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Liebeskummer überwinden und verarbeiten ➾ Schritt für Schritt Anleitung

Du hast gerade sehr, sehr großen Liebeskummer? Bist nicht selten am Rande der Verzweiflung? Und willst ihn einfach nur überwinden und verarbeiten?

Wie gut ich Dich verstehen kann! Doch wie soll das bloß gelingen? Fragen, die sich wohl jeder in dieser Situation stellt. Denn manchmal scheint der Liebeskummer einfach so groß, so übermächtig zu sein. Alles zu überschatten. Und man fühlt sich ihm so hilflos ausgeliefert…

Doch: Ich bin an Deiner Seite. Und will Dir helfen. Das ist mir ein echtes Anliegen! Schließlich war ich einst in genau der gleichen Situation. Und weiß daher, wie es Dir geht.

Ich habe mich sehr, sehr lange und intensiv mit diesem Thema befasst. Und viel für mich, doch auch generell gelernt. Dank dieser Erkenntnisse konnte ich eine genaue und ausführliche Strategie entwickeln. Die ich Dir in diesem Text vorstellen möchte.

In diesem Beitrag zeige ich Dir

a.) eine 5 Phasen Strategie, mit deren Hilfe Du den Liebeskummer komplett überwinden und verarbeiten kannst

b.) einen genauen Plan mit wertvollen Tipps

c.) allgemeine Tipps, um dem Liebeskummer auf Nimmerwiedersehen zu sagen.


Liebeskummer überwinden – wie konkret vorgehen?

Erst einmal möchte ich Dir zeigen, wie wir genau vorgehen. Schließlich sollst Du wissen, worauf Du Dich einlässt!

Du bekommst einen genauen Plan von mir.

Der sehr detailliert und konkret ausfällt. So weißt Du stets, was Du als Nächstes zu tun hast! Tag für Tag…

Warum ist ein genauer Plan so wichtig?

Du hast es bestimmt selbst schon gemerkt: Es ist eine Phase der Haltlosigkeit. Manchmal weiß man gar nicht, wo einem der Kopf steht.

Und man braucht jetzt umso mehr etwas, woran man sich halten kann. Ein genauer Plan ist deshalb das perfekte Mittel!

Wie sieht dieser Plan aus?

Zunächst einmal habe ich eine rasche Übersicht für Dich erstellt. So kannst Du einen guten Überblick gewinnen.

Der Plan ist in insgesamt vier Phasen unterteilt. Diese werden Dich durch den ganzen Liebeskummer überwinden Prozess begleiten:

  • Phase 1: Kontaktabbruch, erst einmal mit der Situation klar kommen (in sieben Schritten): : Tag 1 bis 17
  • Phase 2: sich Ziele setzen, der Aufschwung setzt allmählich ein (Tag 18 bis 38)
  • Phase 3: die Trennung analysieren, weiter nach vorne schauen (Tag 39 bis 48)
  • Phase 4: Überprüfung Deiner Situation, wie es Dir jetzt geht (Tag 49 bis 51)

Hier noch ein paar nützliche Maßnahmen für die einzelnen Phasen:

Maßnahme Erklärung Zeitpunkt
Breche den Kontakt ab. Welche Methode ist für den Kontaktabbruch in Deinem Fall am besten

geeignet? Und warum solltest Du den Kontakt überhaupt abbrechen?

Tag 1 bis 3
Suche Dir Hilfe und Beistand. Spreche mit Freunden, der Familie, mit weiteren Vertrauten darüber. Wie es Dir gerade geht. Wie DU Dich fühlst.. Immer wieder (gezielt ab Tag 4). Vor allem, wenn Du das Gefühl hast, es zu brauchen.
Schreibe alles auf. All das, was Dich jetzt beschäftigt. Doch Achtung: Beachte hierzu bitte

alle Hinweise, die hier im Text stehen!

Ab Tag 4, immer dann, wenn Du es brauchst.
Lenke Dich ab. Hier ein paar Tipps auf die Schnelle: Sport machen (z.B. Radfahren,

Joggen, Boxen, Schwimmen, ….), Film schauen, sich mit Freunden treffen ,…

Am besten täglich. Mind. Jeden zweiten Tag
Achte auf Dich selbst. Hier ein paar Tipps auf die Schnelle: ausreichend schlafen, sich gesund

ernähren, sich so gut es geht entspannen

Täglich. Je bewusster Du dies tust, umso besser.
Meditation und Atemübungen Sie helfen Dir ebenfalls dabei, deinen Liebeskummer zu überwinden.

Dich wieder besser wahrnehmen zu können.

Am besten täglich. Und in aller Ruhe!
Verarbeite Deine Gefühle. Indem Du Dich gezielt mit ihnen konfrontierst. Und sie auslebst. Tag 4 bis 17
Schütze Dich (auch weiterhin) selbst. Indem Du Deine Umgebung veränderst. Vielleicht an einen anderen Ort

ziehst. Den Freundeskreis (evtl.) überprüfst. Und so weiter..

Tag 4 bis 17 (parallel zur Konfrontation).
Setze Dir Ziele: Betreibe Brainstorming Wichtige Fragen sind hierbei: Was willst Du verändern? Wie möchtest

Du leben? Sammle jetzt Ideen!

Tag 18 bis 21
Setze Dir Ziele: Erstelle Dir Deine persönliche Strategie Wie genau kann Dein persönlicher Plan aussehen, damit Du diese Ziele

erreichst?

Tag 22 bis 23
Setze Dir Ziele: Setze alles nun um Was kannst Du tun, damit Du Deine Ziele erreichst? Tag 24 bis 38
Analysiere die Trennung Warum musste Eure Liebe scheitern? Wie konnte es so weit kommen? Denke genau darüer nach! Tag 39 bis 48
Überprüfe alles. Vor allem: Willst Du noch Kontakt zu Deinem oder zu Deiner Ex haben? Tag 49 bis 51

Was kommt jetzt auf Dich zu? – die 4 Phasen einzeln und ausführlich beschrieben

Nun weißt Du in etwa, was Dich jetzt erwartet. Vielleicht kannst Du es nun gar nicht erwarten. Los zu legen. Dann will ich nicht länger um den heißen Brei herum reden. Sondern Dir eine konkrete und ausführliche Anleitung mitgeben. Mit deren Hilfe Du den Liebeskummer überwindest. Und das in nur 51 Tagen!

 

Bist Du bereit? Lass uns loslegen!

Wie überwindest Du den Liebeskummer? Phase 1

Schritt 1: Breche den Kontakt zum oder zur Ex ab.

Das ist der erste, sehr, sehr wichtige Schritt. Tue diesen so schnell wie möglich! Um Deiner selbst willen! Sonst machst Du es Dir nur unnötig schwer…

Warum solltest Du keinen Kontakt zum oder zur Ex haben?

Vielleicht stellst Du Dir genau diese Frage. Ich hätte da eine Gegenfrage für Dich:

  • Wie wäre es für Dich, wenn Du den oder die Ex (auch weiterhin) ständig sehen musst? Wie belastend wäre das für Dich?

Vermutlich sehr! Denn, nochmal zur Erinnerung:

  • Ihr habt Euch getrennt.
  • Du leidest unter der Trennung.
  • Deine Gefühle sind in einem großen Aufruhr.
  • Du kannst vielleicht nicht mehr schlafen, nicht mehr essen. Und so weiter.
  • Du kannst an nichts anderes mehr denken.

 

Und dazu hast du den oder die Ex noch immer vor Augen. Bzw. musst befürchten, dass Du ihm oder ihr begegnest. Das alles wirkt wie ein Verstärker des Liebeskummers!

Und Dir geht es infolgedessen nur noch schlechter. Du musst immer daran denken, dass Du ihn oder sie verloren hast. Und gerätst erneut in diesen großen Strudel an Gefühlen. Gefühlen wie Trauer, Wut, Verzweiflung… Ein kleiner Auslöser reicht dafür schon aus! Leider…

Was würde noch passieren, wenn Du weiterhin Kontakt zum oder zur Ex hast?

Du bist emotional also sehr, sehr aufgewühlt. Und jetzt siehst Du ihn oder sie. So viele Gefühle und Erinnerungen brechen nun erneut über Dich hinein. Du merkst, was Du verloren hast. Nicht mehr haben kannst. Und das wird jedes Mal erneut so sein, wenn Ihr beide Euch seht! Zumindest in dieser ersten Phase….

Schütze Dich daher selbst. Sonst wird Dich ein erneutes Wiedersehen, ein erneuter Kontakt, immer wieder zurück werfen. Auch, wenn sich Deine Gefühle eigentlich schon beruhigt hatten. Alles käme nun wieder hoch! Und Du wärst dann umso mutloser, das Ganze noch einmal von vorne zu beginnen…

Wie kannst Du dieses Problem mit dem Kontakt halten nun lösen?

  1. Indem Du Dich ganz auf Dich konzentrierst. Darauf, dass Du wieder an die Beine kommst.
  2. Und dass Du Deinen Liebeskummer verarbeitest und überwindest.

Schließlich ist das nicht ohne! Und schon anstrengend genug. Erinnere Dich immer wieder daran: DU, Dein Wohlergehen, das ist jetzt das Wichtigste! Und nicht, mit dem oder der Ex befreundet zu bleiben. Auch, wenn dieser berühmte Satz bei der Trennung vielleicht gefallen ist.

Breche den Kontakt daher ab. Zumindest für diese Phasen.

Nur so wirst Du schnell emotionale Unabhängigkeit erlangen können. Und nur so wirst Du schneller zu Dir finden. Den Liebeskummer wirklich hinter Dir lassen..

Weitere Informationen zum Thema:

Linktipp 1: Informationen, um die Kontaktsperre durchzuhalten: hier klicken

Linktipp 2: Informationen, um die Kontaktsperre einzuleiten: hier klicken

Linktipp 3: Informationen über die Dauer der Kontaktsperre: hier klicken

und was, wenn Ihr den Kontakt NICHT abbrechen könnt (z.B. wegen gemeinsamen Kindern)?

Dann: Haltet den Kontakt so kurz und knapp wie möglich. Versucht, die Emotionen außen vor zu lassen. Ja, das ist nicht einfach. Doch wenn Ihr Euch bei jedem neuen Kontakt alles Mögliche an den Kopf werft… Du kannst Dir vorstellen, wie sehr das aufhält!

Trefft klare Vereinbarungen. Haltet Euch auch daran. Wenn es Dir in der ersten Zeit zu viel ist: Hole Dir jemanden an Deine Seite. Jemand neutralen, der Dir beistehen kann. Auch das kann sehr entlasten!

 

 

Und damit komme ich nun zu Schritt Nr. 2:

Wie kannst Du den Liebeskummer überwinden? Phase 1

Schritt 2: Hole dir Hilfe!

Okay. Du könntest nun versuchen, alles alleine zu schaffen. Und den Liebeskummer ganz mit Dir auszumachen.

Warum? Hier sind ein paar mögliche Motive, die mir in diesem Zusammenhang immer wieder begegnen:

  • Du hast Angst davor, dass Du Deine Freunde, die Familie, … belastest.
  • Du hast Angst, Dich zu öffnen.
  • Du hast Angst, immer wieder „das Gleiche“ zu erzählen.
  • Du hast Hemmungen, Deine beste Freundin zu so später Stunde noch anzurufen. Auch wenn es Dir gerade ziemlich schlecht geht.
  • Du hast Angst, dass Deine Freunde allmählich ziemlich genervt sind.
  • Und so weiter.

Ja: Diese Gefühle und Ängste tauchen sehr, sehr häufig in dieser Situation auf. Sie sind also normal!

Aber eines möchte ich Dir an dieser Stelle ganz klar sagen: Bleibst Du jetzt alleine mit allem, dann kann das sehr gefährlich für Dich werden! Die Situation nur noch verschlimmern.

Denn eines zeigt sich hierbei immer wieder: Wer allein mit sich bleibt, der fühlt sich umso einsamer. Wirklich von allen und jedem alleine gelassen. Obwohl das überhaupt nicht stimmt. Man entlastet sich nicht. Und die Bürde auf den Schultern scheint schwerer und schwerer zu werden…

Auch der Stolz spielt hierbei nicht selten eine Rolle. Vielleicht, weil man allen zeigen möchte: (indirekt auch dem oder der Ex): „Ach, mir geht es doch ziemlich gut! Ich habe alles perfekt weg stecken können! Und weine ihm oder ihr gar keine Träne nach!“ (Das ist bei vielen Männern zu beobachten.)

Man tut also so, als sei man schon wenige Tage nach der Trennung über alles hinweg. Obwohl das gar nicht stimmt. Doch ist dieses Verhalten, dieses Verdrängen nicht gut. Im Gegenteil!

Warum solltest Du Dich jemandem anvertrauen?

  • Weil Du gerade eine ziemlich schmerzhafte Erfahrung gemacht hast.
  • Dich jetzt einsam und alleine fühlst. Schließlich wurdest Du zurückgewiesen. Von dieser geliebten Person verlassen.
  • Du denkst vielleicht unbewusst: „Ich bin nicht wert, überhaupt geliebt zu werden. Ich fühle mich so allein. Und sehr, sehr einsam.“ (Noch einmal zur Erinnerung: Diese Einstellung ist n vollkommen normal und natürlich in dieser Situation.).

Wenn Du Dich jemandem anvertraust, wird es leichter für Dich.

Du schleppst also ein ziemliches Paket mit Dir herum. Dich jetzt an Deine beste Freunden, den Kumpel zu wenden: Das kann so erleichternd sein! Denn Du redest Dir alles von der Seele.

Gehst gestärkt aus dieser Unterhaltung hervor. Denn Du hast alles erzählt, was Dich gerade beschäftigt. Du erfährst Liebe und Zuspruch. Wirst ermutigt. Erfährst Verständnis von diesem wichtigen Menschen Dir gegenüber. Das ist reiner Balsam für die Seele! Und das braucht es jetzt gerade…

Du merkst zudem, indem Du über den Liebeskummer redest:

  • Du bist nicht allein.
  • Du wirst sehr wohl geliebt.
  • Du hast wichtige und wertvolle Unterstützung an Deiner Seite.
  • Du erhältst ehrliches und gutes Feedback, das Dich weiter bringt.
  • Du kannst manche Dinge nun klarer sehen.
  • Und fühlst Dich besser.

Das Sich jemandem anvertrauen liefert neue Perspektiven

Auch das habe ich immer wieder beobachtet: Die Schuld am Scheitern der Beziehung wird von demjenigen, der verlassen wurde, nur bei sich selbst gesucht. Typische Gedanken in diesem Fall: „Ich war nicht schlau, nicht schön, nicht interessant, … genug. Deshalb ist er oder sie gegangen.“ oder „Ich habe einfach nicht genug gemacht für die Beziehung.“ etc…

Aber: Niemand ist in der Regel allein am Scheitern der Beziehung schuld! Dazu gehören zwei – wie auch zur Beziehung selbst. (Es sei denn, jemand ist aus reiner Böswilligkeit fremd gegangen. Hat den Anderen schlecht behandelt. Doch das ist eher selten der Fall.)

