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Nie wieder Liebeskummer

Du leidest gerade sehr? Und zwar unter Liebeskummer? Und er will gar nicht schwächer und kleiner werden?

Du bist vollkommen von ihm beherrscht. Und hast nur einen Wunsch: dass Dir das nie wieder passiert. Dass Du Dich in Zukunft irgendwie davor schützen kannst.

Vielleicht ist es auch so, dass Du diese schmerzhafte Erfahrung gerade hinter Dich gebracht hast (an dieser Stelle: herzlichen Glückwunsch!). Und Dich ebenfalls davor schützen willst. Verhindern möchtest, dass das noch einmal genau so kommt.

 

Wie gut ich diesen Wunsch verstehen kann! Denn Liebeskummer ist nun mal etwas, das uns so sehr mitnimmt. Und zwar auf allen Ebenen. Doch ist es überhaupt möglich, nie wieder Liebeskummer erleiden zu müssen? Sich vor erneutem Herzschmerz zu schützen?

Oder ist es vielmehr etwas, das uns einfach passiert? Etwas, worauf wir nur wenig bis kaum direkten Einfluss haben? Mehr noch: Sind wir ihm vielleicht (mehr oder weniger) hilflos ausgeliefert?

All diesen Fragen soll in dem folgenden Beitrag genau nachgegangen werden. Hier ist das Inhaltsverzeichnis:

a) Wie kannst Du Dich vor sehr starkem Liebeskummer schützen? Um endlich wieder glücklich und frei zu sein?

b) Wie wirst Du bei starkem Liebeskummer nie mehr unter dem Gefühl der Einsamkeit leiden?

c) Was möchte ich Dir als Fazit mitgeben?



 

Nie wieder Liebeskummer – der wahre Weg zum Glücklichsein

Du leidest. Und zwar so sehr. Deine Gefühle haben Dich fest im Griff. Gefühle wie Trauer, Verzweiflung und Wut. Die Sehnsucht nach ihm oder ihr. Hinzu kommen all diese Ängste: vor der Einsamkeit. Davor, auf immer und ewig allein bleiben zu müssen.

Kurz: Der Liebeskummer bestimmt Deinen Alltag. Und er ist manchmal so groß, so übermächtig. Dass Du Dir ein Leben, ein Er-Leben ohne ihn fast schon gar nicht mehr vorstellen kannst.

 

Es scheint so lange her zu sein, dass Du glücklich und unbeschwert warst. Dass Du gelacht hast. Dass Du Lebensfreude, Hoffnung und Zuversicht verspürt hast. Neugierde auf das Leben und auf all das, was es so zu bieten hat. All das scheint in diesen dunklen, düsteren Momenten unendlich weit weg zu sein.

Aber stimmt das wirklich? Ist der Weg zum Glück für immer versperrt? Oder gibt es nicht vielleicht doch Mittel und Wege, um sich vor dem Liebeskummer zu schützen? Gehen wir dieser Frage mal nach!

Vorbemerkung: Du kannst Dich bis zu einem gewissen Grad vor (Deinem) Liebeskummer und all den damit verbundenen Gefühlen schützen

Es ist nämlich folgendermaßen: Liebeskummer ist eine Reaktion der Gefühle auf die Trennung. Und unsere Gefühle lassen sich bekanntlich nur ungern etwas von uns diktieren und vorschreiben. Sie lassen sich nicht erzwingen, nicht auf Knopfdruck herstellen. Auch, wenn das manchmal so schön – und um so vieles einfacher wäre.

Aber dem ist nun mal nicht so. Damit müssen wir leben und klar kommen. Und das bedeutet folglich: Wir haben nur begrenzten Einfluss darauf, ob wir erneut unter Liebeskummer leiden werden oder nicht.

 

Schließlich ist gerade bei der Liebe viel, viel Gefühl mit im Spiel. Wäre auch schlimm, wenn nicht! Denn wie viel schöne Momente würden uns dabei entgehen! Doch birgt das eben stets auch die Gefahr, dass wir erneut verletzt werden. Oder zum ersten Mal.

Dann nämlich, wenn wir von dem geliebten Partner, der geliebten Partnerin verlassen werden. Und auf diese Weise den Traum vom ewigen Glück zu zweit mit eben diesem Gefährten, mit eben dieser Gefährtin auf immer begraben müssen.

