebeskummer.

 

Die typischen Anzeichen sind…

  • depressive Verstimmung/ Lustlosigkeit. Du kannst Dich zu nichts mehr aufraffen. Das Sofa, das eigene Bett scheinen der gemütlichste Platz auf Erden zu sein. Die Dich gar nicht mehr loslassen wollen. Und nicht selten scheint alles so schwarz, so trüb zu sein. Du verspürst keinerlei Hoffnung mehr. Keine Zuversicht. Freude, Lachen, all die unbeschwerten Momente: Das scheint nun so weit weg zu sein.
  • Leistungseinbruch Schule/Arbeit/Beruf. Du kannst Dich auf nichts mehr wirklich konzentrieren. Zumindest nicht auf längere Sicht. Vielleicht klappt es kurze Zeit, Dich mit anderen Gedanken zu befassen. Doch früher oder später kehren diese wie magisch angezogen zur Trennung, zu ihm oder ihr zurück. Durch diese Konzentrationsstörungen kommt es natürlich auch zu einem Leistungseinbruch. Sei es in der Schule oder im Job…
  • Gewicht – Abnahme oder Zunahme. Der eine könnte nun stundenlang etwas in sich hinein stopfen. Hallo Heißhungerattacken! Der Kühlschrank scheint einen nun magisch anzuziehen. Das Gleiche gilt für Seelentröster wie Schokolade, Chips und Co. Denn: Sie lenken einen ab. Zumindest für eine kurze Zeit. Man stopft sich voll. Um nicht mehr so viel empfinden zu müssen. Klar, dass der Zeiger der Waage dann ziemlich rasch nach oben geht…

    Oder es passiert das umgekehrte Szenario: Man kann einfach nichts mehr essen. Denn die Kehle, sie scheint wie zugeschnürt zu sein. Ein dicker, fetter Kloß sitzt im Hals. Der nichts mehr hindurch lassen will. Die Folge: Man nimmt ab.

Achtung: Wenn das längere Zeit so bleibt, kann das ernsthafte gesundheitliche Schäden nach sich ziehen! Suche daher einen Arzt auf, um Dich gründlich medizinisch untersuchen zu lassen…

  • Konsum von Nikotin,Alkohol und anderen Drogen. Auch das ist eine Form von Flucht, von Verdrängung. Besonders Männer setzen häufig auf diese „Taktik“. Um sich nicht mehr so intensiv mit ihrem Kummer auseinander setzen zu müssen. Doch kommt es dabei, in dieser emotional so aufgewühlten Phase, nicht selten zu Exzessen. Man betrinkt sich. Kifft. Und/ oder nimmt noch härtere Drogen. Hauptsache, man muss nicht mehr so viel nachdenken…
  • erhöhte Emotionalität (Weinen, Aggressionen, Anspannung…). Wie bereits erwähnt: Es ist eine Phase, in der die Emotionen verrückt zu spielen scheinen. Wie von Sinnen sind. Man ist hin und her geworfen. Zwischen Trauer, Wut, Sehnsucht und Verzweiflung. (von all den anderen Gefühlen ganz zu schweigen). Die Folge davon: Man wird, man reagiert emotionaler. Dünnhäutiger. Könnte den lieben langen Tag in Tränen ausbrechen, ganze Packungen an Taschentüchern verbrauchen. Schon der kleinste Anlass bringt einen aus dem Tritt. Weil man so neben sich steht. Weil man innerlich alles andere als gelassen, so angespannt ist. Oder man könnte ausrasten. Und alles kurz und klein schlagen… (je nach Veranlagung ist das bei jedem ein wenig anders ausgeprägt).
  • Schlafstörungen. Schlaflose Nächte scheinen längst die Normalität geworden zu sein. Vielleicht klappt es ja noch einigermaßen mit dem Einschlafen. Doch irgendwann, mitten in der Nacht, schreckt man dann hoch. Und alles kommt zurück, der ganze Schmerz. Man scheint mutterseelenallein mit ihm zu sein. Und kann für eine lange Zeit nicht mehr einschlafen… (wenn überhaupt)