 

Deshalb denke vor allem daran:

  • Du hast damals, in diesen Momenten, das Beste gegeben.
  • Mehr wirst Du von Dir nicht verlangen können!
  • Auch, wenn Du im Rückblick vielleicht manches anders (besser?) machen würdest. Weil Du bestimmte Dinge nun anders siehst.
  • Das ist ein normaler Gedanke. Denn jeder von uns hat.
  • Aber: Auch Dein oder Deine Ex hat nicht alles richtig und perfekt gemacht!
  • Und so manchen Fehler Die gegenüber begangen.
  • Behalte auch das im Hinterkopf!

Doch bis man das erkennt, dauert es oftmals ein wenig. Und wenn man mit allem alleine bleibt, kommt dieser Gedanke vielleicht nie! Allein schon deswegen sollte man sich Beistand holen…

Wie kannst Du Dich jemandem anvertrauen? Und Deinen Stolz und die Ängste überwinden?

Schaue einmal bewusst um Dich: Mit Sicherheit gibt es in Deiner Umgebung nun einige Personen, die Dir helfen wollen! Denen Du Dich nahe fühlst. Und das Gefühl hast: Du musst ihnen gar nichts vorspielen.

Sie wollen Dir helfen. Genauso, wie Du dies tun würdest, wenn sie an Deiner Stelle wären.

Denke auch deshalb daran (vor allem, wenn die Hemmungen sehr groß sind):

  • Wie wäre es, wenn Deine Freundin unter großem Liebeskummer leiden würde?
  • Wenn es ihr sehr, sehr schlecht ginge?
  • Dann würdest Du ihr ja auch helfen wollen, oder?
  • Und froh darüber sein, für sie etwas tun zu können!

Genau so wird es Deinen Freunden, Deiner Familie, … nun auch gehen. Und noch etwas möchte ich Dir an dieser Stelle mitgeben: Für sie ist das auch ein schöner Vertrauensbeweis. Denn Du öffnest Dich. Erzählst offen und ehrlich, wie es Dir geht. Das ist eine Art Geschenk! Und keine Belastung…

 

Wem kannst Du Dich anvertrauen?

  • All jene Personen, die Dir (besonders) nahe stehen.
  • All jene Personen, die Dir dieses Gefühl von Geborgenheit und aufgehoben sein geben.
  • All jene Personen, denen Du rein gar nichts vorspielen musst.

Personen wie etwa

  • Deine Eltern
  • Dein Bruder und/ oder Deine Schwester
  • Deine beste Freundin
  • Dein Kumpel aus Kindertagen
  • der Freundeskreis überhaupt
  • andere Verwandte, zu denen ein gutes Verhältnis bestehst
  • Dein Therapeut
  • ….

Du wirst instinktiv selbst wissen, wer in dieser Hinsicht für Dich infrage kommt. Welche Personen Dir da als Erstes in den Sinn kommen. Und bei wem Du weißt: Bei ihm oder ihr ist dieses Geständnis wirklich gut aufgehoben. Horche deshalb in Dich hinein!

Wie kannst Du Dich jemandem anvertrauen?

Vielleicht weißt Du nicht, wie Du jetzt am besten vorgehen solltest. Um eben diese Unterstützung zu erhalten. Hier ein paar Vorschläge:

  • Per Nachricht (z.B. SMS, per DM bei Facebook und Co.)
  • per Anruf
  • per Mail

Tue das immer dann, wenn Du merkst: Du brauchst das jetzt. Lieber einmal zu viel als zu wenig!

 

Auch darüber weißt Du nun Bescheid. Damit ist nun Zeit für den nächsten Schritt:

Wie kannst Du den Liebeskummer überwinden? Phase 1:

Schritt 3: Schreibe alles auf!

Bevor ich hier ins Detail gehe, möchte ich Dir noch einen generellen Hinweis geben: Diese Strategie funktioniert bei dem Einen besser, bei dem Anderen schlechter. Das kommt darauf an, ob man generell mag, seine Worte zu Papier zu bringen! Oder ob man noch niemals etwas mit dieser Methode anfangen konnte…

Wie kannst Du alles aufschreiben? Bringe Dich erst einmal in die passende Stimmung.

Denn eines hat die Erfahrung in dieser Hinsicht gezeigt: Nur, wenn man in der richtigen Stimmung ist, wird das funktionieren. Nur, wenn die Gefühle wirklich an die Oberfläche getreten sind! Und man sich emotional genug fühlt…

Diese müssen also erst einmal herauf beschworen werden. Ist auch logisch. Denn warum sollte man überhaupt das Bedürfnis dazu verspüren? Wenn man sich eigentlich recht ausgeglichen fühlt? Eben!

Also: Hole all diese Gefühle, die in Dir sind, hervor. Doch wie? Hier ist meine Anleitung für Dich!

  • Höre diesen einen Song, den Ihr beide so sehr mochtet.
  • Schaue diesen einen Film, den Ihr beide so sehr mochtet.
  • Oder höre betont traurige Musik. Schaue einen traurigen Film.
  • Betrachte lange ein Foto von Deinem oder Deiner Ex.
  • Denke an besonders schöne Momente mit ihm oder ihr.
  • Oder stelle Dir schlicht und einfach vor, dass Ihr noch zusammen seid.

Probiere das aus, was für Dich am besten funktioniert! Und schon wirst Du merken, dass nun so einiges an Emotionen in Dir aufsteigt…

Emotionen, die nun zu Papier gebracht werden wollen. Nehme daher Stift und Heft/ Blatt in die Hand! Und lege los…

Hier noch einige wichtige Ratschläge für das Aufschreiben der Gefühle:

Vielleicht bist Du zu Beginn ein wenig blockiert. Weißt nicht, wie und wo Du anfangen sollst. Deshalb hier ein paar Tipps. Die diese Blockade aufheben:

  • Es gibt keine „falschen“ oder „richtigen“ Gedanken.
  • Weil ALLES, was Du jetzt empfindest und denkst, wichtig ist.
  • Daher ist es auch wert, dass Du das zu Papier bringst.
  • Versuche dabei, möglichst offen und ehrlich zu sein.
  • Und nichts an der Situation zu beschönigen.
  • Das bringt Dir nämlich rein gar nichts.
  • Und Du belügst Dich auf diese Weise nämlich nur selbst.

In welchen Momenten ist das Aufschreiben der Gefühle wichtig?

Auch hier gilt: Immer dann, wenn Du das Bedürfnis danach verspürst! Wenn Du merkst, dass Du an den Gefühlen wahrlich erstickst.

  • Vielen hilft es übrigens, vor dem Schlafen gehen ein paar Zeilen festzuhalten.
  • Das macht Sinn. Denn so werden diese belastenden Gedanken nicht in die Träume mit hinein getragen.
  • Und man wacht vielleicht nicht mitten in der Nacht auf. Um dann nur noch über seinen Kummer zu grübeln.

 

Und noch einige Aufschreibtipps zum Schluss…

Halte durch! Bleibe am Ball! Besonders am Anfang!

Auch, wenn es Dir erst einmal schwer fällt. Aber: Du wirst Du sehen, dass das alles wirklich erleichternd sein kann.

(Dennoch solltest Du nicht dabei vergessen, den Austausch mit anderen Personen zu suchen. Das ist ebenfalls sehr, sehr wichtig! .)

Wie kannst Du Deinen Liebeskummer überwinden? Phase 1

Schritt 4: Gehe raus und sei aktiv!

Stichwort Sport und Bewegung. Wie wichtig diese Maßnahmen sind, das kann ich gar nicht oft genug betonen. Denn sie spielen beim Überwinden und Verarbeiten Deines Liebeskummers ebenfalls eine sehr, sehr wichtige Rolle.

Warum? Nun: Du befindest Du aktuell in einer sehr aufgewühlten und emotionalen Phase. Mit dem Sport kannst Du das alles besser weg stecken. Die Gefühle, an denen Du in manchen Momenten erstickst, die Dich förmlich erdrücken, raus lassen. Es ist also das perfekte Ventil!

Warum macht Dich das Raus gehen und aktiv sein glücklich(er)?

Sport und Bewegung haben diese ganz wunderbare Eigenschaft: Sie machen glücklich und zufrieden. Das ist wissenschaftlich erwiesen! Doch warum ist das eigentlich so?

  • Beim Sport werden ganz bestimmte Hormone, die Endorphine, in hohem Maß ausgeschüttet.
  • Die auch unter dem Begriff Glückshormone bekannt sind.
  • Ein Name, der so seine Berechtigung hat!
  • Denn sie helfen einem dabei, Glück und Gelassenheit zu empfinden.

Was bewirkt das Raus gehen und aktiv sein in Dir?

Vielleicht hast Du das ja schon selbst bei Dir beobachten können:

  • Hast Du Dich einmal zum Raus gehen überwunden, dann fühlt sich das sehr gut an.
  • Denn es ist eine Wohltat, raus, an die frische Luft zu gehen..
  • Sich körperlich wirklich zu verausgaben.
  • Sich dabei an seine körperlichen Grenzen zu bringen.
  • Und sich zu neuen Höchstleistungen an zu stacheln.

Und noch ein günstiger Nebeneffekt ist dabei zu beobachten: Du kommst auf andere Gedanken. Dank dem Raus gehen! Denn der Kopf wird nun gründlich durchlüftet, durch diesen Wechsel der Umgebung. Es lohnt sich also, vor die Tür zu gehen!

Durch das Raus gehen und aktiv sein wird Dein Selbstwertgefühl nachhaltig gestärkt

Warum das so ist Weil Du durch die Bewegung fitter und fitter wirst. Dich auf diese Weise wohler in Deinem Körper fühlst. Und so attraktiver. Das ist ein wahrer Booster für das Selbstbewusstsein!

Deshalb geben auch Experten immer wieder den Rat: Geht raus! Bewegt Euch! Und bleibt nicht die ganze Zeit auf dem Sofa sitzen… (Auch, wenn das noch so gemütlich ist.)

Durch das Raus gehen zeigst Du Dir selbst: Du resignierst nicht.

Leidest nicht still und stumm vor Dich hin.

Das ist ein sehr wichtiges Signal für und an Dich selbst. Denn Du siehst:

  • Du gibst Dich nicht mit dieser Situation zufrieden.“
  • Du willst etwas etwas daran ändern.
  • Du tust das auch. Und zwar jetzt sofort.
  • Du bist zufrieden mit Dir selbst. Denn Du hast Dich überwunden.
  • Du bist nämlich NICHT einfach sitzen geblieben. Mit Deinen Gedanken im Kopf. Die Dich einfach nicht mehr weiterbringen.
  • Nein: Du gehst raus. Und tust bewusst und aktiv etwas für Dich selbst.

Auch das stärkt das Selbstbewusstsein.

Und beweist Dir, dass Du auch weiterkommen WILLST.

Dass Du gut zu Dir selbst bist.

Je eher und je häufiger Du das schaffst, umso leichter wird es auch, den Liebeskummer zu überwinden. Daher: Gehe raus! Zwinge Dich dazu, besonders in der Anfangsphase. Mache den Sport zu einer (täglichen) festen Gewohnheit in Deinem Alltag! Und Du wirst sehen: Es wird immer, immer leichter. Und nach einer gewissen Zeit wirst Du den Sport und die Bewegung gar nicht mehr missen wollen.

 

Aber Achtung: Überfordere Dich auch nicht. Übertreibe es nicht und verlange nicht zu viel von Dir. Es verlangt keiner, dass Du in einem Monat am Marathon teilnimmst! Oder den Mount Everest besteigst, ohne jegliche Erfahrung.

Doch wie solltest Du konkret vorgehen? Um den maximalen Erfolg zu erzielen?

Finde eine Sportart, welche Dir wirklich Spaß macht

  • Und die Dich gut fordert.
  • Die Du auch REGELMÄßIG (!) ausübst.
  • Die sich gut und leicht in Deinen Alltag einbauen lässt.

Denn mal ehrlich: Dauerhaft kann es ein wenig anstrengend werden, wenn man sich jeden Tag aufs Neue zwei Stunden ins Auto setzen muss. Nur um schwimmen zu gehen. Oder wenn man mit dem Rad durch Eis und Wind kämpfen muss. Damit man seine täglichen Runden erledigt.

Schaue deshalb, welcher Sport Dir da entgegen kommt. Selbst im härtesten Winter oder im heißesten Sommer!

Vielleicht hast Du die perfekte Sportart ja schon längst gefunden. Und Du gehst schon lange regelmäßig raus, damit Du Dich bewegen kannst. Dann heißt das für Dich: Halte Dein Pensum auch weiterhin ein. Du kannst es natürlich gerne noch erhöhen…

Weitere wichtige Hinweise zum Sport machen:

  • Am besten ist es, täglich zum Sport zu gehen.
  • Mindestens aber jeden zweiten Tag.
  • Auch, wenn der innere Schweinehund am Anfang sehr, sehr laut aufheulen wird.
  • Höre ihm nicht zu! Und überwinde Dich!.

Und:

  • Suche Dir notfalls Mitstreiter.
  • Zum Beispiel Deine Freunde oder Kollegen.
  • So bleibst Du besser am Ball.
  • Und Ihr könnt Euch gegenseitig motivieren.

Finde Deinen ganz eigenen Sport- und Bewegungsrhythmus.

Damit meine ich vor allem:

  • Packe Dich nicht ein, in zu viel kuschelige Watte.
  • Aber übertreibe es beim Sport machen auch nicht.
  • Es kommt – einmal mehr – auf eine gelungene Mischung an.
  • Sowohl, was die Vielfältigkeit der Belastung als auch die Intensität des Trainings betrifft.

Denn es ist nun mal so: Wer schon seit mehreren Jahren seine Runden dreht oder Krafttraining betreibt, der startet von einem ganz anderen Level. Als etwa jemand, der das Sport machen gerade erst entdeckt hat.

Bewege Dich oder trainiere am besten täglich

Selbst, wenn es „nur“ eine halbe Stunde lang ist.

Denn denke daran: Jede einzelne Minute davon ist kostbar. Denn sie wird Dich von Deinem Liebeskummer ablenken!

Hier noch ein paar weitere Tipps:

  • Kombiniere Studio- und Ausdauertraining miteinander.
  • Lasse Dich vorab hierzu am besten von einem professionellen Coach beraten.
  • Gemeinsam mit ihm/ ihr kannst Du auf diese Weise Deinen persönlichen Plan entwickeln.
  • Der Deinen individuellen Neigungen und Möglichkeiten entspricht.
  • Und online kannst Du Dich ebenfalls hierzu ganz gut informieren. Und den ein oder anderen Tipp beherzigen.

Wie kannst Du konkret beginnen?

  • Du bist noch ganz neu im Sportgeschäft? Dann lass es erst einmal ruhiger angehen.
  • Z.B. mit 15 bis 30 min Ausdauertraining.
  • Oder Du gehst eine Stunde lang spazieren.
  • Oder 30 bis 45 min lang ins Fitnessstudio.

Wenn Du bereits trainierter bist und einiges an Erfahrung hast: Dann darfst Du dieses Pensum natürlich gerne steigern.

Setze Dir Deine ganz eigenen sportlichen Ziele!!

Wie etwa, dass Du in einem halben Jahr an dem 5 km Lauf in Deiner Stadt teilnimmst. Oder dass Du nächsten Sommer eine ausgedehnte Radtour mit dem Kumpel unternimmst. In den Bergen etwa, mit dem Mountainbike.