Das kann also immer passieren. Es kann jeden treffen (und das tut es in der Regel auch): Männer und Frauen. Arme und Reiche. Man kann noch so erfolgreich, schön, intelligent, … sein: Vor der Liebe sind wir alle gleich. Und somit läuft auch jeder die gleiche Gefahr, unter Herzschmerz zu leiden.

 

Das klingt jetzt alles vielleicht ein wenig (zu) deprimierend. Doch möchte ich Dir nun, an dieser Stelle, Mut machen. Denn Du hast es in der Hand, WIE Du mit Deinem Liebeskummer umgehst. Ob Du unnötig lange leiden musst. Ob Du den Liebeskummer eine sehr lange Zeit mit Dir herum trägst. Oder ob Du ihn jetzt, für diese Zeit akzeptierst. Und dann umso schneller wieder auf die Beine kommst.

Genau das kannst Du beeinflussen. Und auf diese Weise den Liebeskummer überwinden. Denn er lässt sich auf jeden Fall überwinden! Und eines Tages wirst Du wieder glücklich und zufrieden sein. Frei und unbeschwert. Das wird Dir gelingen. Sofern Du es richtig anstellst…

 

Nun fragst Du Dich vermutlich: Schön und gut, doch wie soll das bloß gehen? Das verrate ich Dir im nächsten Abschnitt…

Wie kannst Du nach dem Liebeskummer wieder glücklich sein? Meine Strategie für Dich

Ich habe da so eine Strategie entwickelt: ich nenne sie mein Glücksrezept. Das schon bei sehr vielen anderen Betroffenen vor Dir angeschlagen hat. Und hoffentlich auch bei Dir!

Doch wie sieht dieses Glücksrezept aus? Hier sind die Details:

Glücksrezept gegen den Liebeskummer, Maßnahme 1: Entscheide Dich ganz bewusst dafür, wieder glücklich und zufrieden zu sein.

Ja, das klingt vielleicht ein wenig sehr einfach für Dich. Zumindest jetzt, in diesem Augenblick. Und doch ist es so: Viele entscheiden sich unbewusst dafür, weiterhin unglücklich zu sein.

Sie ziehen sich selbst noch weiter runter. Versinken in Selbstmitleid. Kümmern sich nicht um sich selbst. Resignieren. Und machen das Ganze auf diese Weise nur noch schlimmer.

Denn sie nehmen ihr Leben nicht selbst in die Hand. Sie kümmern sich um nichts mehr. Sie behandeln sich schlecht. Sie igeln sich ein, ziehen sich vor allen, vor ihrer gesamten Umgebung zurück.

 

Auch das ist eine Wahl, die getroffen wurde. Das ist jetzt keine sonderlich schöne Vorstellung, nicht wahr?

Deshalb will ich Dir nun das gegenteilige Szenario vorstellen: Du stehst von Deinem Sofa auf. Und kümmerst Dich um Dich. Hörst auf, Gedanken zu denken wie „Ich schaffe es ja ohnehin nicht. Der Liebeskummer wird mich immer im Griff haben“ und so weiter.

Nein. Du bist bewusst gut zu Dir. Du kümmerst Dich um Dich selbst und um Deine persönlichen Bedürfnisse. Du gehst raus. Und lässt die Gefühle zu, die nun in Dir hoch kommen.

 

Du stehst also vor genau dieser Entscheidung: kämpfen oder nicht? Welche Wahl wird wohl die bessere für Dich sein? (Du ahnst schon: das ist eine rhetorische Frage.)

Glücksrezept gegen den Liebeskummer, Maßnahme 2: Akzeptiere, dass die Trennung ein Fakt ist.

Gut, vielleicht klang die vorherige Maßnahme ein wenig zu pauschal, zu einfach für Dich. Vielleicht kannst Du auch noch nicht gleich aufstehen und Dein Leben wieder komplett in die Hand nehmen. Weil Du das Gefühl hast, aktuell noch keine Kraft dafür zu haben.

Vielleicht liegt das auch daran, dass Du die Trennung noch nicht akzeptieren kannst. Du hängst immer noch an ihm oder ihr. Du wünschst Dir noch immer, dass es mit Euch beiden doch noch einmal klappt.

Du trauerst dem nach, was war. Was Ihr beide hattet. Vielleicht kannst Du ihm oder ihr auch noch nicht verzeihen. All die Fehler, die er oder sie gemacht hat. Vielleicht kannst Du Dir selbst nicht verzeihen. Dass Du es nicht besser gemacht hast. Dass Du nicht gut genug warst (was auch immer das bedeuten mag.) und so weiter.