    Das Vertrackte dabei ist: Durch diese Schlafstörungen wird man innerlich noch angespannter. Reagiert noch nervöser und emotionaler. Und kommt nachts erst recht nicht zur Ruhe. Ein wahrer Teufelskreis…

  • psychosomatische Beschwerden. Ängste, innere Anspannungen lösen nicht selten körperliche Beschwerden aus. Wie etwa Magenschmerzen. Doch haben diese nicht selten einen psychischen Hintergrund – etwa in diesem Fall. Wenn sie kurz nach einem bestimmten Ereignis auftreten. Das einen emotional ziemlich mitnimmt.
  • soziale Isolation. Man zieht sich mehr und mehr in die Einsamkeit zurück. Weil man sich all dem, dem „Leben da draußen“ gerade einfach nicht gewachsen fühlt. Weil man nichts vorspielen möchte. (auch, wenn das gar nicht verlangt wird). Weil man sich keinen prüfenden Blicken aussetzen will. Und weil einem alles, aber auch wirklich alles gerade zu viel wird… die eigenen vier Wände scheinen da der einzig sichere Zufluchtsort zu sein. Doch auch hier ist das Vertrackte an der Sache: Je mehr man sich zurück zieht, umso mehr kreisen die Gedanken. Man zieht sich noch selbst mehr runter. Weil man mit sich alleine bleibt, den Kummer nicht auslebt. Und das verschlimmert die Situation nur noch…
  • Panikattacken oder andere Ängste. Auch dies hängt von der Veranlagung des Einzelnen ab. Wir haben häufig beobachtet, dass bei manchen Betroffenen bereits vor der Trennung eine gewisse Neigung zu Panikattacken oder ängstlichem Verhalten bestand. Durch das Aus werden diese sozusagen aktiviert. Und bestimmen dann das Leben des Einzelnen…

    Auch hier ein wichtiger Hinweis: Sollten diese anhalten und nicht geringer werden: Bitte suche Dir Hilfe! Dies gilt auch für alle weiteren psychischen Beschwerden wie Depression und Co! Denn damit ist nicht zu spaßen. Und je länger Du nichts tust, umso mehr Macht werden sie über Dich gewinnen…

Diese Anzeichen müssen nicht alle gleichzeitig auftreten.

wenn du etwa…

  • 3 bis 6 gleichzeitig hast, ist Liebeskummer wahrscheinlich. Lese Dir die Liste daher genau und aufmerksam durch. Welche Punkte treffen auf Dich zu?

 

Nun kennst Du wichtigsten Anzeichen für Liebeskummer. Doch wie lange dauert es eigentlich, bis sie wieder verschwunden ist? Dieser Frage wollen wir uns im nächsten Kapitel widmen!

Wie lange dauern die Symptome des Liebeskummers bei einer Trennung in der Regel an?

Das ist von verschiedenen Bedingungen abhängig. Manchmal dauert es nur eine Woche, manchmal bis zu einem Jahr oder sogar länger. Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Die letzten Endes bestimmen, wie lange man unter Liebeskummer leidet. Schauen wir uns das einmal genauer an:

Welche Faktoren sprechen für eine geringe Dauer des Liebeskummers?