  • Setze Dir auf dem Weg bestimmte Etappenziele.
  • Erstelle einen konkreten und ausführlichen Trainingsplan.
  • Setze den Plan sofort um.
  • Und halte ihn auch ein.
  • Überprüfe hin und wieder, ob sich der Plan bewährt. Sonst: Ändere ihn. Er soll zu DIR passen und nicht umgekehrt!

 

Hier noch (m)Bewegungstipp für Dich: Warum nicht einmal Kampfsport ausprobieren?

Vielen hilft das. Warum? Weil sie so all ihre Gefühle und Emotionen raus lassen können! All die Wut, die Aggressionen. Die Trauer und die Verzweiflung.

Du musst ja nicht gleich Boxen. Es gibt noch weitere Möglichkeiten:

  • Karate
  • Taekwondo
  • Jiu Jitsu
  • etc.

Google doch einfach mal, was Dir in dieser Hinsicht Spaß machen könnte! Ob es da entsprechende Angebote in Deinem Umkreis gibt. Und dann schaue einfach mal rein! (und nein: Das ist nicht nur was für harte Männer…)

Du hast den Sport bereits fest in Deinen Alltag integriert? Und übst ihn auch fleißig aus? Dann kommen wir zum nächsten Schritt: der gesunden Lebensführung.

Wie kannst Du den Liebeskummer überwinden? Phase 1

Schritt 5: Sei gut zu Deinem Körper (ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf)

Okay, denkst Du Dir vielleicht: Warum ein ganzer Abschnitt darüber, dass man sich gesund ernähren soll? Und möglichst viel Stress vermeiden? Ist doch eigentlich klar, oder?

Ja, das stimmt natürlich. Dennoch möchte ich diesen Schritt nicht unerwähnt lassen. Aus mehreren Gründen ist er für das Liebeskummer überwinden nämlich besonders wichtig:

  • Dein Körper leidet jetzt nämlich ebenfalls ziemlich.
  • Und empfindet diese Phase als sehr anstrengend.
  • Daher braucht er jetzt reichlich Kraft und Energie.
  • Denn: All die emotional anstrengenden Phasen verlangen auch körperlich ziemlich viel von uns ab.

Es ist also eine sehr, sehr stressige Zeit. In jeglicher Hinsicht! Und das äußert sich auch im körperlichen Bereich. Nicht selten werden wir nun leichter krank. Haben Schwierigkeiten, durchzuschlafen. Uns zu konzentrieren. Und so weiter.

Umso wichtiger ist es daher, nun so gut es geht auf sich selbst zu achten! Und auf bestimmte Dinge besser zu verzichten…

Wie kannst Du gut zu Deinem Körper sein?

Beginnen wir erst einmal mit dem Negativen. Sprich mit dem, was Du besser NICHT tun solltest. Das wären beispielsweise:

  • Hungern
  • Überessen
  • zu viel Zucker, Fast Food, Fertiggerichte und co.
  • zu einseitige Ernährung
  • Zu viel Alkohol
  • zu viel Nikotin
  • Medikamente, Drogen, überhaupt Suchtstoffe
  • zu wenig Schlaf
  • zu viel Koffein

Wie kannst Du gut zu Deinem Körper sein: Mit der richtigen Ernährung!

Schauen wir uns nun an, was in Sachen gesunder Ernährung sehr viel besser ist. Hier habe ich einige Hinweise für Dich. Was so eine gesunde Ernährung eigentlich ausmacht:

  • Ausreichend Vitamine, Nährstoffe und Mineralien.
  • Ballaststoffe sind ebenfalls wichtig.
  • Durch all diese Stoffe erhält Dein Körper nämlich wertvolle Energie.
  • Die ihm hilft, den Liebeskummer deutlich besser und schneller weg zu stecken.
  • Achte zudem darauf, regelmäßig und vor allem bewusst (!) zu essen. Nicht schnell etwas in Dich hinein zu schlingen. Und gar nicht darauf zu achten, was Du da eigentlich gerade isst.
  • Wenn Du Zeit und Lust hast, dann koche selbst.

Folgendes sollte nun auf Deinem Speiseplan stehen:

  • Obst und Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornprodukte
  • Nüsse und Kerne
  • hochwertiges Öl (z.B. Olivenöl)
  • Fisch, bestimmte Fleischsorten (in Maßen)
  • Milchprodukte

Das waren einige Hinweise von meiner Seite. Das mit der gesunden Ernährung ist natürlich ein sehr, sehr weites Feld! Das jetzt noch weiter auszuführen, würde hier einfach zu weit gehen. Schaue gerne online weiter nach – da wirst Du so einiges an Tipps finden. Der kennt sich nicht nur sehr gut mit dem Thema aus. Sondern kann gemeinsam mit Dir gleich einen Plan erstellen. Der Deinen persönlichen Bedürfnissen wirklich gerecht wird. Denn jeder Stoffwechsel funktioniert nun mal ein wenig anders. Es gibt also nicht DIE perfekte Ernährungsweise, die für alle Menschen auf der Welt gilt!

(Und bitte Vorsicht vor Crash Diäten oder angeblichen Wundermitteln wie Clean Eating, Pillen und co!!!)

Sei gut zu Deinem Körper: Achte auf ausreichend Schlaf

Schlaf bedeutet Ruhe und Regeneration. Genau das Richtige für diese Phase! Und ausreichend zu schlafen, hat viele günstige Nebeneffekte:

  • Du bist sehr viel ausgeruhter.
  • Und nicht mehr so anfällig für gereizte Stimmung und Anspannung.
  • Du bist gelassener.
  • Nicht mehr so müde.
  • Und kannst den Liebeskummer auf diese Weise besser weg stecken.

Wie kannst Du ausreichend Schlaf erhalten?

Versuche, zur möglichst gleichen bzw. zur ähnlichen Zeit ins Bett zu gehen. Optimal ist es zudem, zwischen sieben und acht Stunden Schlaf zu finden.

)Ich hätte noch weitere Tipps für Dich:

  • Bleibe nicht allzu lange auf.
  • Versuche deshalb, vor Mitternacht ins Bett zu gehen.
  • Gestalte die Abende bewusst ruhig und entspannt.
  • Trinke zum Beispiel einen beruhigenden Kräutertee.
  • Schaue einen schönen Film/ lese ein gutes Buch. (Bitte keine Krimis! Und Thriller sind jetzt auch nicht das Wahre…)
  • Schreibe all jene Gedanken auf, die Dich noch belasten.
  • Ein heißer Kakao oder eine warme Milch mit Honig können ebenfalls sehr viel helfen.
  • Sage Dir vor dem Einschlafen, was heute schön für Dich war. Welche Momente Dir Kraft gegeben haben. Das wird Dich zufriedener machen!

Mit diesen Tipps kannst Du Deinem Körper bewusst etwas Gutes tun. Doch gibt es in dieser Hinsicht noch mehr! Was, das verrate ich Dir im nächsten Schritt:

Wie kannst Du den Liebeskummer überwinden? Phase 1

Schritt 6: Meditation, Atemübungen und mehr

Meditation und Atemübungen tragen ebenfalls dazu bei, Dich besser zu fühlen. Mehr Gelassenheit und Entspannung zu empfinden. Wieder zur Ruhe zu kommen. Zu Dir selbst zu finden.

Du stärkst Deinen Geist und Deine Seele. Denn all diese Übungen bringen Dich in Verbindung mit Deinen ur-eigenen Gefühlen.

  • So kannst Du Deinem Schmerz besser begegnen.
  • Dich selbst beruhigen.
  • Und Deine Aufmerksamkeit auf all das Positive und Schöne in Deinem Leben lenken.
  • Und schon bald wirst Du Dich besser fühlen.

Warum hilft Meditation so sehr bei Liebeskummer?

Unmittelbar nach der Trennung, wenn der Liebeskummer besonders stark ist, wirst Du vermutlich nur an ihn oder sie denken können. Deine Gedanken kreisen nur um dieses eine Thema. Und Du kannst Dich auf nichts anderes mehr konzentrieren.

Doch diese Gedanken drehen sich im Kreis. Immer wieder tauchen die gleichen quälenden Fragen auf: Was Du hättest besser machen können. Warum es nicht sein sollte mit Euch beiden. Und so weiter.

Doch das hilft nichts. Diese Fragen liefern keine Antwort. Und Du wirst Dich nur noch weiter runter ziehen.

Bist Du einmal mehr an eben diesem Punkt angelangt? Dann sage bewusst „Stopp“. Begegne diesen Gedanken und Empfindungen AKTIV. Indem Du Dich auf Dein Innerstes besinnst.

Vielleicht fällt Dir das am Anfang schwer. Ich habe mich zunächst auch ein wenig schwer damit getan! Mich auf all das einzulassen. Doch glaube mir: Es wird immer leichter. Bleibe daher am Ball. Es lohnt sich! Und es wird Dir wertvolle Erkenntnisse bringen.

 

Doch wie konkret vorgehen? Hier habe ich einige Tipps in Sachen Meditation für Dich zusammen gestellt:

  • Lenke Deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf Dich und auf Dein Inneres.
  • Sei dabei möglichst entspannt.
  • Finde eine bequeme Position, am besten im Sitzen.
  • Und schließe nun die Augen.
  • Atme bewusst tief ein und aus. In dem gleichen Rhythmus.
  • Zähle dabei Deine Atemzüge.
  • Von eins bis zehn.
  • Und fühle, dass Du lebst. Dass Du stark und präsent bist.
  • Sage Dir das immer wieder vor.
  • Auf diese Weise kannst Du all das Negative ausblenden.
  • Und schließlich loslassen, nach und nach.
  • Je häufiger Du dies tust, umso schneller wirst Du die Macht über Deine Gedanken zurück gewinnen können.
  • Und Dich immer stärker und souveräner fühlen.

Wie genau geht eine Meditation? Hier meine „kognitive Trennungs-Konfrontations Übung!

Ich habe diese Übung nach reichlich Recherche und Ausprobieren entwickelt. Und bei mir hat sie sehr gut funktioniert! Daher möchte ich sie Dir natürlich nicht vorenthalten. Und Dir nun die praktische Anleitung mit auf den Weg geben.

Die praktische Anleitung für die Meditation

  1. Lege dich für ca. fünf Minuten auf Deinen Rücken. Sei körperlich dabei vollkommen entspannt.
  2. Atme nun tief, tief ein – insgesamt ca. zehn Sekunden lang. Atme anschließend aus – ebenfalls zehn Sekunden lang.
  3. Atme in dem gleichen Rhythmus weiter. Hole dabei langsam und bewusst Deine Erinnerungen an Deine/ Deinen Ex zurück.
  4. Denke an all das Schöne, das Ihr gemeinsam erlebt habt. Wie toll etwa der letzte Urlaub war. Wie schön es mit ihm oder ihr im Bett war. Wie sehr Ihr zusammen reden und lachen konntet. Und so weiter.
  5. Wende Dich jetzt Deinem Schmerz zu. Greife hier ebenfalls auf Deine Erinnerungen an ihn oder sie zurück. Diese Erinnerungen holst Du Dir gedanklich zurück.
  6. Versuche, dieses Gefühl, das du jetzt spürst, noch mehr zu intensivieren. Bis es fast schon weh tut.
  7. Halte diesen Zustand bewusst für ca. fünf bis sieben Minuten.
  8. Lasse dann allmählich los und den Schmerz gehen. Stelle Dir dabei vor, dass Du von all dem Abschied nimmst, das Kummer in Dir auslöst.
  9. Das Dich traurig und wütend macht. Sprich: Sage dem Liebeskummer auf Nimmerwiedersehen.
  10. Packe all die Gefühle, die zu Deinem Kummer dazu gehören, in eine Kiste. Stelle Dir das genau vor. Führe diesen Schritt durch, ohne ihn zu bewerten. Also ganz neutral, ohne Liebe, ohne Wut, ohne Hass..
  11. Setze diese Kiste jetzt aus. Am besten an einer Meeresströmung, an einem Fluss. Oder Du verbrennst sie, wie Du magst. Siehe nun zu, wie sie verschwindet. Kleiner und kleiner wird. Und das gilt auch für Deinen Kummer.
  12. Wiederhole das, bis insgesamt 30 min vergangen sind.

 

 

Noch ein grundsätzlicher Hinweis:

Auch in den nächsten Phasen kann es immer mal wieder vorkommen, dass Du von Schmerz, Trauer, Sehnsucht und so weiter ergriffen wirst. Das ist normal. Lasse die Gefühle auch weiterhin zu. Wende die obigen Schritte auch weiterhin an. Dann wird es Dir stetig besser gehen!

 

Ich habe Dir nun gezeigt, wie Du die erste Phase überstehen kannst. Kopf hoch: Das Schlimmste sollte nun vorbei sein! Und Du bist bereit für die nächste Phase, die ansteht:

 

 

Wie kannst Du Liebeskummer bewältigen? Phase 2

Suche Dir neue Ziele!

Wie gesagt: Das Härteste liegt nun hinter Dir. Und Du darfst Dir an dieser Stelle gerne auf die Schulter klopfen! Und Dir sagen, wie gut Du das gemacht hast.

Nun wird der Liebeskummer allmählich immer weiter in den Hintergrund rücken. Der Alltag spielt hingegen eine immer stärkere Rolle. Und auch die Zukunft rückt wieder in den Vordergrund…

Sprich: Du kannst Dich damit befassen, was Du als Nächstes, grundsätzlich, etc. erreichen willst.

Die Ziele sind auf diesen drei Ebenen angesiedelt:

  • körperlich
  • geistig
  • seelisch

Warum ist es wichtig, dass Du Dir diese Ziele auf den drei Ebenen steckst

Weil Du so ganzheitlich an die Sache heran gehst. Alles bedingt sich nämlich gegenseitig. Und ein kranker Geist schadet Körper und Seele. Und umgekehrt…

Hier ein Beispiel: Martina hat zwar einen Traumkörper, die perfekten Maße. Doch sie ist total unglücklich mit ihrem Leben.

Oder: Benny ist ziemlich intelligent. Aber er ist absolut nicht zufrieden mit seinem Aussehen und dem Stil.

Diese Unzufriedenheit wirkt sich negativ auf das Selbstbewusstsein aus. Und man bleibt in gewisser Weise stecken…

 

Denn alles hängt voneinander ab. Daher:

  • Schaue, wo bei Dir ein besonders großes Wachstumsbedürfnis besteht.
  • An welcher Ebene Du besonders arbeiten möchtest.
  • Packe diese dann gezielt an. Und gehe dann Schritt für Schritt weiter.

Suche Dir Ziele: So lief es bei mir ab:

Ich habe mich lange Zeit nicht wirklich um meinen Körper gekümmert. Damit meine ich, dass ich mich nicht gut ernährt habe. Eher so nebenbei und wenn es stressig war, dann habe ich es oftmals ganz sein lassen. Nur um abends dann irgendein Fertiggericht runter zu schlingen.

Wirklich ausreichend Schlaf habe ich oft auch nicht bekommen. Bis ich dann krank geworden bin – und zwar so richtig. Und da habe ich gemerkt: ich sollte etwas ändern! Und genau das habe ich dann auch getan…

 

 

Diese Phase setzt sich aus drei Schritten zusammen. Hier will ich sie Dir ausführlich vorstellen. Mit einem genauen Maßnahmenplan!