Kurz: Du bist noch gefangen. Du bist vielleicht noch bereit, um ihn oder sie zu kämpfen. Doch das alles ist das Gegenteil von frei sein. Du hast die Trennung, das Aus noch längst nicht akzeptiert. Auch das macht den Liebeskummer erst so richtig stark und mächtig.

 

Hinzu kommt die Enttäuschung. Darüber, dass Du Dich in allem so täuschen konntest. Dass er oder sie wohl doch nicht der oder die Richtige für Dich war. Dass Du anscheinend einer Illusion aufgesessen bist. Dass Du dieses traumhafte Bild von Euch beiden nun begraben musst.

 

Was jetzt tun? Natürlich ist die Versuchung groß, erst einmal den Kopf im Sand zu vergraben. Und darüber zu verzweifeln, wie viel an Energie und Einsatz, wie viel Kraft und Zeit Du doch in alles hinein gesteckt hast. Und wofür? Für scheinbar nichts und wieder nichts… Das ist etwas, das sehr häufig zu beobachten ist…. Und nicht selten hasst oder verurteilt man sich selbst dafür. Dass man eben so und nicht anders gehandelt hat.

 

Doch Du ahnst es vermutlich schon: Diese Strategie wird Dich garantiert NICHT zum glücklich sein (zurück) führen. Besser ist da folgende Herangehensweise:

Schaue Dir mal das Wort „Enttäuschung“ ganz bewusst und neutral an. Was fällt Dir auf?

Im Grunde besteht dieses Wort aus zwei Bestandteilen. Ent- und Täuschung nämlich. Und wenn wir so darüber nachdenken, dann sollte die Bedeutung klar werden: Die Täuschung wird gewissermaßen enttarnt. Man hat erkannt, dass man einem Trugbild aufgesessen ist. Und auf diese Weise kann man sich von diesem Trugbild entfernen.

 

Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung frei sein. Denn man erkennt: Er oder sie war es wohl nicht. Die Beziehung war nicht das Optimum. (Vor allem, wenn man nun bewusst an die weniger schönen Momente zurückdenkt. Die es ja immer und in jeder Beziehung gibt.) Und das bedeutet auch: Da draußen gibt es jemanden, mit dem Du sehr viel glücklicher werden kannst. Ist das nicht ein schöner Gedanke?

Glücksrezept gegen den Liebeskummer, Maßnahme 3: Erkenne, dass das Aus auch seine guten Seiten hat.

Du hast nun (hoffentlich) sehen können: Es war vielleicht nicht ganz so schlecht, dass es so gekommen ist. Gehen wir nun einen Schritt weiter. Und nehmen einen „intensiveren“ Blickwinkel ein.

Dabei helfen die folgenden Fragen:

  • Was ist eigentlich das Gute an der Trennung? Ist es, dass Du nun endlich bestimmte Dinge machen kannst? Dass Du Dich nun nicht mehr anpassen musst? Dass Du nun nicht mehr Stunden mit seinen oder ihren langweiligen Freunden und der Familie verbringen musst? Dass Du endlich stundenlang Deine Lieblingsserie anschauen kannst? Ohne dass Dir dabei die Fernbedienung aus der Hand genommen wird? Dass Du zocken kannst, so lange Du willst?

    Dass Du endlich zum Tanzkurs gehen kannst? Denn das war etwas, was Dein Partner oder Deine Partnerin stets abgelehnt hat. Dass Du insgesamt einfach mehr Zeit für Dich selbst, für Deine Freunde, Deine Interessen hast?

    Denke darüber nach. Dir wird mit Sicherheit so einiges einfallen! (Und setze das dann auch bitte in die Tat um. So gut es geht!)

  • Stelle Dir nun die Frage Wie sieht eigentlich Deine Traumbeziehung aus?

    Nehme Dir am besten Stift und Papier zur Hand. Und schreibe dann alles auf, was Dir in diesem Zusammenhang so durch den Kopf geht. Denke zum Beispiel über die folgenden Fragen nach:

    Wie ist er oder sie Dir gegenüber? Aufmerksam, zärtlich, …?

    Welche Eigenschaften sollte Dein Traumpartner, Deine Traumpartnerin haben?

    Wie stellst Du Dir konkret Eure gemeinsame Zukunft vor? Wollt Ihr auf dem Land oder in der Stadt leben? Mit oder ohne Kinder? Wollt Ihr zusammen die Welt entdecken? Und so weiter…

    Denke über all das gründlich nach! Warum? Auf diese Weise kannst Du herausfinden:

    Was DU wirklich willst. Was Dir wichtig ist. Und in welchen Punkten in Sachen Beziehung Du einfach keine Kompromisse eingehen möchtest.