  • Es ist nicht die erste Trennung (man hat sich schon früher damit konfrontiert). Man kennt sich sozusagen schon aus mit dem Ganzen. Ist nicht mehr so hilflos wie noch beim ersten Mal. Denn: Man weiß jetzt, wie es geht. Beziehungsweise was man besser vermeiden sollte. Man weiß, was einem hilft. Und kann es hoffentlich auch umsetzen. (bzw. unterlassen).
  • Ihr kanntet euch nicht vor der Beziehung (Bindung weniger stark). Das Vertrauen konnte sich somit nicht über Monate oder gar Jahre entwickeln. Ihr habt noch nicht so viel zusammen erlebt wie etwa bei einer Sandkastenfreundschaft (die dann in einer Beziehung mündete). Auch dies hat einen gewissen Einfluss auf die Liebeskummer Dauer…
  • Die Beziehung war nur kurz. Logisch, oder? Man wird in der Regel weniger leiden, wenn man „nur“ zwei Wochen oder zwei Monate zusammen war. Als jemand, der zwei Jahre lang eine sehr glückliche Beziehung führte. Auch hier gilt: Je länger die Partnerschaft Bestand hatte, umso mehr Vertrauen und Bindung konnte sich entwickeln. Umso mehr gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse kommen zusammen. Das schweißt zusammen, das bringt einander noch näher. Doch wenn die Beziehung dann in die Brüche geht: Dann wird es umso schwerer…
  • Ihr habt euch während der Beziehung bereits auseinander gelebt. Die Gefühle haben also mehr und mehr abgenommen. Egal, wie stark sie vorher noch waren. Das passiert nicht selten. Schließlich macht jeder so seine eigenen Erfahrungen, sieht und erlebt Dinge auf ganz persönliche Art und Weise. Und nicht selten entfernt man sich auf diese Weise voneinander… Das ist ein Prozess, der oft Schritt für Schritt geschieht. Und nicht selten wacht man dann eines Tages sozusagen auf. Und merkt: „ich empfinde eigentlich kaum noch etwas für den Anderen“.
  • du hast einen Ortswechsel, eine Reise, einer zieht weg: klar, der Liebeskummer schlägt auch hier zu. Und gerne mit voller Macht. Aber dann geht er auch rascher wieder vorüber. Weil man aus der gewohnten Umgebung heraus findet. Aus einer Umgebung, in der so vieles mit ihm oder ihr verknüpft war. In der einen so vieles an ihn oder sie, an dieses, an jenes Erlebnis zusammen erinnert. Das erschwert das Ganze noch zusätzlich! Doch wenn man (für eine Weile) weg geht: Dann fällt dies natürlich weg.

    Das Gleiche gilt für den Fall, dass der Andere weg zieht. Nun muss man zumindest nicht mehr befürchten, ständig auf ihn oder sie zu treffen. Das ist auch ein gewisser Vorteil…

  • Ihr wart noch nicht in einer Beziehung. Hattet vielleicht „nur“ so etwas Undefiniertes am Laufen. Gerade waren die Dinge dabei, sich zu entwickeln. Als er oder sie zurück gezogen hat. Oder Du warst in ihn oder sie verliebt. Doch von seiner oder ihrer Seite aus kam nichts. Auch hier ist es so: Es konnte sich noch nicht so eine starke Bindung entwickeln. Daher werden die Symptome für Liebeskummer rascher abklingen.
  • du hast mit ihm/ihr Schluss gemacht. Aus welchen Gründen auch immer. Und auch, wenn es hart ist: Du weißt, dass diese Entscheidung die richtige für Dich war. Der Kummer wird auch daher schneller vorüber sein. Denn du kannst alles akzeptieren..
  • Du kannst Dich jetzt sehr gut um Dich selbst kümmern. Und Dich auf Dich, auf Dein Wohlbefinden konzentrieren. Du hast ein starkes soziales Netz, das Dich auffängt. Du bist aktiv, gehst raus., Tust etwas für Dich. Auch das macht es sehr viel leichter, Deinem Schmerz die Stirn zu bieten!
  • Du verdrängst den Kummer nicht. Sondern stellst Dich ihm. Begibst Dich in eine Analyse: Warum musste es scheitern? Warum sollte es nicht sein? Das trägt mit dazu bei, im Nachhinein nichts zu beschönigen. Den oder die Ex nicht zu glorifizieren, ihn oder sie sozusagen auf ein Podest zu stellen. Das trägt mit dazu bei, den Liebeskummer rascher hinter sich zu lassen.

Was spricht für eine längere Dauer von Liebeskummer?