Suche Dir Ziele stecken – auf der körperlichen Ebene

Ich habe Dir weiter oben ja schon beschrieben, wie wichtig gute Ernährung und Sport sind. Hier sind meine Tipps für Dich – in der Übersicht:

Was Du jetzt tun solltest (und wie lange) Brainstorming
(Tag 18 bis 21)
Erstellung Deiner individuellen Strategie
(Tag 22 bis 23)
Umsetzung
(zwei Wochen: Tag 24 bis 38)
Was bei mir persönlich half Mehr Gemüse und Obst und Gemüse,
sich bewusst für die Mahlzeiten hin setzenöfter selber mal kochen

weniger Kaffee, Zucker, Fertiggerichte, …

weniger Zigaretten

weniger Alkohol
ausreichend schlafen

Einmal in der Woche zum Markt.
Erstellung eines Wochenplans: Was esse ich dann und dann?
Vorkochen, um sich was ins Büro mitzunehmen.
Nur noch ein Kaffee pro Tag.
Nur noch eine Schachtel Zigaretten für zwei Wochen.
Jeden Mittwoch geht es zum Wochenmarkt.
Ich koche, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, täglich. Selbst, wenn ich müde bin.
Ich setze mich bewusst und in Ruhe hin und nehme meine Mahlzeit ein.
Ich versuche, gegen 23 Uhr im Bett zu sein.
Ich trinke nur noch einen Kaffee – den am Morgen.
Ich versuche, mich auf eine Zigarette am Abend zu beschränken.

Doch auch der geistige Bereich ist natürlich wichtig! Was kannst Du auf dieser Ebene tun?

Suche Dir Ziele – auf der geistigen Ebene

Damit sind vor allem berufliche Ziele gemeint. Aber auch Bildung und Allgemeinwissen. Immer gut ist es, sich da folgende Fragen zu stellen:

  • Wo willst Du in zwei Jahren (beruflich) sein?
  • Was willst Du in fünf Jahren erreicht haben?
  • Und in zehn?

Da sollte Dir schon so einiges einfallen! Halte das am besten schriftlich fest. So wirst Du auch nichts vergessen!

Sich noch weitere geistige Ziele suchen – meine Erfahrungen

Beruflich war ich eigentlich recht zufrieden. Doch stellte ich fest: immer, wenn ich Stress hatte, schaute ich zu viel Fernsehen. Und damit meine ich leider keine Dokus auf Arte oder Phoenix. Nein, es ging ein wenig seichter zu.

Doch merkte ich irgendwann: Mir fehlt diese geistige Anregung. Und ich will auch in der Hinsicht weiter kommen.

Da setzte ich mich hin. Und ging in mich. Überlegte, was ich in der Hinsicht schon länger mal machen wollte. Mir fiel da so einiges ein! Unter anderem der Wunsch, mein Spanisch ein wenig aufzupolieren…

Was ich dann getan habe? Das verrate ich in der Tabelle:

Was Du jetzt tun solltest (und wie lange) Brainstorming
(Tag 18 bis 21)
Erstellung Deiner individuellen Strategie
(Tag 22 bis 23)
Umsetzung
(zwei Wochen: Tag 24 bis 38)
Was bei mir persönlich half Mehr (gute) Bücher lesen. (gerne auch auf Englisch, …)
Weniger schlechtes Fernsehen schauen.
Mehr kulturelles machen
sich allgemein weiterbilden (z.B. auf Internetseiten von Wissenschaftsmagazinen)
Planen meines künftigen Fernsehkonsums.
Eine Fremdsprache (besser) lernen.
Sich über die aktuellen Ausstellungen informieren.
Öfter mal Zeitung lesen.
Anmeldung in der Volkshochschule.
1x in der Woche zum Französisch Kurs.
Begrenzung der täglichen Fernsehzeit auf 45 min.
Anmeldung in der Stadtbücherei.
versuchen, ein Buch die Woche zu lesen

Vielleicht hast Du nun die ein oder andere Anregung erhalten! Doch fehlt uns da ja noch eine Ebene. Was ist auf dieser zu tun?

Suche Dir neue Ziele – auf der seelischen Ebene

Auch hier ist eine gute Frage zum Einstieg: Was fehlt Dir gerade, auf der seelischen Ebene? Was kannst Du für Dich in dieser Hinsicht tun?

Denke darüber wirklich und ganz bewusst nach. Und entscheide dann, was gut für Dich ist. Erinnere Dich an das, was Dir Freude bereitet. Was Dir schon beim bloßen Gedanken ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das ist genau das Richtige!

 

Auch hier wieder eine Tabelle, zur Inspiration!

Was Du jetzt tun solltest (und wie lange) Brainstorming
(Tag 18 bis 21)
Was bei mir persönlich half Habe ich noch die richtigen Freunde? Brauche ich mehr Ruhe in meinem Leben? Was könnte mir helfen, noch glücklicher zu werden?

Das war die Phase 2. Doch bevor ich dieses Kapitel beschließe, möchte ich Dir noch einen wichtigen Ratschlag mit geben:

Liebeskummer Hilfe – ein wichtiger Hinweis

Du musst das alles natürlich auch umsetzen. Denn all die Mühe war umsonst, wenn Du das Aufgeschriebene nicht auch umsetzt.

Klar, das klingt jetzt ziemlich streng. Aber ich habe selbst erfahren, dass man manchmal ein wenig getriezt werden muss. Nicht, dass all Deine guten Ideen in der Schublade versauern und Staub ansetzen!

Also:

Fange mit allem gleich hier und heute an. Lass keine Entschuldigung gelten.

Nur so wirst Du nämlich auch weiterkommen. Und nur so wirst Du den Liebeskummer endlich, endlich überwinden können. Punkt.

 

Die Predigt ist angekommen? Gut so! Dann sind wir nun bereit für die Phase 3:

Wie kannst Du den Liebeskummer bewältigen? Phase 3

Analysiere die Trennung!

Bevor ich dazu komme, möchte ich Dir an dieser Stelle ein Lob aussprechen: Du machst das ganz wunderbar! Und beweist echte Stärke und echtes Durchhaltevermögen.

Halte Dir ruhig vor Augen, was Du bislang erreicht hast:

  • Du hast emotionale Unabhängigkeit gegenüber Deinem oder Deiner Ex entwickelt.
  • Du hast den größten Schmerz überwunden. Indem Du Dich der Situation gestellt hast.
  • Du bist gefestigter. Hast wieder zu Dir selbst gefunden.
  • Du hast Selbstvertrauen sowie Hoffnung gewonnen.

Das ist so viel! Und sehr wertvoll!

Warum solltest Du die Trennung analysieren?

Mache jetzt bitte weiter. Und zwar damit, dass Du den Ursachen für die Trennung auf die Spur gehst. Erkennst, warum es mit Euch beiden gescheitert ist.

Doch warum ist dieser Schritt so wichtig?

  • Nur, wenn Du ein paar wesentliche Fragen stellst, lernst Du etwas. Und zwar etwas für Dich selbst. Was Dir in Sachen Beziehungen enorm weiterhelfen wird.
  • Nur so wirst Du letzten Endes weiterkommen.
  • Wichtige Erkenntnisse über Dich erhalten.
  • Über Dich. Sowie über Deine Art zu lieben.

Denn nicht selten hat jeder von uns so ganz bestimmte Beziehungs- und Verhaltensmuster. Die sich gerne wiederholen. Und die auch schon mal zu gewissen Problemen führen können! Diese aufzuspüren kann daher sehr, sehr wertvoll sein!

Analysiere die Trennung: Welche Fragen solltest Du nun stellen?

Es gibt da so ein paar Kernfragen, die nun auf der Agenda stehen sollten. Hier sind sie:

  • Warum hast Du Dich eigentlich in ihn oder sie verliebt?
  • Was liebtest Du besonders an ihm oder ihr? Und warum?
  • Wie konnte die einseitige Liebe von Deiner Seite entstehen?
  • Warum ging die Beziehung überhaupt auseinander? Was war der Auslöser?
  • Welche tiefer liegenden Gründe gab es dafür?

Analysiere die Trennung: An was scheitern Beziehungen eigentlich?

Ich habe im Laufe der Zeit ja so einige Beobachtungen durchgeführt. Und dabei eines erfahren: Meist scheitern die Beziehungen an ganz bestimmten Gründen.

Nein, damit meine ich jetzt nicht das, was man gerne als offiziellen Grund angibt: zu viel Stress, zu wenig Sex, zu viel Alltag…

Die Gründe, die ich meine, die gehen tiefer. Denn die oben genannten Beispiele sind eher Symptome als wirkliche Ursachen. Doch wie kannst Du diese Ursachen finden?

Analysiere die Trennung: Wie wirst Du die Ursachen aufspüren?

Ganz einfach: Indem ich sie Dir gleich vorstelle! Und Du dann entscheidest, welche der Ursachen (es können auch mehrere sein) auf Dich zutreffen.

  • Bitte lese sie Dir bewusst und in aller Ruhe durch.
  • Aufmerksam und offen.
  • Und frage Dich anschließend, welche dieser Ursachen für Dich passen könnte.

Analysiere die Trennung: Welche Beziehungsprobleme sind besonders häufig anzutreffen?

Hier stelle ich Dir jene Probleme vor, die am häufigsten in einer Beziehung auftauchen. Probleme, die letzten Endes das Ende der Liebe bedeuten können:

  • Man verliebt sich in/ man liebt eine bestimmte Vorstellung des Anderen. Man erstellt sich sozusagen ein bestimmtes Profilbild von ihm oder ihr. Das jedoch nicht der Wirklichkeit entspricht. Vielmehr sieht man häufig nur das, was man sehen will. Verdrängt bestimmte andere Seiten, Verhaltensweisen. Und so weiter.Was tun? Mache Dir klar: Dieses Bild stimmt nicht. Denn er oder sie ist so und/ oder so. Nehme alles an ihm oder ihr ganz bewusst wahr. Frage Dich dann, wie Du mit dieser „neuen“ Realität klar kommst. Ob Du all diese Seiten auch akzeptieren, mehr noch: lieben kannst.
  • Man liebt, weil man den Anderen besitzen möchte. Vielleicht aus Angst heraus, den Anderen zu verlieren. Aus zu großer Liebe für ihn oder sie. Aus Eifersucht. Und so weiter. Doch Fakt ist: Man will ihn oder sie, den Partner, die Partnerin vollkommen für sich vereinnahmen. Den Anderen sozusagen zu „seinem“ Geschöpf machen – er oder sie soll nur zu einem selbst gehören! Doch das erdrückt den Anderen. Bis er oder sie das Gefühl hat: „Ich habe keine Luft mehr zum Atmen. Keine Freiräume mehr.“ Man kann auch nicht wirklich großzügig sein. Dem Anderen gestattet, sein Leben zu leben. Denn da ist ständig diese Angst: ihn oder sie zu verlieren. Doch genau dies wird eintreten. Wenn man so weitermacht.Was tun? Wichtig ist, herauszufinden, warum Du so denkst. Warum Du ihn oder sie besitzen willst. Häufig steckt eine tiefe Unsicherheit im Inneren dahinter. Deshalb solltest Du Dich mit genau dieser Unsicherheit auseinander setzen. Ihr auf den Grund gehen. Und natürlich an ihr arbeiten. Daran, sie kleiner und kleiner werden zu lassen. Während Du seelisch und geistig wächst (wie das geht, habe ich Dir ja bereits weiter oben ausführlich erklärt).
  • Man liebt, weil man (unbedingt) gebraucht werden will. Denn man benötigt das Gefühl, dass der Andere, die Andere von einem selbst abhängig ist. Das gibt einem (in diesem Moment, scheinbar) Selbstbewusstsein. Und das führt dazu, dass man sich besser fühlt.Was tun? Auch hier steckt meist eine tiefe innere Unsicherheit dahinter. Gehe auch dieser auf den Grund! Woher kommt sie? Was steckt hinter ihr? Nicht selten ist deren Quelle in der Kindheit zu finden. Oder es wurden im Laufe des Lebens prägende Erfahrungen gemacht. Willst Du Dich und Deine Verhaltensmuster in dieser Hinsicht besser verstehen, kannst Du auch zu einem Therapeuten gehen. Dieser kennt sich schließlich bestens mit der menschlichen Psyche aus. Und kann mit Dir gemeinsam auf eine spannende Reise zu Dir selbst gehen… (Lohnt sich übrigens immer.)

    Was noch tun? Auch hier ist es also wichtig, sich bewusst mit sich selbst zu beschäftigen. Und bereit zu sein, zu wachsen. In seelischer und in geistiger Hinsicht. Meditation und weitere Übungen, die Dich ins Innerste führen, helfen Dir dabei!

  • Man liebt den Anderen (zu sehr), weil man sich selbst nicht wirklich liebt. Und auch nicht annehmen kann. Stattdessen sucht man die Bestätigung von außen. Weil man unbewusst denkt: „Ich bin eigentlich gar nichts wert. Ich brauche aber die Liebe. Und jemanden, der mir diese Liebe auch zeigt. Damit ich mich doch als etwas Wertvolles fühle.“ Und so sucht man unablässig nach Bestätigung. Nach Liebe von außen. Die man sich selbst nicht geben kann.Was tun? Nur wer sich selbst liebt, wer sich selbst wertschätzt und annehmen kann, der ist bei sich. Und der wird dann auch nichts vom Partner verlangen, was dieser nicht geben kann. Weil er das nicht nötig hat! Wahre Liebe verlangt zudem nichts. Das bedeutet im Umkehrschluss: Man kann nur dann wahrhaft lieben, wenn man Liebe zu sich selbst verspürt. Wenn man sich nimmt und schätzt, so wie man ist. Ansonsten wird man ständig nach Bestätigung des Anderen suchen. Nach diesem Satz „ich liebe Dich“ geradezu gieren. Doch wird man diese drei Worte auch wirklich glauben können? Nur schwer! Denn innerlich ist man ja der Überzeugung, dass man Liebe gar nicht verdient hat… Warum also sollte man überhaupt geliebt werden? Einmal mehr ist es wichtig, sich das klar zu machen. Und sich dann um sich selbst zu kümmern. An der Liebe zu sich selbst zu arbeiten. Das geschieht zum Beispiel, indem man bewusst gut zu sich selbst ist. Und sich vor Augen führt, was für einzigartige Fähigkeiten und Talente man doch besitzt. Denn das gilt für JEDEN Menschen!
  • Man liebt den Anderen, weil man durch ihn oder sie ein besserer Mensch sein will. Viele Menschen haben diese Hoffnung: Durch die Liebe werden sie nahezu vollkommen. Ganz. Alles wird besser. Sie werden zu einem besseren Menschen. Weil sie nun bestimmte Dinge wagen, in die Tat umsetzen. Dinge, die sie von alleine niemals getan hätten.Was tun? Vielleicht ahnst Du es schon: Im Inneren fühlt man sich nach wie vor schwach. Und denkt: „Ich brauche jemanden, um bestimmte Dinge zu tun. Von alleine hätte das niemals geklappt.“ Und so klammert man sich umso mehr an den Anderen… den man auf eine gewisse Weise ja braucht!