    Das erleichtert das Suchen sowie das Finden des perfekten Partners, der perfekten Partnerin für Dich enorm. Zumal Du so erkennst, was Dir alles in der vorherigen Beziehung eigentlich gefehlt hat.

    Und, auch das ist nicht unwesentlich: Du wirst Dich nicht (mehr) jedem x beliebigen Typen, jeder x beliebigen Frau, der/ die Deinen Weg kreuzt und Dir ein wenig seiner/ ihrer Aufmerksamkeit schenkt, an den Hals werfen. Einfach, weil Du so froh darüber bist, dass Dich jemand beachtet. Das wirst Du nicht tun. Denn Du hast das einfach nicht nötig. Schließlich bist Du wer! Und willst deshalb nicht irgend jemanden… (und das ist genau richtig so!!)

  • Wie betrachtest Du Deine Beziehung jetzt, im Nachhinein? Hast Du durch sie mehr bekommen oder hast Du mehr gegeben?

    Gut. Diese Frage lässt sich nicht gleich nach dem Aus wirklich beantworten. Dafür muss in der Regel ein wenig Zeit vergehen. Bis man klarer denken kann. Eine gründliche Analyse vorgenommen hat.

    Schließlich hat einen das Gefühlschaos nach der Trennung meist noch fest im Griff. Das ist vollkommen normal! Und man neigt dann dazu, alles noch zu beschönigen. Mehr oder weniger stark.

    Deshalb wird man diese Frage erst nach einiger Zeit, mit einigem (emotionalen) Abstand beantworten können. Dann nämlich, wenn sich die Emotionen alle ein wenig beruhigt haben. Wenn man wieder mehr zu sich gefunden hat.

    Dann kann man in die Analyse gehen. Und sich fragen: „Was konkret hat mir die Beziehung eigentlich gegeben? Oder habe ich eigentlich viel mehr investiert? Als ich letzten Endes zurück bekommen habe?“ (und das ist leider nicht selten der Fall…)

Glücksrezept gegen den Liebeskummer, Maßnahme 4. Frage Dich, warum und ob Du Deine oder Deinen Ex zurück gewinnen möchtest

Der Wunsch nach einem Neuanfang zwischen Euch beiden ist vielleicht noch immer sehr stark in Dir. Trotz allem, trotz aller Überlegungen und Erkenntnisse. Das beobachte ich immer wieder. Dass sich die Hoffnung darauf noch immer hält.

Warum aber ist das so? Meist stecken dahinter ganz bestimmte Gründe. Hier eine Auswahl der wichtigsten:

  • Man hat Angst davor, allein zu sein.
  • Man hat Angst davor, einsam zu sein. (Das geht noch eine Stufe weiter.)
  • Man ist bzw. war zu abhängig von dem oder der Ex.
  • Man kann noch immer nicht von diesem Bild des glücklichen Paars von damals Abstand nehmen und dieses los lassen.
  • Man hat die Macht genossen, die man über den Anderen hatte.
  • Man hat Angst, alleine nicht klar zu kommen.
  • Man kann und will diesen Teil der Vergangenheit noch immer nicht aufgeben.
  • Man denkt viel aus Gewohnheit an ihn oder sie.
  • Man schafft es nicht, sich um sich selbst zu kümmern. Und möchte, dass diese innere Leere, die man verspürt, durch den Anderen (wieder) ausgefüllt wird.
  • ….

Trifft eine dieser Gründe (oder mehrere) auf Dich zu? Sei bitte offen und ehrlich zu Dir! Und denke gründlich über diese Punkte nach. Ja, vielleicht fällt das ein wenig schwer. Doch hilft es dabei, sich selbst und seine Wünsche besser zu verstehen! Und auf diese Weise wieder glücklicher zu sein…

Glücksrezept gegen den Liebeskummer, Maßnahme 5: Sei aktiv!

Und gehe raus. Versuche wieder, am Leben teilzuhaben. Und Dich nicht zu verkriechen. Nicht mit Deinem Kummer allein zu bleiben. Hier ein paar konkrete Vorschläge:

  • Mache Sport. (hilft immer)
  • Rede, spreche Dich bei Deinen Freunden und Vertrauten aus.
  • Gehe ins Kino, ins Theater, ins Museum,…
  • Fahre weg.
  • Schreibe aus, was Dich beschäftigt.
  • Miste aus und werfe alles weg, was Dich belastet, ungute Erinnerungen in Dir auslöst.