  • Du hattest starke Gefühle für ihn/sie. Die sehr intensiv waren. Du wolltest Dein Leben mit ihm oder ihr verbringen. Doch dieser Traum ist nun geplatzt. Und es fühlt sich für Dich an, als stündest Du vor dem Nichts.
  • er/sie hat mit dir Schluss gemacht. selbst, wenn es sich angedeutet hat. Du hast noch sehr viel für ihn oder sie empfunden. Und deshalb tut es sehr, sehr weh…
  • die Beziehung war länger als ein halbes Jahr. Und daher konnte sich zwischen Euch beiden eine sehr starke Bindung entwickeln. Ihr habt viel zusammen erlebt. Und seid ein wichtiges Stück Eures Lebens miteinander gegangen. Das los zu lassen, ist wahrlich nicht einfach…
  • die Trennung kam plötzlich/unerwartet für dich. Du konntest Dich also nicht drauf einstellen. Du wurdest von diesem Entschluss vollkommen überrascht. Hast nichts geahnt, dich auch weiterhin im siebten Himmel gewähnt. Doch nun das Aus. Und es tut so weh…
  • du versinkst in Selbstmitleid/tust nichts gegen den Liebeskummer. Ziehst Dich zurück. Lässt nichts und niemanden mehr an Dich heran. Kümmerst Dich nicht um Dich selbst. Doch so bekommt der Schmerz erst recht Macht über Dich…
  • du wirst geghostet von ihm/ihr (keine Ablösung so leicht möglich). Er oder sie ist also sang- und klanglos verschwunden. Ohne einen Ton zu sagen! Und was mindestens genauso schlimm ist: Er oder sie meldet sich nicht mehr bei Dir. Reagiert nicht auf Deine verzweifelten Nachrichten und Anrufe. Du hast lange Zeit noch Hoffnung. Bis klar wird: Er oder sie wird nie wieder zurück kommen.
  • ihr kanntet euch bereits lange vorher. Siehe oben – nur umgekehrt. Daher konnte sich eine gewisse Bindung einstellen. Das macht das Loslassen jedoch komplizierter. Muss jedoch nicht sein: Es kann auch das Gegenteil bewirken. Denn vielleicht ist es auch so, dass man ihn oder sie dann in klarerem Licht sieht. Alles besser einordnen kann. Und auf diese Weise rascher über alles hinweg kommt.
  • Du verdrängst Deinen Kummer. Stürzt Dich vielleicht ins Partyleben. Trinkst sehr viel, nimmst vielleicht Drogen, etc. Hauptsache, Du musst Dich dem Ganzen nicht stellen. Doch eines ist sicher: Der Kummer geht davon nicht weg. Im Gegenteil: Er wird Dich umso länger begleiten!

 

Generell ist die Dauer von Liebeskummer auch Typenabhängig.

Manche sind Schneller darin ihn zu überwinden, andere nicht. Woran liegt das?

Worin unterscheiden sich diese Menschentypen grundlegend beim Liebeskummer?

  • In der Fähigkeit los zu lassen und anzunehmen. Sprich, wie sehr man die Situation akzeptiert. Wie sehr man nun mit der Einstellung an alles heran geht: Es ist gerade nun mal so. machen wir das Beste draus!

Was muss man annehmen können?

  • Den Schmerz, welcher mit dem Liebeskummer einhergeht. All die Gefühle und Emotionen, die nun in einem hoch kommen. Diese wollen bewältigt werden! Nur so wird es nämlich gehen… also: Versuche, den Kummer, die Trauer, die Verzweiflung, die Wut, etc. zu akzeptieren. Sie sind nun ein Teil Deiner Gefühlswelt. Zumindest jetzt. Doch dann werden sie auch wieder ihren Abschied nehmen.

Was muss man loslassen können?