    Was tun? Auch hier liegt die Ursache des Problems darin, dass man sich unzulänglich fühlt. Zumindest dann, wenn man alleine ist. Man denkt, man hat nicht den Mut, die Stärke, etc, bestimmte Dinge zu tun. Doch ist dem nicht so! Führe Dir das vor Augen. Allein schon, dass Du durch all diese Phasen hindurch gegangen bist, zeugt von wahnsinnig viel Mut und Stärke! Und Du hast sicherlich so einiges erreicht im Leben, worauf Du stolz bist. Denke daran! Und: Mache immer wieder mal (kleine) Mutproben. Die Dich aus Deiner Komfortzone führen. Erstelle am besten eine Liste. Mit Dingen, die Du gerne tun würdest. Doch Dich noch nicht traust. Was könnte das sein? Arbeite dann an deren Umsetzung. Wie etwa, Dich schön allein zum Essen auszuführen. Allein ins Kino zu gehen. Spontan weg zu fahren. Und Du wirst sehen: Solche Aktionen können wirklich schön sein. Und viel Spaß machen! Und Du wirst immer mutiger werden…

  • Man liebt den Anderen, weil einem dieses Bild, das der Partner von einem selbst hat, gefällt. Obwohl man sich selbst eigentlich gar nicht so sieht. Doch ist diese Abbildung natürlich sehr schmeichelhaft. Allein schon deshalb möchte man dieses Bild lieben!Was tun? Frage Dich erst einmal: Ob dieses Bild Dir überhaupt entspricht. Und in welchem Maße. Ob und wie sehr Du Dich (im Alltag, generell) verstellst. Um diesem Bild auch gerecht zu werden. Ob Du Dich mit diesem Bild überhaupt wohlfühlst. Oder Dir mehr und mehr wie ein Schauspieler/ eine Schauspielerin vorkommst. Schaue auch hin, was Dein Partner, Deine Partnerin besonders liebt an Dir. Und welche Seiten, welches Verhalten weniger… Schaue anschließend, wie sehr Dich dieses Wissen in Deinem Verhalten beeinflusst. Ob Du manches vielleicht nicht tust. Weil das ihm oder ihr nicht gefällt. Doch gehören diese Seiten nun mal zu Dir. Und das sollte er oder sie eigentlich akzeptieren… (sofern es ihm oder ihr nicht schadet, natürlich.)
  • Man liebt den Anderen, weil man ihn oder sie verändern will. und das auch kann. Das ist eine ziemliche Macht, die man hat! Und nicht selten findet man gefallen, sie auszuüben. Und verändert auf diese Weise dieses oder jenes an seinem oder ihrem Verhalten. Und irgendwann will man diese Macht gar nicht mehr loslassen und hergeben.Was tun? Wahre Liebe besteht nicht darin, den Anderen zu verändern sowie ihn oder sie verändern zu wollen. Ihn oder sie nach Belieben zu „modellieren“. Wäre dem so: Dann wäre der Andere keine eigenständige Person mehr. Und wird auch nicht glücklich sein, kein erfülltes Leben führen können. Und: Er oder sie wird sich ständig anstrengen müssen, um Deinen Erwartungen und Anforderungen gerecht zu werden. Wie könnte ihn oder sie das glücklich machen? Willst Du solch eine Macht daher wirklich? (zumal das keine wirklich erfüllte und glückliche Beziehung sein kann. In der nur einer (kurzfristig) auf seine Kosten kommt..) Versuche daher, ihm oder ihr bewusst mehr Freiraum zu geben!
  • Man liebt dieses perfekte Bild von sich und dem Anderen. Als glückliches Paar. Diese Rückmeldung kommt zumindest aus der Umgebung. Und an der Oberfläche scheint man miteinander rundum glücklich zu sein. Ein interessantes Leben zu führen. Probleme? Die gibt es schlicht und einfach nicht. Doch stimmt das nur dann, wenn man nicht allzu genau hinschaut (ich nenne das das Instagram Phänomen. Diese „Schaufensterdarstellung“). Doch eigentlich ist die Beziehung längst schon nicht mehr das, was sie einmal war. Dennoch tut man alles, dass es weiterhin perfekt wirkt. Obwohl alles längst zu einer Illusion geworden ist..Was tun? Habe den Mut, los zu lassen! Und Dir die folgende Frage zu stellen: „Wie ist es, wenn wir beide alleine sind? Wie fühlt es sich an? Wie verhalten wir uns dem Anderen gegenüber? Können wir noch zueinander finden? Wirklich miteinander kommunizieren?“ Sind da noch immer echte, wahre Gefühle zwischen Euch? Suche auch das Gespräch mit Deinem Partner, Deiner Partnerin. Und höre Dir seine oder ihre Sicht der Dinge an. Wie kann es mit Euch weitergehen?
  • Man liebt den Anderen, weil man mit ihm oder ihr einst glücklich war. Und endlich das Gefühl hatte, angekommen zu sein. Endlich auch einmal eine schöne Beziehung zu führen. Anfangs war das ja auch so. Doch im Laufe der Zeit… umso mehr trauert man jetzt um das, was war. Was man verloren hat. Vielleicht klammert man sich immer noch an die Vorstellung, dass es noch so ist. Bzw. wieder so werden kann.Was tun? Halte jetzt bewusst inne. Führe dir den jetzigen Zustand vor Augen. Und lasse die Vergangenheit los. Gebe ihn oder sie frei. Und Dich auf diese Weise auch…

Welche dieser Ursachen treffen auf Dich zu? Sei dabei offen und ehrlich zu Dir! Auch wenn dies wahrlich keine einfachen Fragen sind. Doch dienen sie dazu, dass Du weiter kommst. Und seelisch und geistig wächst. Endlich frei wirst.

Analysiere die Trennung: Was für eine Rolle spielt Stolz bei Liebeskummer?

Was viele unterschätzen: Stolz spielt bei Liebeskummer oftmals eine nicht unbeträchtliche Rolle. Nährt diesen zusätzlich. Warum dies so ist?

  • Er oder sie hat Dich verlassen.
  • Das wird ziemlich empfindlich an Deinem Selbstbewusstsein kratzen!
  • Denn wer von uns gibt schon gerne zu, vom Partner, von der Partnerin verlassen worden zu sein?
  • Vor sich selbst, aber auch vor allen anderen?

Deshalb leugnet man die Situation. Und wünscht sich nicht selten, dass der Andere wieder zu einem zurück kommt.

Vielleicht will man sich selbst auch etwas beweisen. Und den Anderen. Zeigen: Ich kann ihn oder sie zurück gewinnen. Wenn ich es wirklich will. (ja, das ist wieder so eine Machtfrage.)

Aber: Diese Strategie führt zu nichts. Weil man nichts hinterfragt hat. Und sich auch nicht den wahren Ursachen für das Aus beschäftigt hat. Sollte es daher dennoch einmal mit dem Zusammenkommen klappen: Dann werden über kurz oder lang die gleichen Probleme wieder erscheinen. Und die nächste Trennung ist eigentlich schon schon vorprogrammiert…

 

Auch dieser Schritt war sicherlich kein leichter für Dich. Trotzdem: Chapeau, dass Du ihn gewagt hast! Genieße nun die Früchte Deiner Arbeit. In der nächsten (und letzten) Phase: der Überprüfung.

Tipps bei Liebeskummer, Phase 4

Überprüfe, wo Du stehst

Noch einmal möchte ich an dieser Stelle wiederholen, was Du bisher geschafft und erreicht hast. Was eigentlich seit der Trennung alles passiert ist:

  • Du hast den Kontakt zu ihm oder ihr eingestellt.
  • Du hast Dich bestimmten Personen/ jemandem anvertraut.
  • Du hast viel/ etwas für Dich in körperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht getan.
  • Du hast Dein Umfeld verändert.
  • Du hast Dir passende neue Ziele gesteckt.
  • Dafür einen genauen und konkreten Maßnahmenplan entworfen.
  • Und Du hast diesen Plan auch umgesetzt.
  • Du hast genügend emotionale Distanz und Unabhängigkeit zu ihm oder ihr gewonnen.
  • Und Du hast Dich mit den Problemen und den Ursachen für die Trennung auseinandergesetzt.
  • Du weißt jetzt, warum es mit Euch beiden scheitern musste.

Das ist sehr, sehr viel! Und mal unter uns: nicht viele würden das so schaffen. Auch deshalb solltest Du Dir an dieser Stelle (noch einmal) auf die Schulter klopfen!

Überprüfe, wo Du stehst: Willst Du überhaupt noch Kontakt zum oder zur Ex haben?

Es ist jetzt Zeit, sich diese Frage zu stellen. Wie dabei vorgehen? Am besten mit den folgenden Fragen:

  • Überlege Dir, ob Du Dir wünschst, wieder Kontakt mit ihm oder ihr zu haben. Was der Gedanke an das Kontakt aufnehmen in Dir auslöst.
  • Ob Du noch was mit Deinem/ Deiner Ex zu tun haben willst.
  • Ob Du mit ihm oder ihr eine Freundschaft haben möchtest.
  • Oder ob Du ihn oder sie vielleicht zurückgewinnen willst.

Nimm Dir bitte (einmal mehr) Zeit, um diese Fragen offen und ehrlich zu beantworten. Setze Dich dabei nicht unter Druck.

Denn Du solltest Dir Deiner Entscheidung wirklich sicher sein.

Nur so wirst Du das tun, was das Richtige für Dich ist.

Ich will an dieser Stelle gar nicht so sehr ins Detail gehen. Das habe ich weiter oben ja bereits zur Genüge getan! Zumal ich dieses Thema schon an anderer Stelle ausführlich behandelt habe. Und zwar hier:

Wie die Trennung verarbeiten? Die Analyse der Ursachen

Auch das gehört zum Verarbeiten mit dazu: herauszufinden, warum es überhaupt so weit gekommen ist. Warum das vermeintlich ewige Glück dann doch nicht ewig währte. Was also sind die typischen Ursachen, dass man Schluss macht? Dass die Liebe zerbricht?

Vorab: Natürlich ist jede Situation individuell. Und es kommt stets auf die jeweiligen Umstände an. Doch Fakt ist: Etwas passt einfach nicht mehr. Man passt nicht mehr gut zueinander. Und war am Anfang alles wunderbar, schön und so weiter, stellt sich im Laufe der Zeit mehr und mehr Unzufriedenheit ein…

Werfen wir mal einen Blick auf die Statistik. Was sagen die Zahlen? Laut Untersuchungen der Universität Bamberg trennten sich Paare vor allem, weil der Andere die eigenen Gewohnheiten nicht akzeptieren konnte (das war bei 49 % der Fall). Auch Kommunikationsprobleme sind ein häufiger Grund (37 % gaben dies an). Ebenfalls vorne mit dabei: fehlende Freiräume (44 %). Und natürlich: Die Beziehung war zuletzt vor allem Routine (das war bei 41 % der Befragten so).

Andere Untersuchungen zeigen da ein ähnliches Bild. Fremdgehen (und zwar wiederholtes) wurde bei einer Umfrage der Partnerbörse Elitepartner als ein absolutes No Go und ein Trennungsgrund angegeben (bei 72 %). Ebenfalls unverzeihlich: Wenn der Andere unehrlich zu einem selbst war. Und auch hier wurden als weitere typische Ursachen zu viel Routine (51 %), zu viel Streit (50 % ) sowie zu viel Einengung (42 % ) als Gründe angegeben.

(Als Hinweis: Zwischen diesen beiden Untersuchungen liegen ca. 20 Jahre. Doch scheint sich in mancher Hinsicht, trotz Internet Dating und weiteren Veränderungen in Sachen Partnersuche nicht so viel geändert zu haben).

 

Daher lohnt es sich durchaus, sich einmal bewusst und in aller Ruhe hin zu setzen. In sich zu gehen. Und sich zu fragen: Was war bei mir der Grund? Warum musste es mit uns beiden auseinander gehen? Denn selten ist, wie bereits angesprochen, nur einer wirklich für das Scheitern der Beziehung verantwortlich. Dann etwa, wenn er oder sie ein Narzisst/ eine Narzisstin ist. Oder ein notorischer Fremdgeher. Oder gewalttätig (was wir an dieser Stelle alles nicht hoffen mögen). In solchen Fällen wäre es also ein Leichtes, den oder die Schuldige(n) ausfindig zu machen. Doch ist es meist leider nicht ganz so einfach….

Das habe ich im Laufe meiner Beobachtungen mit diesem Thema gelernt. Denn meist ist das Verhalten des einen nur ein Symptom, eine Reaktion auf die Dynamik der Partnerschaft. Auf die Probleme, die tiefer liegenden Ursachen. Die nicht ganz so leicht ausfindig zu machen sind.

Gerade deshalb möchte ich sie Dir hier vorstellen:

Was sind die tiefer liegenden Ursachen für die Trennung?

  • Ursache 1: Man war zu abhängig von dem Anderen. Häufig ist dies dann der Fall, wenn man sich selbst zu wenig liebt und wertschätzt. Sich nicht annehmen kann. Keine Selbstachtung und kein Selbstvertrauen hat – oder nur sehr wenig. Vielmehr ist da eine große innere Leere in einem selbst. Und diese Leere muss nun von außen ausgefüllt werden. Weil man es selbst nicht kann… dies „muss“ bzw. soll dann der Partner, die Partnerin erfüllen. Was er oder sie meist auch versucht. Zumindest zu Beginn. Doch das Schwierige an der ganzen Geschichte ist: Egal, was er oder sie tut: Dieses Gefühl, diese Einstellung von „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden, weil ich selbst nichts wert bin. Weil ich nichts kann. Und nichts vorzuweisen habe.“, die überlappen alles. Und das führt dazu, dass man die Liebe des Anderen nicht wirklich glauben, nur ansatzweise annehmen kann. Sprich: egal, wie sehr der Andere einem versichert: „Ich liebe Dich. So wie Du bist.“: Es ist niemals genug. Und man fühlt sich weiterhin leer. Dennoch klammert man sich umso mehr an den Anderen. Schließlich scheint er oder sie der oder die Einzige zu sein (oder fast), der einem Liebe geben kann…. Doch das erdrückt. Das überfordert den Partner, die Partnerin. Bis er oder sie den Schlussstrich zieht.
  • Ursache 2: Man hat sich zu sehr auseinander entwickelt. Kennst Du das, wenn Ihr Euch ab einem gewissen Punkt einfach nichts mehr zu sagen habt? Stattdessen sitzt Ihr stumm und still voreinander. Wisst nicht mehr, was zu tun ist. Wie Ihr Euch verhalten sollt, dem Anderen gegenüber. Die einst so vertraute Person scheint mit einem Mal fremd geworden zu sein. Und das Schweigen, das einst so wohlig war, ist nun: unangenehm.Und es fällt Euch partout nicht ein, was Ihr zueinander sagen könntet. Da herrscht nur noch Leere im Kopf. Woran liegt das? Nun: es ist ein Prozess. Ein Prozess, bei dem sich beide unmerklich voneinander entfernen. Mehr und mehr. Es ist nicht spürbar, es ist kein Prozess, der von großen Erschütterungen begleitet ist. Nein: Er vollzieht sich schleichend, unmerklich. Man stand einst gemeinsam auf dieser Eisscholle. Die nun auseinander gebrochen ist. Doch erst dann, im Moment des Auseinander brechens, merkt man dies. Und dann ist es zu spät…

    Aber woran liegt das? Tja, das Leben hat es so an sich, dass man sich im Laufe der Zeit verändert. Bedingt durch die Erfahrungen, die man macht. Die Erlebnisse, die man wahrnimmt und spürt. Nicht selten sind dies Momente, die man gemeinsam mit dem Partner, der Partnerin erlebt. Doch nicht immer wird man diese Momente auch auf die gleiche Weise wahrnehmen und verinnerlichen. Die gleichen Erkenntnisse daraus mitnehmen. Hier ein Beispiel: Es gibt einen Todesfall im Freundes- oder Familienkreis. Einer der beiden Partner ist darüber wirklich erschüttert. Er oder sie kommt ins Grübeln. Denkt darüber nach, wie schnell alles doch vorbei sein kann. Und erkennt dies als eine Mahnung für sich, das Leben mehr zu leben. Mehr aus den einzelnen Tagen, Wochen, Monaten heraus zu holen. Einfach, um mehr und intensiver zu leben. Deshalb meldet er oder sie sich nun zum Rafting, Bungee Jumping, Tanzen, …an. Will Reisen unternehmen. Und so weiter. Während der Andere den Todesfall zwar betroffen kommentiert. Für kurze Zeit auch ein wenig erschüttert ist. Doch im Laufe der Zeit tritt das alles für ihn in den Hintergrund. Und er oder sie macht weiter wie bisher…

    Noch ein Beispiel gefällig? Nehmen wir einen Klassiker. Ein Pärchen ist schon seit vier Jahren zusammen. Sie will endlich Kinder. Auch, weil sie ihre biologische Uhr ticken hört. Weil viele ihrer Freundinnen damit begonnen haben, eine Familie zu gründen. Doch was ist mit ihrem eigenen Partner? Der ist von der Aussicht, das schöne, bequeme und ungebundene Leben aufzugeben, nicht wirklich begeistert. Und macht das auch deutlich. Auf diese Weise entsteht eine Kluft zwischen den beiden. Die sich nicht mehr schließen lässt. Und irgendwann in der Trennung endet.