 

Ich habe Dir nun mein Glücksrezept vorgestellt. Doch habe ich noch weitere wertvolle Tipps für Dich. Welche das sind? Das schauen wir uns im nächsten Kapitel genauer an

Was kannst Du noch tun, damit Du wieder Liebeskummer hast? Und endlich wieder glücklich bist?

Wenn ich im Laufe der Zeit, in der ich mich schon mit diesem Thema beschäftige (und das ist eine ganze Weile, glaube mir), etwas gelernt habe, dann das: Es ist so wichtig und wesentlich, dass man sich seiner selbst, seines eigenen Wertes bewusst ist. Dass man Vertrauen in sich selbst und in seine eigenen Fähigkeiten hat.

Dass man sich selbst annimmt und wertschätzt. Dass man erkennt: „Ja, ich bin wer. Ich bin etwas besonderes. Und habe eine ganze Reihe an wertvollen Eigenschaften, Talenten und Fähigkeiten.“

Nein, das hat nichts mit Eingebildet sein, Arroganz oder gar Narzissmus zu tun. Es ist vielmehr eine Haltung, die dazu führt: Dass man sich selbst gut bzw. besser behandelt. Dass man eben NICHT resigniert. Besonders in diesen so herausfordernden Momenten nicht. Sondern dass man sich gut behandelt.

Ja, auch das ist ein Prozess. Den manche erst lernen müssen. Manche müssen ihn wieder erlernen. Und es ist ein Prozess, der auch nicht gleich abgeschlossen werden kann. Aber dies zu wissen: „ich bin einzigartig“ – das ist schon mal sehr wichtig. Und führt dazu, dass man ein wenig früher vom Sofa aufsteht. Um sich um sich selbst zu kümmern.

Wer das schafft, wer das weiß: Der wird nie wieder so tief fallen. Der wird nie wieder so stark leiden. Denn er weiß: „Ich habe mich selbst. Und das ist so wertvoll.“

Mein konkreter Maßnahmenplan gegen Liebeskummer und für mehr Glück und Zufriedenheit

Vielleicht wünscht Du Dir noch ein paar konkrete Maßnahmen und Tipps. Die sich leicht im Alltag umsetzen lassen. Keine Sorge, ich habe da schon was vorbereitet! In der Tabelle nämlich:

 

Schritt Beschreibung Was bei mir half
Schritt 1 Finde wieder zu Dir selbst.

Gehe in die Analyse: Wie willst Du sein? Was willst Du für Dich selbst erreichen?

Welche noch unerfüllten Träume schlummern in Dir? Versage Dir diese Träume nicht! Du bist es wert – und hast jeden einzelnen verdient!

Ich arbeitete viel mit positiven Glaubenssätzen (Suggestionen oder Affirmationen genannt). Ich habe mir jeden Tag mehrmals vor dem Spiegel gesagt, dass ich stark und wertvoll bin. Ja, zu Beginn war das ein wenig komisch. Aber irgendwann habe ich das verinnerlicht. Und konnte es wirklich glauben.

Ich habe darüber nachgedacht, was ich eigentlich erreichen möchte im Leben. Sowohl kurz- als auch längerfristig.

Ich habe gleich damit begonnen, diese Projekte in die Tat umzusetzen.
Ich habe etwa damit angefangen, Sport zu machen (Joggen).
Ich habe mich endlich für einen Französisch-Sprachkurs angemeldet.
Und ich bin mit meiner besten Freundin für ein langes, wunderbares Wochenende ins Wellness Hotel gefahren

Schritt 2 Schließe mit diesem Teil der Vergangenheit ab.

Halte weiterhin die Kontaktsperre ein, wenn Du nichts mehr mit dem oder der Ex zu tun haben möchtest.
Schaue bitte auch nicht bei Facebook oder in den übrigen sozialen Medien nach, was er/ sie so treibt.

Ich habe meinem Ex einen sehr langen Brief geschrieben.
Darin hielt ich all meine Gedanken und Gefühle zu ihm, zur Beziehung und zur Trennung fest. Den Brief habe ich jedoch nicht abgeschickt. Ich hatte das auch gar nicht vor. Für mich war es ein symbolischer Akt des Abschied nehmens. Und das hat mir sehr gut getan.