  • Das Glück, welches man mit einer Person geteilt hat (Erinnerungen/Hoffnungen/Lebenspläne etc…). Die Träume, die man zu zweit hatte. Die Träume, die mit dem Anderen verknüpft waren. Generell der Wunsch, auf immer und ewig mit diesem einen Partner sein Leben zu teilen. Auch davon gilt es nun, Abschied zu nehmen…

Es gibt dabei eine wesentliche Grundregel…

Was du annehmen und loslassen kannst…(Schmerz und Glück)

  • geht auch schneller vorüber. Und je besser Dir das gelingt, umso rascher wird der Liebeskummer seinen Hut nehmen! Das zeigen die Erfahrungen immer wieder…

Beispiel:

Annehmen:

Andreas:

  • Er wehrt sich gegen das Gefühl der Enttäuschung. Will sich damit (un)bewusst nicht auseinander setzen. Sich dem nicht stellen. Weil er nicht zugeben will „Ich bin von mir selbst enttäuscht. Es ist nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte.“
  • Er lenkt sich durch Alkohol davon ab. Trinkt nun täglich seine Flasche Bier. Dann noch eine. Und noch eine. So lange, bis der ersehnte Rausch eintritt. Und er nicht drüber nachdenken muss, wie enttäuscht er ist.
  • Das Gefühl bleibt wie in einer Warteschlange im Unterbewusstsein. Was wir damit meinen? Nun: Unbewusst entsteht das Gefühl: „Ich brauche den Alkohol. (oder eine andere „Krücke“.) Denn er hilft mir dabei, mit allem fertig zu werden. Alleine schaffe ich es nicht.“ deshalb immer wieder der Griff zur Flasche. Doch schluckt man die Gefühle auf diese Weise nicht runter. Nein: Sie stauen sich an. Gehen sozusagen ins Unterbewusstsein. Und werden immer mehr und mehr..
  • … bis eines Tages der Zusammenbruch kommt. Bis es einfach nicht mehr geht. Manch einer klappt zusammen. Manch einer hat eine Panikattacke. Oder ein Burn Out. In der Hinsicht ist der Körper ziemlich erfinderisch!

Loslassen

Svenja:

  • Sie empfindet immer wieder Freude beim Gedanken an den Ex. Sieht sich noch immer mit ihm, ihrem Ex, als glückliches Paar. Auch im Nachhinein, selbst nach all den Problemen, die sie beide hatten. Sie würde so viel tun, um wieder mit ihm zusammen zu kommen. Denn nur mit ihm, so denkt sie, wird sie wahrhaft glücklich sein.
  • Darauf folgt das Gefühl der Enttäuschung (Beziehung ist ja kaputt). Und sobald diese Einsicht (wieder) kommt, kommt die Enttäuschung und die Verzweiflung. Und sie fühlt sich umso einsamer…
  • Svenja kann jedoch nicht loslassen, was einmal Glück bereitet hat. Es ist wie eine Sucht: Sie kehrt immer wieder zurück! Zu ihm, zu der Beziehung. Zumindest in Gedanken. Und weigert sich, der Realität ins Auge zu sehen.
  • Die Folge: Sie wird sich noch für eine längere Zeit nicht auf andere Beziehungen einlassen können. Nicht bereit sein für etwas Neues. Wie auch, wenn an den Ex vermeintlich kein Anderer heran kommt? Das alles hält auf. Nicht zuletzt, weil sie sich nicht in die Analyse begibt. Obwohl das so wichtig wäre…

 

 

Du hast nun gesehen, was es in Sachen Liebeskummer Dauer zu beachten gibt. Doch schauen wir uns nun mal an, ob sich die Symptome eigentlich lindern lassen. Und wenn ja, wie…

Wie kannst du die Symptome lindern, wenn du Liebeskummer hast?

Vorab: Du bist dem Ganzen nicht hilflos ausgeliefert! Sondern kannst sehr wohl so einiges tun. Was: Das verraten wir Dir hier:

1 ziehe dich aus dem Kontakt mit ihr/ihm zurück

Denn jeder neue Kontakt reißt die (Liebeskummer) Wunde immer wieder auf. Stelle Dir das ruhig mal vor: Du erhältst eine Nachricht von ihm oder ihr. Du denkst sofort an das zurück, was einst zwischen Euch war. Und allein schon diese Gedanken beschwören so viele Erinnerungen in Dir herauf. Der Gefühlssturm bricht von neuem los.