    Du siehst: Es gibt mehrere Gründe, warum es auseinander gehen kann in Sachen Entwicklung. Denn unser Leben, WIR stehen nun mal nicht still. Sondern entwickeln uns weiter. Und nicht selten in verschiedene Richtungen… das ist einfach so. deshalb bringt es auch nichts, in dieser Hinsicht nach dem oder der Schuldigen zu suchen. Wenn überhaupt: Dann ist „das Leben“ schuld. Daran, dass man eben ein Stück seines Weges zusammen gegangen ist. Und dann verschiedene Richtungen eingeschlagen hat….

  • Ursache 3: Man erkennt, dass man vor allem aus Gewohnheit, aus Angst vor der Einsamkeit, aus Bequemlichkeit, … mit dem Anderen (noch) zusammen ist. Glaube mir: Auch das ist etwas, das ich im Laufe meiner Beobachtungen sehr, sehr häufig angetroffen habe. Viele Paare sind vor allem deshalb zusammen, weil sie es sich selbst nicht zutrauen, alleine durchs Leben zu gehen. Als Single mit all den Herausforderungen zurecht zu kommen, die ihnen das Leben so zu bieten hat. Auch, wenn das überhaupt nicht stimmt. Und: man hat sich aneinander gewöhnt. Daran, dass der Andere zu Hause ist, wenn man selbst von der Arbeit zurück kehrt. Daran, dass das Essen dann auf den Tisch gestellt wird. Daran, dass man nebeneinander einschläft und aufwacht. Und so weiter.Doch irgendwann merkt man: Gewohnheit schön und gut. Doch reicht das irgendwann einfach nicht mehr. Weil die Liebe schlicht und einfach nicht mehr vorhanden ist. Und sobald man dies erkannt hat, fällt es einem immer schwerer, noch in der Beziehung zu bleiben. Denn innerlich hat man sich bereits verabschiedet, Abstand genommen. Zumindest ein wenig. Und dann ist es meist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Beziehung endgültig auseinander bricht.

 

Wie lange ist die typische Liebeskummer verarbeiten Dauer?

Wäre schön, wenn sich diese Frage so einfach beantworten ließe… denn mal ehrlich: Das würde es doch um einiges leichter machen. Wenn man weiß: Bis zu diesem oder jenem Zeitpunkt dauert es. Und dann ist es endlich zu Ende. Dann geht es bergauf.

Denn auf diese Weise kann man sich in gewisser Weise drauf einstellen. Vielleicht fällt es einem dann auch leichter, sich der Situation überhaupt zu stellen. Aber: So ist es nun mal nicht. Und vor uns liegt nun nach der Trennung diese lange, lange Dürreperiode. Die schwer und schmerzhaft zu werden verspricht. Ende? Ungewiss…

 

Denn wie das nun mal häufig so ist im Leben: Es gibt auch in diesem Fall keine einfache und pauschale Antwort hierauf. Zumindest keine, die auf alle Liebeskummer Geplagten dieser Welt zutrifft. Vielmehr hängt es von mehreren Faktoren ab. Doch welche sind dies? Hier stelle ich sie Dir genauer vor:

Liebeskummer Dauer, Faktor 1: wie waren die Umstände der Trennung?

Es kommt in so vielen Bereichen des Lebens auf die jeweiligen Umstände drauf an. Der Liebeskummer bildet hierbei keine Ausnahme! Und so entscheiden die Umstände mit darüber, wie tief und wie lange wir trauern werden.

Doch was bedeutet das konkret? Zum Beispiel, wie die Trennung verlaufen ist. Wer sich von wem getrennt hat. Auf welche Weise das geschehen ist. Oder ob die Entscheidung, den Schlussstrich zu ziehen, von beiden ausging.

Ist ja auch logisch, nicht wahr? Wer verlassen wird, der wird deutlich länger Liebeskummer haben. Der wird deutlich länger unter der Trennung leiden. Weil er oder sie von sich aus nicht diese Entscheidung getroffen hätte. Die Beziehung gerne weiter geführt hätte. Doch nun wurde er oder sie vor vollendete Tatsachen gestellt…. Und das kann sehr, sehr weh tun.

Wer hingegen verlässt, der wird sich deutlich leichter tun. Vielleicht hat er oder sie sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Stark mit sich gerungen. Auch nach der Trennung noch ein schlechtes Gewissen dem Anderen gegenüber. Und vielleicht herrscht auch in diesem Fall eine gewisse Wehmut und Trauer, sowie Sehnsucht. Doch wird man in der Regel deutlich schneller über alles hinweg sein.

Dies gilt auch für den Fall der einvernehmlichen Trennung. Beide haben erkannt, dass die Beziehung über kurz oder lang keine Zukunft mehr haben wird. Beide haben dies auch akzeptiert. Und sind nun bereit für etwas Neues…

 

Also: Je weniger schmerzhaft das Aus für einen selbst war: Umso weniger stark wird der Liebeskummer ausfallen. Und umso schneller und besser wird man die Trennung auch verarbeiten können. Sollte eigentlich verständlich sein, oder?!?

Liebeskummer Dauer, Faktor 2: Wie stark und intensiv waren die Gefühle für den Partner, die Partnerin zum Zeitpunkt der Trennung

Also? Wie sehr hat man ihn oder sie geliebt? Zu dem Zeitpunkt, als es auseinander ging? Waren die Gefühle sehr stark? Oder merkte man schließlich: Nein, sie haben sich eigentlich schon längst verabschiedet?

Auch dies spielt in Sachen Liebeskummer Dauer eine wesentliche Rolle. Also, halten wir eine weitere Faustregel fest: Je weniger Gefühle und Empfindungen für den Anderen zum Zeitpunkt des Aus vorhanden sind: Umso weniger stark wird der Liebeskummer ausfallen. Und man wird die Trennung dann umso rascher verarbeiten können.

Liebeskummer Dauer, Faktor 3: wie glücklich war die Beziehung?

Wie erfüllt war sie noch? Wie viel Spaß hat es gemacht, mit ihm oder ihr zusammen zu sein? Wie gerne war man mit dem Anderen zusammen?

Auch darauf kommt es in dieser Hinsicht an. Klar: Denn je mehr schöne Erlebnisse und Erinnerungen vorhanden sind, je schöner die Beziehung (für einen selbst) war, umso größer wird die Trauer darüber sein, dass man dies nun aufgeben muss(te). Weil man davon noch nicht loslassen kann (und selten will). Daher wird man die Trennung als schmerzhaften Verlust empfinden. Und großen Liebeskummer verspüren.

Für manche ist der Entschluss zur Trennung aber auch eine Art Befreiung. Vor allem dann, wenn man in letzter Zeit sehr viel miteinander gestritten hat. Wenn es nur noch Konflikte gab. (die nicht immer ausgesprochen werden müssen. Ich beobachte häufig, wie viele unterschwellige Konflikte es in Beziehungen gibt. Die nicht thematisiert werden. Doch immer präsent sind.) Und das führt dazu, dass man sich nicht mehr wohlfühlt. Und wenn es dann zur Trennung kommt: Dann ist das gar nicht so schlimm, wie man eigentlich dachte. Nein: Es gleicht fast schon einer Befreiung.

Liebeskummer Dauer, Faktor 4: Wie lange ging die Beziehung?

Auch dieser vermeintlich banale Umstand spielt häufig eine Rolle! Das wird einem spätestens dann klar, wenn man ein wenig darüber nachdenkt. Wer nämlich nur eine kurze Affäre über zwei Wochen mit jemandem hatte: Der wird meist höchstens Gefühle von Verliebtheit verspüren. Die erfahrungsgemäß mehr oder weniger rasch abebben. (und somit wird auch der Liebeskummer nicht wirklich groß ausfallen). Wer hingegen zwei Jahre mit dem oder der Ex verbracht hat: Der wird sich deutlich schwerer mit einem raschen Neuanfang tun.

Denn es ist nun mal so: Je länger die Partnerschaft Bestand hatte, umso mehr hat man gemeinsam erlebt. Umso mehr hat man mit dem Anderen geteilt – alles Mögliche! Zeit, Erlebnisse, Erinnerungen und Erfahrungen. Gemeinsame Projekte, die man auf den Weg gebracht hat. Vielleicht hat man eine Familie gegründet. Das schweißt zusammen, das schafft ein band. Das sich nicht mehr so einfach auflösen lässt.. und so wird auch der Liebeskummer deutlich länger ausfallen als im ersten Fall.

Liebeskummer Dauer, Faktor 5: Wie groß ist die Selbstliebe?

Oder, anders ausgedrückt: Wie gut kann man sich nach dem Aus um sich selbst sorgen und kümmern? Wie gut gelingt es einem, gut zu sich selbst zu sein? Liebe- und verständnisvoll mit sich umzugehen? Gerade jetzt, in dieser so schwierigen Situation?

Das ist jetzt die Frage. Wer seine persönlichen Bedürfnisse nun wahrnimmt, sie realisieren und umsetzen kann: Der wird niemals so sehr unter Liebeskummer leiden wie jemand, dem das nicht gelingt. Warum? Weil man sich im ersten Fall mehr und mehr auf sich selbst, auf die eigenen Wünsche, Träume, … konzentrieren kann. Weil man nicht in Selbstmitleid versinkt. Weil man nicht zu Hause sitzen bleibt. Und Trübsal bläst. (vielleicht auch. Aber nicht so lange.) Das alles wird den Liebeskummer nämlich nur noch schlimmer machen. Und dessen Dauer deutlich verlängern.

Wenn dies nicht der Fall ist: Umso besser! Das haben auch Studien gezeigt. Wer Selbstachtung und Selbstliebe zeigt, der wird früher oder später die Trennung akzeptiert und überwunden haben. (und das eher früher als später). Allein das sollte ein Ansporn sein, dass man mehr und bewusster in sich hinein horcht. Und sich immer wieder fragt: „Was könnte jetzt gut für mich sein?“ Versuche, das so oft es geht zu tun!!

Liebeskummer Dauer: die Formel

Es gibt (natürlich) mittlerweile auch eine Formel. Die dafür gedacht ist, die jeweilige Liebeskummer Dauer zu berechnen. Also: Hole Deinen Taschenrechner raus! Und tippe dann die folgende Formel hinein: (doch vorher bitte noch diesen Abschnitt durchlesen!)

 

Entwickelt hat diese Formel übrigens der britische Forscher Gareth Sunden. Der wohl ziemlich genau wissen wollte, wie lange der Liebeskummer exakt geht. Vielleicht auch, um dem ein oder anderen Betroffenen Mut und Hoffnung zu geben…

 

Schauen wir uns jedoch mal an, was die einzelnen Zeichen eigentlich bedeuten. Hier habe ich eine Übersicht für Dich erstellt:

  • tLK … Dauer des eigenen Liebeskummers bzw. der Trennungsschmerzen, in Monaten ausgedrückt
  • M … Anzahl der Monate, die Ihr beide zusammen wart (notfalls wirst Du umrechnen müssen)
  • L …Wie stark war Deine Liebe zu dem oder der Ex? Auf einer Skala, die von 1 bis 10 geht! 1 ist dabei sehr klein bzw. nur oberflächlich. 10 wiederum ist „Mein oder meine Ex war für mich die Liebe meines Lebens..“
  • Nw … steht für die Anzahl der Nächte, die Ihr gemeinsam verbracht habt (Nehme hierfür eine durchschnittliche, normale Woche)
  • Kj … Wie häufig habt Ihr beide seit der Trennung noch Kontakt? Dies gilt je Woche. Beziehe hierbei auch die Kontakte über Facebook oder die Kontakte zu der Familie des oder der Ex mit ein!
  • E … wer hat sich von wem getrennt? Nehme hier wieder die Skala von 1 bis 10. die 1 steht für „ Ich habe mit ihm oder ihr Schluss gemacht“. Die 10 steht dann logischerweise für „ er oder sie hat mit mir Schluss gemacht.“
  • S … nun kommen wir auf Dein aktuelles Selbstwertgefühl zu sprechen. Sprich: wie stark das derzeit ist. Wir nehmen einmal mehr die Skala von 1 bis 10 zur Hand. Die 1 sagt nun: „Ich fühle mich gerade überhaupt nicht gut. Alles ist grau und schwarz. Ich bin nichts wert. Ich habe das Gefühl, einsam und allein zu sein..“. Die 10 ist das genaue Gegenteil: „ Ich fühle mich ziemlich gut! Ich habe alles gut weg gesteckt. Ich bin gerne mit mir zusammen. Ich sehe der Zukunft freudig entgegen. Ich mache das, was mir Spaß macht. Und bin ziemlich zufrieden“

Nun hast Du alles nötige Wissen beisammen, um Deine persönliche Liebeskummer Dauer ausrechnen zu können. Dann mal los!

 

Wie lange ist die durchschnittliche Liebeskummer Dauer?

Auch so eine Frage, die mir immer und immer wieder gestellt wird. Weil viele einfach diese Richtwerte als Orientierung brauchen. Deshalb möchte ich auf dieses Thema ebenfalls genauer eingehen: in diesem Abschnitt.