Ich habe mich weiterhin nicht bei ihm gemeldet. Denn das wollte ich nicht. Ich wollte vielmehr dieses Kapitel der Vergangenheit abschließen und ein für allemal hinter mir lassen.

Schritt 3 Überprüfe: Wie gut hast Du Deine Ziele bisher verwirklicht?

Fällt Dir hierzu noch etwas ein? Magst du etwas verändern?

Ich habe gemerkt: Ich will noch mehr Sport machen. Denn ich brauche es, täglich raus zu gehen und zu laufen. Also habe ich das Training intensiviert.

Und mich als zusätzliche Maßnahme für den nächsten Halbmarathon in meiner Stadt angemeldet. Dafür habe ich ganz gezielt trainiert.

Ich bin öfter mit meinen Mädels weg gefahren. Weil ich gemerkt habe: Auch das tut mir echt gut.

Schritt 4 Sei weiterhin bewusst gut zu Dir selbst.
Achte auf eine möglichst gesunde Ernährung.
Achte darauf, dass Du ausreichend zur Ruhe kommst. Und Stress möglichst vermeidest.

Gönne Dir hin und wieder was. Es muss nicht jeden Tag sein. Doch immer mal wieder.

Tue all diese Dinge bewusst.

Eine halbe Stunde am Tag, die gehört nur mir. Dann setze ich mich hin, in meinen Sessel. Und trinke meinen Tee. Dabei schließe ich auch gerne die Augen. Atme tief ein und aus. Und lasse die Gedanken einfach so fließen.

Ich führe mich ab und an selbst zum Essen aus.

Ich benutze mein schönes Geschirr. Und zwar täglich und nicht nur zu besonderen Anlässen.

Ich koche. Wenn es geht, täglich.

Ich tue viele Dinge langsamer. Aber dafür bewusster. (und meist sogar besser)

Schritt 5 Achte mehr auf Deine Gedanken.
Darauf, dass sie nicht allzu negativ werden.

Bemitleide Dich nicht..
Sondern stehe zu Dir selbst, zu Deiner Verantwortung Dir gegenüber.

Umgebe Dich bewusst nur bzw. vor allem mit Leuten, die Dir auch wirklich gut tun.

Ich habe mich von sehr vielem getrennt.
Von Gegenständen, die keine schönen Erinnerungen in mir auslösten.
Und von Personen, bei denen ich mich nicht wohlfühlte. Das war so heilsam für mich!

Ich habe weiterhin mit meinen Glaubenssätzen gearbeitet. Bin immer stärker und selbstbewusster geworden.

Ich habe mich als das wertvolle Wesen betrachtet und behandelt, das ich bin.

Schritt 6 Habe Spaß! Und sei bereit dazu! Ich muss das Leben nicht jede Stunde, jede Minute ernst nehmen.

Und ich genieße es, auch mal über mich selbst lachen zu können. Nicht immer alles so „bierernst“ nehmen zu müssen. Auch mal fünfe gerade sein zu lassen.

Ich denke darüber nach, was mir jetzt Spaß machen könnte. Neulich etwa war ich nach Ewigkeiten wieder im Zoo. Im Winter bin ich mit Freunden Schlitten gefahren. Es war so witzig und toll!

Ich habe Dir nun hoffentlich zeigen können: Du kannst sehr wohl nach dem Aus wieder glücklich sein. Und Deinen Liebeskummer hinter Dir lassen. Mehr dazu findest du übrigens unter interfe.net/liebeskummer-ueberwinden. Schaue da gerne mal rein!

Was aber lässt sich konkret gegen diese Gefühle von Alleinsein und Einsamkeit tun? Mit denen man bei Liebeskummer ja von Haus aus zu tun hat?

Nie wieder Liebeskummer – nie wieder allein und einsam sein. Wie geht das?

Für mich war das eine der schwierigsten Momente beim Liebeskummer: dieses Gefühl von Verlassen und allein sein. Die Angst vor der Einsamkeit. Denn das sind so Ur-Ängste. Die jeder von uns spürt. Und mit denen jeder zu kämpfen hat.

Nie wieder Liebeskummer, nie wieder allein. Was lässt sich tun?

Gerade in schwierigen Situationen tauchen eben diese Ängste schnell wieder auf. Doch möchte ich Dir an dieser Stelle Mut machen: Es gibt bestimmte Maßnahmen, wie Du diesen Ängsten zu Leibe rücken kannst!