Schütze Dich davor, gerade jetzt! Und stelle den Kontakt ein. Zumindest für eine gewisse Weile! (Der Kontaktabbruch ist sozusagen Dein Pflaster. Das die Wunde schützt. Und das auf sehr effektive Art und Weise…)

2 nicht in Selbstmitleid versinken (Alltag aufbauen)

Der Alltag ist nämlich ein sehr effizientes Hilfsmittel. Denn er gibt Dir Halt und Struktur. Stelle daher am besten einen Wochenplan auf. Indem Du all das festhältst, was Dich diese Woche so erwartet. Hier ein Beispiel

Wochentag Aktivität
Montag Sport treiben (1 h lang)

einen schönen Film schauen

zur Arbeit gehen

Dienstag Sport treiben (1 h lang)

auf den Wochenmarkt gehen und dort Leckeres einkaufen

anschließend kochen

zur Arbeit gehen

Mittwoch Meditation/ Autogenes Training7 Yoga, um zur Ruhe zu kommen

alles aufschreiben, was einem gerade durch den Kopf herum geht

zur Arbeit gehen

Donnerstag Sport treiben (1 h lang)

sich mit einem guten Freund/ einer guten Freundin verabreden, einen Kaffee / ein Bier zusammen trinken gehen

zur Arbeit gehen

Freitag Sport treiben (1 h lang)

analysieren, warum es zur Trennung kam (das gerne auch aufschreiben)

zur Arbeit gehen

Samstag Schön ausschlafen

eine lange, heiße Dusche nehmen

die Wohnung umräumen/ nach Belieben verändern

Sport treiben, wenn man Lust hat

noch restliche Besorgungen für die Woche erledigen

Sonntag Einen kleinen Tagesausflug machen (mit dem Fahrrad, zum Wandern gehen, zur Familie fahren, einen Wellness Tag einlegen)

gerne auch mit einem Freund, einer Freundin

 

Das war ein kleiner Beispielplan, der Dir hoffentlich die ein oder andere Inspiration liefert!

3 Die Gefühle verarbeiten (Annehmen/Loslassen)

Im Grunde braucht es dazu das oben beschriebene Prinzip…

  • Schmerz annehmen, vergangenes Glück loslassen

Hier eine konkrete Übung…

  • Nimm dir Zeit an einem ungestörten Ort
  • setze dich bequem hin (Schneidersitz z.B.)
  • Lass alle Gedanken zu, welche hochkommen (wird mit Sicherheit Liebeskummer sein). Bewerte sie nicht. Sie sind jetzt einfach da. Und das ist auch vollkommen in Ordnung so!
  • Stelle dir nun bei jedem Atemzug etwas vor. Etwas Schönes, das Dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wohlbehagen in Dir auslöst.
  • stelle dir vor, du atmest was hochkommt beim einatmen in dich. Auf diese Weise stärkst Du Dich von Innen heraus. Und wirst immer kraftvoller, „leichter“…
  • stelle dir vor bei ausatmen gibst du es von dir. All den Kummer, all den Schmerz. All das, was Dich so belastet. Es geht jetzt von Dir…
  • Egal welche Empfindung es ist (Glück,Schmerz,Wut,Trauer)

Wiederhole diese Übung nach belieben häufig.

Du wirst dich danach eventuell besser fühlen, aber…

  • der Kummer wird vielleicht nicht einfach weg sein

Aber es dient als Stütze. Wiederhole diese Übung daher, wann immer Du das Bedürfnis dazu hast! Vielleicht klappt es nicht gleich mit der Umsetzung. Doch wenn Du am Ball bleibst, wird es Dir besser und besser gelingen!