 

Wie ich Dir ja bereits erzählt habe, beschäftige ich mich schon seit einiger Zeit mit diesem Thema. Und habe sehr viele (unterschiedliche ) Geschichten in diesem Zusammenhang gehört. Natürlich habe ich auch verglichen. Und so herausgefunden:

  • Im Durchschnitt dauert der schlimmste Liebeskummer meist vier bis sechs Wochen.
  • Damit ist jene Phase gemeint, die als besonders schmerzhaft und heftig empfunden wird.
  • Die von Gefühlen wie Kummer, Trauer, Sehnsucht und Verzweiflung (und noch so einigen mehr) geprägt ist.

Das zeigen auch zahlreiche Studien. Denn Untersuchungen zufolge geht es 71 % der Betroffenen nach dieser Zeit immer besser. Und sie können sich wieder stärker auf ihren Alltag konzentrieren. Mitunter sogar zaghaft Hoffnung schöpfen…

 

Liebeskummer verarbeiten Dauer: noch ein wichtiger Hinweis

Ich hoffe, dass Dir diese Infos geholfen haben! Doch: Das Wichtigste ist, dass Du nun auf Dich selbst achtest. Besonders gut zu Dir bist. Und Dich auch nicht durch vermeintliche Rückschläge abhalten lässt.

Konzentriere Dich ganz auf Dich selbst und auf Deine Bedürfnisse. Sei gut zu Dir selbst. Sei nett zu Dir – so, wie Du es auch bei einer Freundin, bei einem Freund mit Liebeskummer wärst. Sprich: Sei Dir selbst die Freundin, der Freund, die/ den Du nun gerne hättest. (Ein Trick, der häufig hilft!)

 

Ja: Das wird vielleicht ein bisschen dauern. Doch hilft es NICHT, sich zu sagen: Bei dem oder dem klappt es besser/ schneller/ … Denn: Du weißt nicht, wie dessen/ deren Umstände waren. Du kannst nur selten hinter die Fassade blicken. (vor allem dann nicht, wenn es sich um die Instagram oder die Facebook Fassade handelt. Denn da wird ohnehin meist nur ein sehr stark retuschiertes Bild wiedergegeben.) Vergleiche Dich also nicht mit anderen. Versuche, die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist.

Früher oder später wird es bergauf gehen, versprochen. Wie schnell, das liegt mit an Dir. Du solltest nun das notwendige Rüstzeug in der Hand haben. Nutze es auch!!!

 

Was sind gute Liebeskummer überwinden Sprüche?

Manchmal können die richtigen Worte bzw. Sätze zur richtigen Zeit wahre Wunder bewirken. Daher habe ich hier eine kleine, feine Auswahl an klugen Sprüchen zum Thema Liebeskummer überwinde für Dich zusammen gestellt:

 

  • Wenn Du glücklich sein willst, dann musst Du Dich verändern. (Konfuzius)
  • Wenn Du etwas als ein Vergnügen betrachtest, dann wird es ein Vergnügen sein. Wenn Du es hingegen als Qual ansiehst, dann wird es eine reine Qual sein. (Indisches Sprichwort)
  • Am Anfang ist der Mut zum Handeln. Danach kommt das Glück.
  • Gestalte Deinen Weg jeden Tag mit Deinen Händen. Dann wirst Du genau jenen Ort erreichen, welcher für Dich bestimmt wurde. (Ägyptische Weisheit)
  • Die Zeit heilt jede Wunde. (bekanntes Sprichwort)
  • Lasse Dir von Deiner Vergangenheit nicht Dein Leben diktieren. Doch lasse sie Dir ein guter Ratgeber sein – für Deine Zukunft. (chinesisches Sprichwort)
  • Jede große Reise beginnt damit, dass Du einen kleinen Schritt tust. (Chinesisches Sprichwort)
  • vergiss, wer Dich gekränkt hat. Doch vergiss niemals, wer freundlich und gut zu Dir war. (Konfuzius)
  • Egal, wohin Du auch gehst: Gehe mit Deinem Herzen dorthin. (Konfuzius)
  • Wer sein Ziel kennt, der kann entscheiden. Wer entscheiden kann, der wird Ruhe finden. Wer Ruhe findet, der ist in Sicherheit. Wer in Sicherheit ist, der wird überlegen können. Und wer überlegt, der wird verbessern können…. (Konfuzius)
  • Sei bewusst mit Deinen Gedanken und den Gefühlen in der Gegenwart. Konzentriere Dich auf das, was jetzt zu tun ist. Und es wird Dir sehr viel besser gehen…
  • Betrachte die Dinge auch einmal von der anderen Seite. Von einer Seite, die Dir bisher verborgen geblieben ist. Denn so kannst Du neue Sichtweisen erkennen. Und zu neuen Ufern aufbrechen.
  • Verzweiflung überfällt uns immer dann, wenn unsere Seele aus dem Gleichgewicht ist. Deshalb: Kümmere Dich um Deine Seele. Sei gut zu ihr. Und dann wirst Du nie wieder so tief fallen.
  • Schaue in Dich hinein. Nehme Dein Inneres wahr. Denn dort befindet sich die Quelle alles Guten und Schönen. Eine Quelle, die nie aufhört zu versiegen. Solange Du nicht aufhörst, nach ihr zu graben….
  • Im Unglück ist das Glück verborgen. Und so wirst auch Du wieder Freude empfinden. Auch, wenn jetzt alles um Dich herum und in Dir so schwarz und schwer erscheint…
  • Kenne Dein Ziel. Und Du wirst Deinen Weg finden.
  • Versuche, im Hier und Jetzt zu leben. Du selbst zu sein. Und Deine Gefühle zuzulassen. Sei offen und ehrlich. Du kannst Dir das leisten! Handle auch einmal aus dem Bauch heraus. Und Du wirst umso mehr bei Dir sein. Dein Glück finden. In und mit Dir.
  • Das Leben ist ein steter Fluss. Es ist Bewegung. Nichts bleibt, wie es war. Wer diese Vergänglichkeit erkennt und akzeptiert, der wird gelassener sein können. Allen Ereignissen besser begegnen können. Und zufriedener sein.
  • Es ist auch eine Entscheidung, glücklich zu sein. Oder im Unglück zu verharren. Für welchen Weg entscheidest Du Dich?
  • Es erscheint uns immer das besonders wertvoll und erstrebenswert, das gerade nicht für uns verfügbar ist. Doch dann, wenn wir es (wieder-)haben: Dann ist die Enttäuschung oftmals umso größer.

 

 

Wie den Liebeskummer überwinden ohne Freunde?

Ja, es ist schön und wertvoll, Freunde um sich herum zu haben. Freunde, die einem helfen, diese schwere Phase zu überstehen. Doch was ist, wenn diese fehlen? Oder: Wenn man schon Freunde hat. Doch irgendwie will und kann man sich ihnen nicht anvertrauen? Was ist dann zu tun?

Das erschwert die Situation natürlich. Denn wie ich Dir ja bereits weiter oben vor Augen geführt habe: Es ist wichtig, über sich selbst und seinen Kummer zu sprechen. Denn es erleichtert. Es trägt dazu bei, dass Du Dir alles von der Seele reden kannst. Dass es Dir dadurch besser geht.

Was also gibt es für Möglichkeiten, wenn die Freunde fehlen? Hier eine Auswahl:

Möglichkeit 1: das Internet

Nicht nur in dieser Hinsicht ist das Internet daher ein Segen. Denn hier kann man sich anonym mit anderen Betroffenen austauschen. Selbst, wenn man diese nie zuvor gesehen oder mit ihnen gesprochen hat. Etwa in speziellen Foren. Hier kommen all jene zusammen, die gerade unter Liebeskummer leiden. Oder die diese schmerzhafte Erfahrung bereits überwunden haben. Und anderen Betroffenen nun mit ihren Tipps und Ratschlägen weiterhelfen möchten.

Hier kannst auch Du Dich anonym austauschen und von Dir erzählen. Sofern Du das magst. Manchen tut es nämlich schon gut, zu lesen: Nicht nur mir geht es so. auch andere haben diese Erfahrung bereits gemacht. (Denn es ist nun mal keiner vor Liebeskummer geschützt. Egal, wie schön, intelligent, reich, dick/dünn, …. man ist… Erfahrungsgemäß erwischt es irgendwann jeden… Denn das ist nun mal das Risiko, das die Liebe so an sich hat.)

es lohnt sich also, einmal in diese Foren hinein zu schauen. Du kannst dann ja immer noch für Dich entscheiden, wie aktiv Du dort sein wirst…. Doch kann dies wirklich helfen!

Möglichkeit 2: eine Therapie

Auch das kann sehr effektiv und wirkungsvoll sein. Vor allem, wenn Du merkst: Alleine kommst Du mit dem Liebeskummer einfach nicht mehr zurecht. Vor allem dann, wenn der Schmerz, die Trauer und all die weiteren negativen Gefühle selbst nach Wochen einfach nicht besser werden wollen. Dann könnte es sehr helfen, eine Therapie zu machen…

Nein, das ist keine Schande. Kein Zeichen dafür, dass Du es alleine nicht schaffst. Im Gegenteil: Es ist mutig! Und es ist ein Schritt, der Dich sehr viel weiterbringen wird. Denn: Du wirst auf diese Weise sehr viel über Dich selbst lernen. Über Dein Verhalten. Und welche Mechanismen und Denkmuster dahinter stecken. Warum Du Dich so und so verhalten, warum Du so und so gefühlt hast. Das ist ein Wissen, das Du vielen vermutlich voraus haben wirst. Und das Du in Zukunft umsetzen und verinnerlichen kannst.

Du wirst Dich also auf eine sehr spannende Reise begeben. Auf eine Reise, die Dich in Dein Inneres führt. Zu Dir selbst, zu Deinem Kern, gewissermaßen. Vielleicht ist das nicht immer einfach. Doch unglaublich bereichernd! Und: Du hast da jemanden an Deiner Seite, der sich mit allem wirklich auskennt, Jemand, dem Du vertrauen kannst. Daher: Fasse diese Möglichkeit ruhig ins Auge! Und schaue Dich mal nach guten Therapeuten in Deiner Umgebung um…

(ich empfehle Dir an dieser Stelle, mindestens eine Probesitzung zu machen. Schließlich sollst Du Dich bei der Therapie wirklich wohlfühlen.)

Möglichkeit 3: Selbsthilfegruppen

Auch das ist eine gute Variante, den Liebeskummer ohne Freunde hinter sich zu lassen. Mittlerweile gibt es vor allem in den Städten ein gutes Angebot in diesem Bereich. Ob das auch in Deinem Fall so ist, kann Dir eine Recherche im Internet zeigen…

Bei einer Selbsthilfegruppe kommen Betroffene in unterschiedlichen Zeitabständen zusammen. Um sich auszutauschen. Um von sich – hoffentlich offen und ehrlich – zu erzählen. Davon, wie es bei ihnen war. Und ist. Wie sie mit der Situation zurecht kommen. Und so weiter. Vielleicht ist das auch für Dich eine Möglichkeit? Denke gerne mal darüber nach!

Wie ist das Liebeskummer überwinden beim Mann?

Männer, so scheint es, überwinden den Liebeskummer deutlich schneller. Haben beispielsweise deutlich schneller eine neue Beziehung als das bei Frauen der Fall ist. Scheinen grundsätzlich weniger zu trauern. Zeigen sich rascher wieder in der Öffentlichkeit. Gehen auf Partys. Feiern. Lachen. Haben Spaß. Und so weiter. Und das, obwohl sie offiziell seit kurzem Single sind. Und verlassen wurden.

Warum aber ist das so? Leiden Männer tatsächlich weniger? Und haben sie unterschiedliche Methoden, um den Liebeskummer zu überwinden, als Frauen? Interessante Frage, nicht wahr? Die wir uns doch mal genauer ansehen wollen:

Liebeskummer überwinden bei Männern, Fakt 1: Sie verdrängen ihren Kummer häufig.

Vor allem deshalb, weil sie nicht so einen unbefangenen Zugang zu Gefühlen haben wie Frauen. Für Frauen ist es „normal“ oder „normaler“, zu weinen. Ihre Emotionen zu zeigen. Auch und vor allem vor Anderen. Tränen sind für sie nichts Schlimmes. Oder kein Zeichen von Schwäche. Für Männer hingegen sehr wohl!

Denn da kommt ihnen das gesellschaftliche Bild in die Quere. Viele von ihnen haben noch immer so Sätze im Ohr wie „Ein echter Kerl weint / heult/ … nicht.“ „Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“ und so weiter. Das alles führt dazu, dass sie sich ihre Tränen verbeißen. Oder sie herunter schlucken. Auch, wenn ihnen das sehr gut tun würde.

Daraus kann eine echte Angst vor Gefühlen entstehen. Die Situation, diese Art der Konfrontation ist ihnen unbekannt. Und gerade deshalb oftmals bedrohlich. (Denn häufig erscheint uns das, was wir nicht kennen, als eine Gefahr.) Und: Viele haben Angst, dieser Situation nicht gewachsen zu sein. Daher wird sie lieber verdrängt. Mit allen möglichen Mitteln.

Liebeskummer überwinden bei Männern, Fakt 2: Sie greifen häufiger zu Alkohol, Drogen, …

Sprich: Bei ihnen beginnt nun eine ziemlich exzessive Phase. Die oftmals geprägt ist durch reichlich Party. Mit viel Alkohol. Vielleicht auch Drogen oder anderen Rauschmitteln. Vielleicht schleppen sie nun auch jedes Mal eine andere Frau ab. Hauptsache, sie sind von ihrem Kummer abgelenkt. Müssen sich nicht mit ihm auseinander setzen. Können ihn – zumindest in diesem einen Moment – vergessen.

Bis dann der nächste Morgen, das Aufwachen (im wahrsten Sinne des Wortes) kommt. Der Kater, so könnte man es auch nennen. Und mit ihm kommt alles andere zurück: Die Erinnerung an die Ex. An das, was geschehen ist. An das, was gerade in ihrem Leben passiert. Und dieses Wissen ist nicht wirklich angenehm. Ganz im Gegenteil… Umso größer ist dann die Versuchung, noch einmal zu den bewährten Mitteln zu greifen! Und dann wieder. Und wieder.

Was hinzu kommt: wer dies auf längere Sicht so handhabt, kann eine Sucht entwickeln. Für sich, unbewusst, das Gefühl haben: „Ich brauche diesen „Stoff“. Denn alleine kriege ich das nicht hin.“ Das macht das Ganze umso schwerer…

Liebeskummer überwinden bei Männern, Fakt 3: Männer stürzen sich schneller in eine neue Beziehung.

Auch das ist sehr, sehr häufig zu beobachten. Doch warum ist das so? Männer sind nach dem Verlassen werden (ebenfalls) sehr stark verunsichert. Fühlen sich getroffen. In ihrem Selbstvertrauen, das Selbstwertgefühl hat einen empfindlichen Knacks bekommen. Und sie fühlen sich nicht selten innerlich schwach. Und leer.