Maßnahme 1 gegen die Einsamkeit und den Liebeskummer: Mehr emotionale Unabhängigkeit entwickeln.

Auch das ist mir im Laufe der Zeit klar geworden: Je abhängiger man von einem Menschen war (bzw. von genau diesem einen Menschen), umso mehr wird man leiden. Dann nämlich, wenn dieser, wenn diese aus dem Leben verschwunden ist.

Oder, anders ausgedrückt: Je mehr man sich über die Beziehung definiert, umso stärker ist anschließend das Gefühl, nach dem Aus nichts mehr zu haben. Ohne irgendetwas in der Hand da zu stehen.

Die emotionale Abhängigkeit ist somit das Problem. Damit will ich jetzt nicht sagen: Lasse Dich gefühlsmäßig bloß nicht mehr auf irgendetwas, auf irgend jemanden ein. Das ist schon wichtig, besonders in Beziehungen!

  • Doch kommt es hierbei auf das richtige Maß drauf an.
  • Du solltest Dich niemals komplett selbst aufgeben.
  • An ihn oder sie anpassen.
  • Dein Leben zurück stellen.
  • Sowie Deine persönlichen Bedürfnisse.
  • Denn das wäre wirklich fatal.

Leider muss ich das immer wieder beobachten. Bei einer guten Freundin von mir zum Beispiel. Sie hat sich nicht mehr um ihre eigenen Freunde gekümmert. Ihre Hobbys aufgegeben: für ihren Freund, für die Beziehung. Dann war er weg. Und sie war am Boden zerstört…

Maßnahme 2 gegen den Liebeskummer und gegen das Alleinsein: etwas, das nur Dir selbst gehört

Suche Dir bewusst etwas, dass nur Du alleine machst. Etwas, was Dir wirklich Spaß macht. Gehe zum Chor. Oder ins Fitnessstudio.Pflege Deine Freundschaften.

Suche Dir also eigenständige Glücksquellen. Denn die verhindern ebenfalls, dass Du nach dem Aus sehr, sehr tief fallen wirst.

Maßnahme 3 gegen den Liebeskummer und gegen das Alleinsein: an sich selbst glauben

Welche Personen sind besonders gefährdet, unter extremem Liebeskummer zu leiden? Vor allem jene mit den folgenden Eigenschaften bzw. Einstellungen:

  • mangelndes Vertrauen zu sich und zu den eigenen Fähigkeiten, zur eigenen Stärke
  • die Liebe wird als Ersatzreligion gesehen
  • die Liebe zu einem Anderen wird über alles gestellt
  • sie setzen alles daran, die Liebe auch zu halten.
  • Sie definieren sich vor allem über diese Liebe.
  • Klammern sich zu sehr an den Anderen.
  • Sie haben (viel) zu hohe Erwartungen an ihn oder sie, an die Beziehung.

Denn im Inneren fühlen sie sich oft mehr oder weniger wertlos. Es ist eine gewisse innere Leere zu spüren. Und genau diesen Raum soll nun der andere ausfüllen.

Und so ist es eigentlich kein Wunder: Kommt es zur Trennung, werden sie sehr, sehr tief fallen.

Maßnahme 4 gegen den Liebeskummer und gegen das Alleinsein: die Beziehung(en) in einem realistischeren Licht sehen

In Sachen Beziehungen gibt es da noch ein weiteres Problem: Wir sind eigentlich täglich mit einem Bild von Liebe konfrontiert, das reichlich unrealistisch ist.

Da ist etwa die Vorstellung: Es gibt nur diesen einen perfekten Partner, diese eine perfekte Partnerin für uns. Und diese Liebe muss dann für immer und ewig halten.

Doch mal ehrlich: Das schaffen heutzutage nur noch sehr, sehr wenige Paare. Bei unseren Großeltern war das noch anders – aber die Zeiten haben sich wirklich geändert. Und so gibt es längst mehrere, ach, viele Personen, die potentiell zu Dir passen könnten. Sich das vor Augen zu führen: Das lindert die Angst, auf ewig nach der Trennung einsam und allein bleiben zu müssen.

 

Und noch etwas möchte ich Dir an dieser Stelle mitgeben: Beziehung, das ist auch Arbeit. Man muss etwas dafür tun, dass man zusammen glücklich ist. Dass man eine schöne Partnerschaft hat. Dabei kommt es auf BEIDE an. Und viele sind dazu einfach nicht mehr bereit. Möchten in diesem Moment oder überhaupt keine Kompromisse eingehen. Und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Beziehung auseinander bricht..