4. Es braucht Zeit!

Es braucht Zeit, da…

  • Annehmen und Loslassen erlernt werden müssen. Sie sind noch nicht fest in Dir verankert. Lassen sich nicht einfach so, auf Knopfdruck, abrufen. Daher müssen sie erst einmal aktiviert werden. Und das geht nicht einfach so, von heute auf morgen..
  • Gefühle in Wellenform auftreten (Manche Tage leidest Du mehr, an manchen weniger. Das ist vollkommen normal. Akzeptiere es daher! Ja, dieser Tag heute ist sehr schwer. Doch schon morgen sieht das Ganze vielleicht besser aus…
  • es ein langwieriger Umwälzungsprozeß ist(geistig, körperlich, emotional). Ein Prozess, der so einiges von Dir selbst abverlangt. Doch lasse Dir auch dies gesagt sein: Du wirst das aushalten können. Denn Du bist in jedem Fall stark genug dafür!

körperlich:

  • wie Entwöhnung von einer Droge
  • der Körper leidet unter starkem Stress
  • ist angespannt und unter Strom
  • und braucht daher reichlich Input (Sport, Ernährung, möglichst viel Ruhe)!

geistig:

  • Entwicklung neuer Zukunftspläne
  • Analyse, warum es zum Aus kam
  • Weiterbildung auf verschiedenen Ebenen (neue Hobbys, neue Erfahrungen, neue Erlebnisse)

emotional:

  • Annehmen und Loslassen der Gefühle
  • diese ausleben und nicht verdrängen
  • auf diese Weise sich innerlich stärken
  • wieder zur inneren Ruhe finden und zu sich selbst

 

Eines baut dabei auf dem Anderen auf. Und trägt dazu bei, dass man mit diesem Kapitel endlich, endlich abschließen kann. Bereit ist für Neues.

5. Fange an positiv zu denken!

Eine positive Denkweise ist auf lange Sicht…

  • der Schlüssel gegen den Kummer und gegen den Schmerz.

Warum?

  • Da deine Gedanken deine Zukunft bestimmen und formen. Wie ging noch gleich der Spruch? „Achte auf Deine Gedanken. Denn sie werden Deine Worte werden. Achte auf Deine Worte. Denn sie werden zu Deinen Taten werden. Deshalb: Achte auf Deine Gedanken.“ und dem ist wirklich so. die innere Einstellung, die Gedanken, die wir haben: Sie prägen uns mehr, als uns das vielleicht klar ist. Und bewirken letzten Endes (mit), dass wir uns so und so verhalten…

Versuche also bewusst…

  • negative Gedankengänge umzupolen. Hier ein konkretes Beispiel. Jemand denkt: „Ich werde nie über ihn/sie hinweg kommen“. Doch dieser Satz ist wahrlich schädlich! Und sollte daher schnellstmöglich umgepolt werden. In „Ich werde mit der Zeit wieder offen für eine passendere Person sein“. Wann immer dieser alte Gedanke aufkommt: Werde Dir ihm bewusst. Und konfrontiere ihn mit dem Gegenbeispiel. Tue das immer und immer wieder. So lange, bis Du diese neue Gewissheit wirklich verinnerlicht hast.

Wir haben Dir nun sehr viel zum Thema erzählt. Doch wollen wir nun zum Schluss kommen:

Liebeskummer Symptome – unser Fazit!

Klar. Jeder erlebt den Liebeskummer auf seine ganz persönliche Weise. Ein wenig anders. Das hängt auch von den jeweiligen Umständen ab.

Doch bestimmte Symptome zeigen sich einfach immer und immer wieder. Welche das sind, haben wir Dir weiter oben ja bereits ausführlich vorgestellt. Wie heftig diese ausfallen und wie lange sie andauern: Das hängt auch davon ab, wie sehr man sich der Situation stellen kann. Wie sehr man seine Gefühle auslebt. Allein das sollte schon Ansporn sein, um eben NICHT mehr zu verdrängen. Sondern die Liebeskummer Symptome anzunehmen und auszuleben…