Wie diese Leere ausfüllen? Am besten mit Bestätigung von außen! Und zwar von der weiblichen Sorte. Also: Augen auf und hinein in eine neue Beziehung! Nicht selten dient die Neue dabei vor allem, das angeknackste Selbstvertrauen wieder aufzupolieren. Sie ist also nicht wirklich „gemeint“, zumindest nicht sie, als Person. Sondern es geht ihm allein um die Bestätigung, die Rücksicherung, dass er jemanden an seiner Seite hat. Jemand, der ihm diese Art von Nestwärme gibt. Der ihm Komplimente macht, ihn toll findet. Und der ihm körperliche Nähe gibt. Ob das nun fair der Neuen gegenüber ist? Nun, das lassen wir an dieser Stelle mal offen… (womit ich natürlich nicht sagen will, dass das überhaupt nicht vorkommen kann. Doch je rascher ein Mann eine neue Beziehung nach seiner Trennung beginnt, umso skeptischer bin ich nach all meinen Erfahrungen und Beobachtungen in dieser Hinsicht. Das sage ich Dir an dieser Stelle ganz ehrlich….)

Liebeskummer überwinden bei Männern, Fakt 4: Männer haben niemals wirklich gelernt, sich mit ihren Gefühlen auseinander zu setzen.

Da spielen auch viel die Kindheit sowie die jeweiligen Vorbilder mit eine Rolle. Nehmen wir ein klassisches Beispiel: den gefühlskalten Vater. Der niemals vor seinem Sohn seine Gefühle gezeigt hat. Der immer ziemlich hart und auf Leistung getrimmt war. Und das auch seinem Sohn so vermittelt hat.

Der wird es ziemlich schwer haben, einen unbefangenen Zugang zu seinen Emotionen zu finden. Zu begreifen: Es ist durchaus in Ordnung, mal zu weinen. Seine Gefühle zu zeigen. Daran ist nichts Schlimmes. Davon wird man(n) nicht weniger erfolgreich. Davon verliert man auch nicht seine Männlichkeit, seine Muskeln. Man bleibt immer noch man selbst. Und man macht es sich nicht so schwer…

Zum Glück begreifen das immer mehr Männer zur Zeit. Doch wird es noch ein ziemlicher Prozess sein. Bis das in allen Köpfen angekommen ist…. (aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, nicht wahr?)

Liebeskummer überwinden bei Männern, Fakt 5: Sie sprechen selten(er) über ihren Liebeskummer.

Und darüber, wie es ihnen WIRKLICH geht. Denn sie haben immer Angst, Schwäche zu zeigen. Sich von ihrer verletzlichen Seite zu zeigen, diese zu offenbaren. Selbst, wenn dies gegenüber jemandem geschieht, den sie gut kennen und dem sie sehr vertrauen. Dem besten Kumpel zum Beispiel. Oder der Schwester, dem Bruder.

Doch sie trauen sich nicht. Ihnen ist das unangenehm. Bequemer erscheint es ohnehin, das alles zu verdrängen. Und genau das tun sie dann auch. Mehr oder weniger erfolgreich. Dabei vergessen sie, wie gut ihnen das Drüber sprechen eigentlich tun würde. Wie entlastend und auch wie bereichernd das sein kann. Das jedoch wollen und können Männer mit Liebeskummer oftmals nicht sehen. Leider.

Liebeskummer überwinden bei Männern, Fakt 6: Männer leiden nicht so intensiv. Dafür aber länger.

Mitunter deutlich länger. Auch das ist mir im Laufe meiner Beobachtungen aufgefallen: Manche scheinen niemals wirklich über ihre Ex hinweg zu kommen. Ihr noch Jahre hinterher zu trauern. Das ist ihnen vielleicht gar nicht bewusst. Doch hat sich im Laufe der Zeit so eine gewisse Bindungsangst bei diesen Männern eingeschlichen. Die Angst, erneut so sehr verletzt zu werden. Deshalb sind sie auch nicht mehr zu wirklich tiefen und innigen Beziehungen fähig. Oder: Sie haben das Gefühl, dass ohnehin keine an die Ex heran kommt. Und deshalb machen sie früher oder später Schluss. Obwohl die Beziehung an sich eigentlich recht gut lief….

 

Also: Frauen setzen sich bewusst(er) mit ihrem Schmerz auseinander. Klar, das tut deutlich mehr weh. In diesem Moment zumindest. Doch dafür sind sie dann auch deutlich schneller über alles hinweg. Haben wirklich alles ausgeräumt, mit der Vergangenheit aufgeräumt. Und sind dann bereit für Neues. Während Männer sich nicht selten schwer tun, die Tür wirklich zu schließen. Und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

 

Genereller Hinweis: natürlich sind nicht alle Männer so. Ich will hier auch nicht alle Männer über einen Kamm scheren. Es gibt Unterschiede! Und man muss schon die jeweiligen Umstände mit in Betracht ziehen. Doch Fakt ist: noch immer handelt die Mehrheit der Männer so, wenn sie unter Liebeskummer leiden.

Liebeskummer überwinden und verarbeiten: so war es bei mir

Ich möchte an dieser Stelle noch ein wenig von mir erzählen. Wie es bei mir persönlich war. Denn wie Du Dir vermutlich schon vorstellen kannst: Auch mich hat es einst „erwischt“. Und zwar so richtig. (und es war das erste Mal. Das vermutlich immer ziemlich heftig ist.)

 

D. war meine erste große Liebe gewesen. Jemand, bei dem ich dachte: „ich würde alles für ihn tun. Ohne groß nachzudenken.“ (Als ich diesen Satz gedacht habe, bin ich zunächst ziemlich erschrocken. Weil er so kompromisslos war. Aber dann habe ich ihn als Zeichen meiner Liebe angesehen..)

Ich war glücklich in der Beziehung. So glücklich wie vielleicht niemals zuvor. Ich liebte ihn. Ich liebte mich selbst mehr. Weil ich dieses Bild von mir mochte, das es nun gab. Ich liebte das Bild von uns beiden als Paar. Wie mein Leben nun mit ihm an meiner Seite aussah. Wie bunt dieses Leben auf einmal war. All das liebte ich. All das waren vermutlich Verstärker für meine Gefühle zu ihm.

 

Und dann kam eines Tages dieser Brief. (Geht es nur mir so? Oder scheinen viele Männer gerne schriftlich Schluss zu machen?)

Ich ahnte natürlich nichts. Ich freute mich sogar im ersten Moment! Weil ich dachte,es sei ein Liebesbrief. Bis ich die ersten Zeilen las. Mich erst einmal hinsetzen musste. Ich las die Worte immer und immer wieder „Es tut mir leid. Doch ich kann mich einfach nicht in Dich verlieben..:“ Ich nahm sie wahr. Doch wirklich begreifen konnte ich sie nicht.

Ich stand völlig unter Schock. Neben mir. Erledigte alles, was an diesem Tag anstand, mehr oder weniger mechanisch. Tat alles, damit man mir diesen Schock nicht ansah. Kaum etwas drang wirklich zu mir durch. Und zwischendurch griff ich fast schon zwanghaft zu diesem Blatt Papier. Das mich aus meinem siebten Himmel herunter geholt hatte.

 

Natürlich wollte ich das alles nicht akzeptieren. Ich konnte das auch nicht. Ich rief ihn an. Er ging sogar ans Telefon. Wir verabredeten ein Treffen. (zu dem er übrigens nicht erschien). Ich rief ihn noch einmal ein. Dann ein drittes Mal. Er antwortete nicht. Nach einer Woche verstand ich: Es bringt nichts, um ihn zu kämpfen. Ich kann ihn nicht umstimmen. Es ist wirklich aus.

 

Es tat so weh. Ich hätte den ganzen Tag weinen können. Es ging mir schlecht. Mein Umfeld bemerkte das. Obwohl mir das auch unangenehm war – ich wollte meinen Kummer nicht so sehr nach außen tragen! Sogar Bekannte, mit denen ich nicht wirklich viel zu tun hatten, wussten, wie es gelaufen war. Dass ich von ihm verlassen worden war. Ich fühlte mich daher irgendwie bloß gestellt. Und hätte mich am liebsten verkrochen.

Doch das war natürlich keine Option. Das Leben musste weitergehen! Wie auch immer. Also: Zähne zusammen beißen. Und hoch erhobenen Hauptes (oder so) durch die Straßen gehen. (passend, dass ich damals in einem nicht allzu großen Ort wohnte. Wo ich immer wieder auf Bekannte traf. Die irgendwie von allem erfahren hatten).

Lange konnte ich zudem nicht wirklich trauern. Zu groß war die Erstarrung. Also stürzte ich mich erst einmal ins Vergessen. Ging aus. Hatte Affären, Dates. Um zu vergessen. Und es gab auch zwei Abende, bei denen viel Alkohol mit im Spiel war (zum Glück passierte nicht mehr). Doch: Es half alles nichts. Die Erinnerung, die Verzweiflung, die Trauer: sie waren noch da. ER, D., war noch da. Und zwar so präsent.

 

Ich begriff also: ich MUSS mich all dem stellen. Um endlich drüber hinweg zu kommen. (ich gestehe: Ein Teil von mir wollte das immer noch nicht. Weil er IHN, dieses so wunderschöne Kapitel, einfach nicht loslassen konnte.) Doch merkte ich: nur so wird es mir besser gehen. In der Hinsicht bin ich auch meiner besten Freundin dankbar, die mir das knallhart ins Gesicht sagte.

Es war hart. Ich fühlte mich, als werde ich so richtig durchgeschüttelt. Als sei mein Innerstes frei gelegt. Als sei ich vollkommen schutzlos. Und natürlich fühlte ich mich allein. Einsam. Trotz all der wunderbaren Menschen die ich nun an meiner Seite wusste. Die bei mir waren, die zu mir hielten. Trotz allem. Gerade jetzt.

Diese Unterstützung und wie sehr sie mir half, das konnte ich erst nach und nach sehen. Nachdem alles überstanden war. (und zum Glück konnte ich mich bei ihnen bedanken und revanchieren. Freunde, Familie: Sie sind so wichtig.)

Ich konnte stunden- ach, tagelang, nur über IHN, über die Trennung reden. Sie, meine wunderbaren Freunde, meine wunderbare Familie, sie ließen mich reden. Dafür bin ich ihnen bis heute dankbar. Ich brauchte das einfach, in diesem Moment. Und ich fühlte mich hinterher zwar leer. Doch auch erleichtert. Erschöpft. Aber auf diese wohltuende Art und Weise.

 

Langsam, ganz langsam, fand ich wieder zu mir. Entdeckte, dass das Leben eben doch nicht komplett still stand, dass mit der Trennung nicht alles zusammen gebrochen war. Dass es weiter ging, irgendwie, aber dennoch. Und vor allem: Dass ICH noch da war. Dass es mich noch gab. Ja, ich hatte meine Narben davon getragen. Doch mich als Person, mit all meinen Fähigkeiten und Talenten, mit all den Eigenschaften: mich gab es noch.

Als ich das mehr und mehr erkannte, da ging es bergauf mit mir. Ich begann, mich wieder um mich selbst zu kümmern. Das gelang mir nicht immer gleich gut. Denn auch jetzt, in dieser Phase des Aufschwungs, gab es immer noch diese düsteren Momente. Momente die sich auch zu Tagen ausdehnen konnten. Momente, in denen so viel zu mir zurück kam. In denen ich wieder mit dieser tiefen Verzweiflung konfrontiert wurde. Der Trauer um das, was war. Um das, was hätte sein können (denn verdammt: Ich hatte im Geiste schon das Hochzeitskleid ausgesucht!!). Doch: Diese Momente wurden seltener. Der Alltag rückte wieder mehr in mein Blickfeld. Ich ertappte mich sogar dabei, dass ich Spaß hatte. Dass ich über etwas lachte. Am Anfang war das komisch. Ungewohnt. Doch dann konnte ich mich auch darüber freuen.

Und so ging es weiter, Schritt für Schritt. Ich konnte langsam wieder Pläne schmieden. Projekte ins Auge fassen. Und umsetzen. Auch hier gab es hin und wieder Rückschritte. Manches klappte (zum Beispiel, hin und wieder ins Museum, in eine Ausstellung zu gehen.) manches weniger (ähm ja, der Sport. Jeden Tag joggen zu gehen: not my thing. Vielleicht im nächsten Leben?). Manches bleibt nach wie vor eine Baustelle. (wie war das noch mal mit der gesunden und ausgewogenen Ernährung? Dem gesunden Lebensstil? Dafür mag ich Schokolade und Wein wohl doch zu gerne…). Aber: ich bin nun mal auch „nur“ ein Mensch. Und ich will mein Leben lieber genießen als mich zu sehr zu kasteien. Um das auch mal gesagt zu haben.

 

Und heute? Heute bin ich über D. Hinweg. Was ich am Anfang nicht gedacht hätte. Ich denke nur noch sehr selten an ihn. Und wenn, dann auf die neutrale Art. Er steht für eine Erfahrung, die ich gemacht habe. Die mich zum ersten Mal an meine emotionalen Grenzen gebracht hat. Die mir gezeigt hat, was ich alles durchstehen kann. Und: Wie wichtig mir meine Freunde und meine Familie sind. Wie wichtig und wertvoll ihre Unterstützung für mich war (und noch ist).

Schon deshalb: vielleicht gar nicht soo schlecht, dass es Liebeskummer gibt….

 

 

Wie kannst Du den Liebeskummer loswerden? Einige letzte Hinweise

… die ich Dir an dieser Stelle unbedingt noch mit auf den Weg geben möchte. (doch keine Sorge: Du hast es fast geschafft..)

Hinweis 1: Liebeskummer braucht seine Zeit

Denn:

  • Es ist nun mal nicht mit einer Woche getan. Und schon gar nicht mit einem Tag.
  • Du kannst also nicht nach fünf Tagen schon wieder aufstehen und einfach so weitermachen.
  • So, als sei überhaupt nichts gewesen.
  • Vor allem nicht, wenn die Beziehung sehr lange war.
  • Und/ Oder wenn die Gefühle für ihn oder sie sehr tief und intensiv waren.
  • Das geht einfach nicht.

Unsere Gefühle fallen dann nämlich entsprechend tief und intensiv aus. Und werden sich auch nicht von einem Zeitplan beeindrucken oder gar in die Enge treiben lassen. Sie brauchen ihre Zeit!

Hinweis 2: Versuche, nichts zu erzwingen. Und Deinem Bauchgefühl zu vertrauen.

Klar kannst Du Dir im Kopf vornehmen: „Ich werde meinen Liebeskummer in fünf Tagen/ in einer Woche/ … überwinden.“ Aber, siehe oben: die Gefühle werden da nicht mit spielen. Und sich davon überhaupt nicht beeindrucken lassen.

Denn das würde einfach viel zu schnell gehen. Bestimmte Erkenntnisse kommen erst im Laufe der Zeit. Und nicht, indem man sie erzwingt.

Das habe ich selbst schon mehrfach gelernt. Bis ich endlich die Konsequenzen gezogen habe. Und mir geschworen habe:

  • Ich höre so gut es geht auf mich.
  • Auf meinen Bauch.
  • Ich versuche, mir wirklich zu vertrauen.
  • Mir und meinen Gefühlen.

Und das ist das Beste, was ich tun konnte. So habe ich meinen Liebeskummer überwinden können. Und Du wirst das auch schaffen, glaube mir! .

Denn die Kraft dazu, die hast Du! Du bist stark. Und mutig genug dafür!!

Ich wünsche Dir an dieser Stelle alles, alles Gute! Halte durch. Denn es lohnt sich!!

Dein Ex zurück Experte