Wer ist besonders darunter gefährdet, unter Liebeskummer und dem Alleinsein zu leiden?

Die Wissenschaft hat sich natürlich ebenfalls sehr ausführlich mit dem Thema Liebeskummer und der Einsamkeit, dem Alleinsein befasst. Und eines ist den Experten dabei aufgefallen: Bestimmte Personen sind besonders gefährdet. Doch welche sind das?

Schauen wir uns diese Typen einmal genauer an!

 

Typ Beschreibung Reaktion auf Trennung/ Aus der Liebe
Typ A Es gibt eine gute und ausgewogene Mischung aus Job, Freunden, Hobbys und der Partnerschaft.

gutes Selbstwertgefühl ist vorhanden.

Die Trennung ist im ersten Moment ein kleiner Schock.

Doch sie können sich immer besser auf die übrigen Glücksquellen besinnen und diese aktivieren.

Sie wissen um die eigene Stärke und Fähigkeiten.

Sie wissen sehr gut, wer sie sind.

Und daher finden recht schnell zu sich, auf die Beine.

Typ B Vor der Beziehung gab es eine gute Mischung aus diversen Energiequellen.

Doch im Laufe der Beziehung haben sie das immer mehr aufgegeben.

es ist ein schwankendes Selbstwertgefühl zu beobachten.

Sie tun sich nach dem Aus deutlich schwerer, mit allem zurecht zu kommen.

Zwar hatten sie zuvor ein eigenes Leben.
Doch das ist ebenlänger her.

Die Trennung nimmt sie deshalb stärker mit.

Sie benötigen mehr Energie, um ihre Energiequellen zu aktivieren.

Etwa Leute (wieder) anzurufen. Aktiv zu sein. Und so weiter.

Typ C Alles ist auf ihn oder sie, auf die Partnerschaft hin ausgerichtet.

Es sind kaum bis gar keine eigenständige Interessen vorhanden.

Zu starker Fokus auf die Beziehung, den Partner, (viel) zu große Abhängigkeit.

Beziehung wird als Hauptquelle für das eigene Lebensglück angesehen.

(sehr) schwaches Selbstwertgefühl

Das Gefühl herrscht vor: Mir wurde der Boden unter den Füßen vollkommen weg gezogen.

Man fühlt sich alleine und einsam.
Ohne jeglichen Halt. Ungeliebt.

Und man tut sich schwer damit, wieder zu sich, auf die Beine zu kommen.

Fast habe ich Dir alles zu diesem Thema gesagt. Doch zum Schluss möchte ich Dir noch einige Worte mitgeben:

Fazit

Nein, auch ich kann Dir nicht garantieren, dass Du niemals wieder unter Liebeskummer leiden wirst. Denn jede neue Beziehung, jedes neue sich gefühlsmäßig einlassen, birgt eben mit die Gefahr: Dass man erneut verletzt wird. Dass die Partnerschaft, dass die Liebe zu ihm oder ihr scheitert. Das ist einfach so – und das lässt sich auch nicht beschönigen!

 

Aber: In gewisser Weise kann man sich selbst davor schützen. Du kannst verhindern, dass Du jemals wieder in dieses große, große Loch fällst. Dass Du Dich dem Liebeskummer gegenüber so schrecklich ausgeliefert und machtlos fühlst. Und dass Du nicht mehr unter diesem starken Gefühl von Einsamkeit leidest.

Das Zauberwort heißt hier: emotionale Unabhängigkeit. Diese kannst Du aufbauen, indem Du Dir Deinen eigenen, persönlichen Wert vor Augen führst. Und das immer und immer wieder!

Indem Du Dich auf Deine eigenen Glücksquellen besinnst. Und diese auch aktivierst. Dich an das hältst, was Dich glücklich macht. Indem Du Dich einfach um Dich selbst kümmerst. Und zwar ganz bewusst.

Selbst, wenn dieser Traum vom ewigen Glück zu zweit mit eben diesem Partner, mit eben dieser Partnerin dann platzen sollte: Du wirst nie wieder so tief fallen. Du wirst nie wieder so starken Liebeskummer leiden müssen. Denn Du bist gut zu Dir. Du bist stärker. Und, nicht ganz unwichtig: Du verlierst einen großen Teil der Angst vor dem Liebeskummer. Deshalb wird er umso schneller von dannen ziehen. Weil er keine oder sehr viel weniger Macht über Dich hat!!